StarCraft 2: Wings of Liberty - PC

Echtzeit-Strategie  |  Release: 27. Juli 2010  |   Publisher: Activision Blizzard
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Starcraft 2: Wings of Liberty im Test

Anfangs flügellahm, später der Überflieger

Fazit der Redaktion

Meinungen zu Solokampagne

Michael Graf: Kritik an Starcraft 2 bleibt Kritik auf hohem Niveau, das Blizzard-Epos ist der beste Echtzeit-Titel seit Jahren. Insbesondere die Präsentation setzt Maßstäbe, bislang hat kein Strategiespiel seine Handlung so stimmungsvoll inszeniert. Hallo, liebe Geschichtenschreiber von C&C 4: So geht das!

Perfekt ist Starcraft 2 aber nicht, vor allem wegen seines trägen Beginns: Es dauert, bis die Story und die Missionen Fahrt aufnehmen. Klar, auf den hohen Schwierigkeitsgraden bin ich von Anfang an gefordert, trotzdem hätte sich Blizzard beim Kampagnenstart mehr Mühe geben können. Gleiches gilt für die teils hakelige Wegfindung.

Der Fortschritt im Vergleich zum Vorgänger fällt in Starcraft 2 zudem viel kleiner aus als in Warcraft 3, die aufgemotzte Kampagne ist keine bahnbrechende Innovation. Denn hinter all den netten Upgrades und Technologien steckt immer noch das alte Starcraft, wie wir es seit zwölf Jahren kennen. Das muss man nicht automatisch schlecht finden. Man muss es aber auch nicht bejubeln.

Immerhin erhöht das Drumherum die Vielfalt der Kampagne, vor allem die Forschung lädt zum Experimentieren ein. Das tröstet mich zumindest ein wenig darüber hinweg, dass ich in der Kampagne nur die Terraner spielen darf – ein Ein-Parteien-System, das mich seinerzeit schon in Dawn of War aufgeregt hat. Okay, immerhin gibt's zusätzlich die vier (grandiosen) Protoss-Missionen. Und ich freue mich schon auf alle die schönen Einsätze und Mods, die die Fans mit dem funktionsgewaltigen Editor basteln werden.

Kleine Schwächen hin oder her, unterm Strich ist Starcraft 2 ein Meisterwerk, mit dem Blizzard eindrucksvoll beweist, dass auch ein vermeintliches Krisengenre wie die Echtzeit-Strategie noch packende und anspruchsvolle Titel hervorbringen kann. Zumal Wings of Liberty auch die große Stärke des Vorgängers erbt: Die ausgewogenen Einheiten erzeugen eine gewaltige Taktiktiefe. Wer einem »albernen Armeespielchen« auch nur ein Quäntchen Spielspaß abringen kann, darf Starcraft 2 keinesfalls verpassen.

Christian Schmidt: Ich darf an dieser Stelle schamlose Plattform-Politik betreiben: Starcraft 2 ist ein starkes, fulminantes Bekenntnis zum PC, ein wahres Schmuckstück in unserer Krone. Nichts gegen die Konsolen, auf denen ich selbst gern spiele, aber ein Spiel wie Starcraft 2 bleibt dort in dieser Form undenkbar.

Blizzards neues Werk ist ja nicht nur deshalb etwas Besonderes, weil es ein beispielhaft inszeniertes Unterhaltungserlebnis mit großer Komplexität verbindet, weil dieses einsteigerfreundliche Armeegerangel zugleich ein gigantisches Puzzlespiel darstellt, an dem sich in den nächsten Jahren Hunderttausende schlauer Köpfe abarbeiten werden, um sich in immer neuen Winkelzügen gegenseitig zu übertreffen.

Man darf darüber hinaus den Hut ziehen davor, wie selbstverständlich Blizzard das Gesamtpaket veredelt: mit dem kostenlosen Battlenet als gut geölte Verbindungsplattform zur Welt, mit dem kostenlosen Editor als Geschenk und Herausforderung an jeden einzelnen Fan, mit einer kostenlosen Protoss-Minikampagne, die andere Firmen ganz selbstverständlich als DLC verkaufen würden. Man muss Starcraft 2 nicht spielen, man muss es nicht mal mögen, aber über eines sollte man doch froh sein: Dass es dieses Spiel gibt.

Meinungen zum Multiplayer-Modus

Michael Graf: Im Mehrspieler-Modus lässt mir Starcraft 2 keine Ruhepause, und dafür liebe ich es. Denn das hohe Spieltempo und die taktische Vielfalt verschmelzen zum ebenso unterhaltsamen wie unverwechselbaren Schlachtenzirkus. Zudem fußt Starcraft 2 mit dem Battlenet auf der derzeit besten Online-Plattform.

