Diablo 3 : Ein Spieler von Diablo 3 will 100.000 Euro im Auktionshaus verdient haben - und verrät, wie. Ein Spieler von Diablo 3 will 100.000 Euro im Auktionshaus verdient haben - und verrät, wie.

Ein Spieler aus Bulgarien will nach eigenen Angaben im Laufe nur eines Jahres etwa 100.000 Euro mit dem Echtgeld-Auktionshaus von Diablo 3 verdient haben. In seinem sehr umfangreichen Blog »A Diablo 3 Story« beschreibt der junge Mann mit dem Nickname Cherokee Brook, wie er sich 2013 ein Netzwerk von Bots zueigen gemacht habe, um Spielgegenstände günstig zu erwerben, die teuer weiterverkauft werden konnten.

Gerade mal 50 Euro habe Cherokee Brook in das Bot-Script investiert, das er mit eigenen Suchanfragen füllen konnte. Sein Wissen über das Spiel und das Equipment auf dem Markt hätte es ihm ermöglicht, gezielt nach Gegenständen zu suchen, die von Spieler gern unter Wert verkauft werden.

»Wie sich herausgestellt hat, gibt es unter den Millionen von Diablo-3-Spielern in den einzelnen Regionen (Europa, Amerika und Asien) eine ganze Menge, die einfach keinerlei Ahnung davon haben was sie tun und teure Gegenstände für absolut läppische Preise ins Auktionshaus stellen.«

Die Suche mit seinen Bots habe es Cherokee Brook also ermöglicht, genau diese Angebote unter Wert als Erster zu finden und auszunutzen. Zunächst habe er das Programm einzig auf seinem Laptop laufen lassen. Als sich das Verfahren als immer lukrativer herausstellte, hätte er mehrere PCs und Accounts allein für das Durchsuchen der Auktionshäuser im Einsatz gehabt.

Bis zu 370 Euro am Tag hätte Cherokee Brook dann durch Auktionen in Diablo 3 verdient.

»Man muss sich klar machen, dass das Durchschnittsgehalt in Bulgarien nur etwas über 700 Lew (360 Euro) im Monat beträgt, das war also eine große Sache. Ich habe damit mehr verdient als die Fußballspieler in den besten Clubs des Landes.«

Ausführliche Statistiken, Screenshots und selbst einen Teil des Bot-Scripts lassen sich in dem besagten Blog einsehen. Nachamen lässt sich die Methode aber längst nicht mehr: Das umstrittene Auktionshaus in der PC-Version von Diablo 3 wurde im März im Vorfeld der Erweiterung Reaper of Souls endgültig abgeschaltet. Die Konsolenversionen kamen von vornherein ohne Echtgeld-Verkäufe aus.

Cherokee Brook betont, dass seine Bots lediglich der Suche dienten. So genannte Farm-Bots habe er nicht verwendet, die für die hohe Inflationsrate von Gold in Diablo 3 verantwortlich seien.

Erst kürzlich gab Blizzard über 20 Millionen verkaufte Kopien von Diablo 3 und seinem Add-On bekannt. Am 19. August erscheint das Action-Rollenspiel noch als »Ultimate Edition« auch für die PlayStation 4 und die Xbox One.

» Zum Test von Diablo 3: Reaper of Souls

Diablo 3 Reaper of Souls
Im fünften Akt erwarten uns immer mal wieder gut inszenierte Bosskämpfe – hier allerdings nur gegen einen »normalen« Boss, keinen der Hauptbosse.