Seit unserer ersten Preview zum Start der Alpha im Januar 2017 ist es um Escape from Tarkov erstaunlich ruhig geworden. Doch auch wenn nicht täglich große neue Updates für Schlagzeilen sorgen, dreht das Team von Battlestate Games keinesfalls nur Däumchen. Den Beweis dafür liefern die Russen jetzt mit einem großen Patch für ihr Survival-Spiel, der das ohnehin schon intensive Spielerlebnis noch mal deutlich spannender macht.

Das Scav-Update macht die KI-Fraktion der Scavenger zu einer spielbaren Partei. Plötzlich stehen wir auf unseren Beutezügen in die abgeschottete Zone um Tarkov deutlich mehr menschlichen Spielern gegenüber, die kaum etwas zu verlieren haben. Wir haben uns diese neuste Alphaversion angeschaut.

Ein audiovisueller Waffenporno

Bevor wir Ihnen erklären, wie das neue Scav-System genau funktioniert, wollen wir noch etwas loswerden: Boah, wie das aussieht und - vor allem - wie das klingt! Ja, darüber haben wir uns bereits in unserer ersten Preview ausgelassen, und wer sich die Jubelarie schenken möchte, kann auch direkt zur nächsten Zwischenüberschrift springen - doch wir müssen die Präsentation einfach nochmal feiern.

Ein dynamischer Tag- und Nachtwechsel mit entsprechenden Änderungen der Lichtstimmung, extrem glaubwürdig und detailliert gestaltete Umgebungen und Waffenmodelle lassen uns schon mit der Zunge schnalzen, doch der Sound bläst uns regelmäßig völlig weg.

Escape from Tarkov

Tarkov setzt nicht auf das basslastige Action-Krachbumm eines Battlefield 1 (das auf seine eigene Art nicht minder großartig ist), sondern auf eine klare, hochgradig realistische Soundkulisse, die einen wesentlichen Teil des intensiven Spielgefühls ausmacht. Battlestate Games sind bei weitem nicht die ersten, die für ihr Spiel echte Schussgeräusche auf einer Schießanlage aufgenommen haben, doch so nah am Original war bislang kaum ein Shooter. Hinzu kommt, wie die Umgebung die Geräusche beeinflusst: Ein Schuss in einer Lagerhalle klingt ganz anders als einer, den wir auf freiem Feld abgeben. Einen guten Eindruck davon vermittelt der Trailer zum Scav-Update.

Und nicht nur die Waffen klingen fantastisch. Jeder Schritt unserer Spielfigur ist ein Erlebnis und - abhängig vom Untergrund - kein angenehmes. Was wir hören, hört natürlich auch der Feind. Auf einer Wiese können wir fast lautlos rennen, über nackten Betonboden sollten wir lieber langsam schleichen und wer tollpatschig auf eine Metallplatte latscht, könnte auch gleich schreien: Hallo, hier bin ich!

Glückszahl 47

Nun aber zurück zum Wesentlichen, den Scavengern. Vor dem letzten Update waren die Scavs KI-Feinde, die auf den Maps von Tarkov ihr Unwesen trieben und unvorsichtigen Spielern die ein oder andere Kugel verpassten. An diesem Job hat sich nichts geändert, nur das nun zufällig einige der Scavs von menschlichen Spielern übernommen werden und dementsprechend ein unberechenbares Risiko darstellen.

Grundsätzlich darf jeder Spieler sich dazu entschließen, statt mit seiner eigentlichen Spielfigur, als Scav in einen Einsatz zu starten. Und das hat handfeste Vorteile: Statt unser eigenes mühsam zusammengeklaubtes Equipment zu riskieren, bekommen wir nämlich einen zufällig ausgerüsteten Charakter gestellt. Ob der eine AK-47, samt schusssicherer Weste, Granaten und Nachtsichtgerät besitzt oder lediglich eine Pistole mit einer Hand voll Kugeln, entscheidet das Glück.

Escape from Tarkov - Screenshots zur Scavs-Fraktion