Was fehlt da noch zur Perfektion? Nun, auch wenn die Balance schon jetzt besser ausfällt als in den meisten Echtzeit-Titeln, wird Blizzard sicher noch jahrelang daran feilen. Außerdem vermisse ich den Netzwerk-Modus. Schmerzlich. Davon abgesehen ist Starcraft 2 aber die neue Referenz der Multiplayer-Strategiespiele, Punkt.

René Heuser: Es ist sehr einfach, in StarCraft 2 einzusteigen, aber es dauert Monate oder gar Jahre, es wirklich in Perfektion zu beherrschen. Der Mehrspieler-Modus bietet so viel taktische Tiefe, wie ich sie zuletzt in WarCraft 3 oder Company of Heroes gesehen habe.

Obwohl ich schon in der Multiplayer-Beta unzählige Ranglisten-Partien absolviert habe, entdecke ich unentwegt neue Tricks und Taktiken. Dieses ständige Lernen und Verbessern, gepaart mit der permanenten Herausforderung durch das ausgeklügelte Matchmaking, machen StarCraft 2 einzigartig und aktuell zum besten Multiplayer-Strategiespiel auf dem Markt.

Nico Gutmann: Die vermeintliche Altbackenheit stört mich nicht im Geringsten. Für mich ist Starcraft 2 wie Schach: Der klügere Taktiker erarbeitet sich Vorteile, Fehler werden bestraft, die Konsequenzen sind immer einfach nachzuvollziehen. Überladene, realistische Funktionen stören da nur: Treffen zwei Einheiten aufeinander, gewinnt die stärkere und nicht die, die gerade in Deckung ist und von hinten attackiert. Gerade die Einfachheit ist es also, die Blizzard-Spiele zu den besten Stragiespielen macht.

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OldestVisitor
#1 | 29. Jul 2010, 13:07
Sicher das Spiel ist gut aber allen Lobliedern kann man sich nicht anschließen. Die Inzenierung ist bahnbrechend? Wer die Kampagne spielt denkt zu allererst an Mass Effekt.
Die Videos sind ok aber meilenweit von dem Wort spektakulär entfernt.
Da hätte ich mir mehr Videos in Richtung SC 1 gewünscht.
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Azze
#2 | 29. Jul 2010, 13:15
Du denkst bei der Kampagne an Mass Effect2???

Also ich denke bei dir an meinen ewig grantigen, miesgelaunten Grossvater der an allem und jedem etwas auszusetzen hat - besonderst wenn es keinen Grund gibt.

Mass Effect - lmao OPA
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KeksGoth
#3 | 29. Jul 2010, 13:21
alles im allen stellt sich mir die Frage was die mit 100 millionen und 6 Jahren gemacht haben...es ist bei weitem nicht so rund wie es sein sollte
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OldestVisitor
#4 | 29. Jul 2010, 13:22
Zitat von Azze:
Du denkst bei der Kampagne an Mass Effect2???

Also ich denke bei dir an meinen ewig grantigen, miesgelaunten Grossvater der an allem und jedem etwas auszusetzen hat - besonderst wenn es keinen Grund gibt.

Mass Effect - lmao OPA


Hast du den Test eigenlich gelesen? Es wird geschrieben die Inzenierung ist bahnbrechend und genau das ist sie nicht da die selbe Art und Weise z.B. schon seit MassEffekt 1+2 etabliert ist.

Dass das Spiel sehr gut ist bestreitet keiner aber die 97 Punkte die manche Magazine/Internetseiten raushauen sind nicht nachvollziehbar da das Spiel sicher nicht perfekt geworden ist und auch nicht den Stein der Weisen ausgebuddelt hat.
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Avatar DiNGoD
DiNGoD
#5 | 29. Jul 2010, 13:29
Zitat von GothofChookie:
alles im allen stellt sich mir die Frage was die mit 100 millionen und 6 Jahren gemacht haben...es ist bei weitem nicht so rund wie es sein sollte


Das mit den 100 Millionen stimmte nicht (soll fuer WoW gewesen sein)

Habe ich dass mit Bnet richtig verstanden, wenn ich mich anmelde muss ich meinen richtigen Namen preisgeben? Und wenn ich z.Bsp. die E-Mail eines meines Elternteiles benutze muss ich dann deren Namen benuzten oder kann ich meinen nehmen?!
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Avatar Cr4zyJ0ker
Cr4zyJ0ker
#6 | 29. Jul 2010, 13:31
Bin ich eigentlich der einzige, der die Terraner Musik viel schlechter oder eher unpassender findet als die vom Original? Mir geht irgendwie diese Weltraum-SCFI-Stimmung ab bei den Terranern. Ersetzt wurde sie anscheinend durch ein Südstaaten Flair oder sowas.
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Avatar Kissenkarl
Kissenkarl
#7 | 29. Jul 2010, 13:34

Wie kommt ihr denn bitte auf 40 Stunden Spielzeit?

