Borderlands 2 im Test
Die spielgewordene Coolness
Fazit der Redaktion
Malte Witt: Borderlands 2 hatte mich schon beim Intro. Das ist nämlich eines der besten Spiele-Intros der letzten Jahre, zumindest für mich. So viel Coolness auf einem Haufen, einfach großartig. Und genau dieses Gefühl hat mich in meinen dutzenden Stunden Spielzeit begleitet, an jeder Ecke habe ich das Gefühl, ein beinharter Typ zu sein. Der Spaßfaktor steht bei Borderlands 2 im Vordergrund, und das Spiel nimmt sich immer wieder selbst auf die Schippe. Trotzdem wird’s später anspruchsvoll, ohne die richtige Taktik geht dann nicht mehr viel. Das motiviert mich ungemein, ich werde sicherlich noch weitere dutzende Stunden Zeit auf Pandora verbringen – nicht zuletzt wegen des völlig abgedrehten Waffenarsenals.
Kristin Knillmann: Die Fanbase meckert, Gearbox hört zu: Borderlands 2 macht manches genauso, aber vieles deutlich besser als sein Vorgänger. Das reicht von spannenden und diesmal sogar abwechslungsreichen Quests, über eine gut inszenierte Rahmenhandlung, bis hin zu neuen Gegnern (wie Handsome Jack, den ich hiermit zum Antagonisten des Jahres nominieren möchte) und frischen Hauptfiguren. Meine charakterstarke Sirene mit der blauen Haarpracht spielt sich dank des überarbeiteten Fertigkeitenbaums jetzt nämlich noch präziser, als es die rothaarige Lilith aus Borderlands je konnte. Die bombige Auswahl an Waffen und Granaten, der gewohnt knallig bunte Cel-Shading-Look und Claptraps große Roboterschnauze setzen dem Spiel die Krone auf, die meine Top-Titel des Jahres ziert. Deswegen verbringe ich meinen restlichen Urlaub dieses Jahr auch nicht am Mittelmeer, sondern zwischen den Wiesen, Wüsten und Eislandschaften Pandoras.