Zum Thema » TERA - Test zur Abo-Version Herkömmlich innovativ Bei unserem Test vor knapp einem Jahr entpuppte sich TERA gleichzeitig als angenehm originell - und einschläfernd altmodisch. Wie das zusammenpasst? Nun, am Online-Rollenspiel gefielen uns besonders die für das Genre hervorragende Grafik und das aktive, dynamische Kampfsystem.

Hier ist kein roboterhaftes Knöpfedrücken gefragt, sondern bewegen, ausweichen, blocken und mit genügend Zielwasser hauen, schießen und zaubern. Riesige Bossmonster sorgten für Adrenalin, die 15 mitgelieferten Instanzen dienten zumindest als Trostpflaster für das altbackene Questsystem.

Denn Letzteres hat uns enttäuscht: Grindlastige Standardquests der Marke »koreanisch konservativ«, die mit ihren schnarchigen Textfenstern selbst Freunden des ZDF-Abendprogramms die Lider herabsinken ließen. PvP gab es nur rudimentär, und die originellen Nexus-Events, bei denen wurden wegen vieler Fehler kurzerhand gänzlich eingestellt.

Bild 1 von 408
« zurück | weiter »
TERA: Rising
Aussehen, Details und Animation: Arboreas Helden sind eine Pracht!

Schön, aber seicht

Inzwischen hat sich TERA jedoch weiterentwickelt -spielerisch wie konzeptionell. Nachdem der Gratisspiele-Gigant Gameforge bereits im Juni 2012 den europäischen Betreiber Frogster aufgesogen hatte, sattelte das Rollenspiel am 5. Februar 2013 schließlich vom Abo- auf ein Free2Play-Modell um - und wurde in TERA: Rising umgetauft.

TERA: Rising : Schon zu Beginn weiß Tera durch tolle Umgebungen zu begeistern. Schon zu Beginn weiß Tera durch tolle Umgebungen zu begeistern. Wir sind zum Kontrollbesuch nach Arborea zurückgekehrt, um zu prüfen, was sich sonst noch getan hat. Die Grafik ist immer noch so schön wie vor knapp einem Jahr - zumindest größtenteils. Uns fallen nun hier und da große, leere Texturteppiche auf, die im krassen Kontrast zu anderen, viel detaillierteren Ecken Arboreas stehen. Die Umgebung der Stadt Velika beispielsweise wirkt besonders statisch und leer.

Glücklicherweise kommt das nicht allzu oft vor, gerade die fein ausgearbeiteten Charaktere sind eine Augenweide geblieben. An der Balance der Monsterhorden wurde immer wieder geschraubt, auch Bosse und Beute in den Dungeons wurden immer wieder angepasst.

Das Quest-System entpuppt sich dagegen als so »kreativ und spannend« wie eh und je: Auftraggeber anklicken, Auftragsfenster durchklicken, Auftrag erledigen, Auftraggeber anklicken, Belohnung kassieren. Auch die Art der Quests weckt weiterhin Schlummerlust: »Haue zehn hiervon, bring mir acht davon« - man kennt's.

Gegen Monster und Spieler

Mit dem Nexus-System gingen zudem die großen PvE-Schlachten wieder online. Hierbei erscheinen zu festgelegten Tageszeiten in bestimmten Gebieten Monster, die dann in drei Phasen mit steigender Schwierigkeitsstufe verkloppt werden dürfen.

Die Massenschlachten machen durchaus Spaß, zwingen aber gern mal die Server-Performance in die Knie. In der Schlachtgruppen-Instanz »Nexustraverse«, die sich nach Beseitigung aller Nexus-Gegner eines Gebiets öffnet, können wir uns dann durch drei unterhaltsame Arena-Räume kämpfen, in denen immer größere Herausforderungen - und ein Haufen Beute - warten.

TERA: Rising : Die großen Nexus-Schlachten sorgen für ordentliche Serverbelastung. Charaktere und Monster werden mit stark reduzierten Details dargestellt.

Nexus-Schlachten
Die großen Nexus-Schlachten sorgen für ordentliche Serverbelastung. Charaktere und Monster werden mit stark reduzierten Details dargestellt.

Der dürre PvP wurde um ein Schlachtfeld erweitert. Dort können sich je 15 Spieler einer Seite gegenseitig auf die Rübe geben. Dabei wird um die Kontrolle über typische Schlachtfeldziele gekämpft, Monster geben Zusatzpunkte und Buffs.

Interessant: Gruppenanführer können sich Feinde auf der Karte anzeigen lassen und haben einen zusätzlichen Flächenangriff zur Verfügung - das erhöht den Nutzen guter Kommunikation in der Gruppe.

Allerdings gibt es bis heute nur ein einziges Schlachtfeld, und das ist auch erst mit Level 60 zugänglich - zu wenig für ein MMO nach einem Jahr. Bei den Instanzen waren die Entwickler fleißiger, noch vor der Free2Play-Umstellung wurden vier High-Level-Dungeons hinzugefügt, darunter »Manayas Herz«, in dem die Argonenkönigin umgelegt werden kann.

Mit TERA: Rising kam zudem eine Drei-gegen-Drei- Arena ins Spiel, der »Himmelsring der Helden«. Diese Arena kann nur in voller Gruppe und ebenfalls erst ab Level 60 betreten werden. Optional dürfen wir ein spezielles Rangsystem hinzuschalten, das mit Extra- Belohnungen aufwartet. Ein weiteres Ranglistensystem umspannt den neuen Dungeon »Flammentiegel«, was neben den üblichen Belohnungen die Punktejagd zu einem Motivationsfaktor macht.