Aber sonst ein sehr guter Test, momentan (ca. 6-7 Stunden) kann ich mich wirklich allen Punkten anschließen.

SC2 ist spitze, aber Warcraft 3 war bahnbrechend.

@ Chookie: Das mit den 100 Millionen ist nur ein Gerücht die tätsächlichen Produktionskosten sind wohl nicht bekannt.
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Avatar Rupert_The_Bear
Rupert_The_Bear
#8 | 29. Jul 2010, 13:34
Zitat von OldestVisitor:


Hast du den Test eigenlich gelesen? Es wird geschrieben die Inzenierung ist bahnbrechend und genau das ist sie nicht da die selbe Art und Weise z.B. schon seit MassEffekt 1+2 etabliert ist.

Dass das Spiel sehr gut ist bestreitet keiner aber die 97 Punkte die manche Magazine/Internetseiten raushauen sind nicht nachvollziehbar da das Spiel sicher nicht perfekt geworden ist und auch nicht den Stein der Weisen ausgebuddelt hat.


In der Tat, also die Aufmachung der Kampagne, hat mich auch irgendwie an Mass Effect 2 erinnert.
Also was ich bisher von der Kampagne gesehen, gehört und gespielt habe hat mir zwar gefallen, aber eine 90er+ Wertung würde ich persönlich nicht abgeben, ne gute 83-86 schon und das ist nicht grade schäbig. Aber mir stellt sich da so bisschen die Frage, 12 Jahre sind seit SC vergangen, 6 Jahre Produktion und irgendwie gefallen mir die Sequenzen in den Bars, auf der Hyperion etc. besser, als die Missionen selbst.
Das Spiel ist gut, kein Zweifel daran, aber hätte man da nicht mehr machen können? Ich meine einige Missionen sind fast 1 zu 1 aus dem ersten SC, also da hab ich an mancher Stelle echt verdutzt geguckt.
Lost Viking hingegen finde ich absolut spaßig und ist ne nette Idee, wie schon das 3D Tetris bei GTA IV. Nur genauso wie bei GTA IV, hab ich mir SC2 heute einfach nur wegen Lost Viking eingeschaltet, da ist doch irgendwas nicht so gelaufen, wie ich es mir erhofft habe.
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Avatar Phillidae
Phillidae
#9 | 29. Jul 2010, 13:36
Zitat von DiNGoD:


Das mit den 100 Millionen stimmte nicht (soll fuer WoW gewesen sein)

Habe ich dass mit Bnet richtig verstanden, wenn ich mich anmelde muss ich meinen richtigen Namen preisgeben? Und wenn ich z.Bsp. die E-Mail eines meines Elternteiles benutze muss ich dann deren Namen benuzten oder kann ich meinen nehmen?!


Kannst dann deinen eigenen Namen verwenden.

Zum Spiel: Ich finds grandios. Bin bei weitem kein Blizzard Fanboy aber die Kampagne macht einen Heidenspaß, ist für meinen Geschmack in der Tat richtig gut inszeniert und auch noch schön lang.
Im Multiplayer ist SC2 sowieso über jeden Zweifel erhaben. Der Mangel an Innovation ist irrelevant weil absehbar. Ist eben der König der RTS neu, besser und wie ich finde auch durchaus hübsch anzusehen.

Über das BNet und das fehlende LAN kann man denken was man will, bisher funktionierts zumindest durchaus gut bei mir. Da ich vorher schon wegen WoW einen Account hatte, wurde ich von der Datenkrake auch nicht überrascht. Dürfte vielen so gehen.
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Avatar Albuin
Albuin
#10 | 29. Jul 2010, 13:38
...mit einer kostenlosen Protoss-Minikampagne, die andere Firmen ganz selbstverständlich als DLC verkaufen würden

Dafür gibts nur 1/3 des Singelplayermodus, welcher mit AddOns vervollständigt werden muss.
Oder irre ich mich?
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Details zu StarCraft 2: Wings of Liberty

Plattform: PC
Genre Strategie
Untergenre: Echtzeit-Strategie
Release D: 27. Juli 2010
Publisher: Activision Blizzard
Entwickler: Blizzard Entertainment
Webseite: http://eu.starcraft2.com
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spiele-Logo: Download
Leserinteresse:
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