Fazit: Klassisches Fernsehen bleibt für mich begraben
Maxe Schwind
@milian_ventus_autor
Einerseits könnte ich ja beruhigt sein, denn seit gefühlten Jahrzehnten hat sich das klassische TV nicht verändert. Es war einst die Werbung, die viele von uns – mich eingeschlossen – zu Streaming-Diensten trieb. Die sind auch nicht mehr das Gelbe vom Ei, aber zumindest kann ich Werbung entgehen.
Andererseits ringen mir die Menschen, die immer noch lineares Fernsehen schauen, mächtig Respekt ab. Wie kommt ihr mit all der Werbung bloß klar? Es geht mir gar nicht mal primär darum, WAS läuft, sondern wie es präsentiert ist. Ich hätte so viel monieren können, aber die Werbung ist einfach immer noch der Stimmungskiller.
Hinzu kommt auch die Bildqualität. Forrest Gump in 480p auf einem 65-Zoll-4K-TV ist kein Genuss. Freilich, die 4K-UHD-Auflösung nutzen die wenigsten aus, weil Full HD den meisten ausreicht (und Streaming-Dienste im höchsten Tarif einfach unverschämt teuer geworden sind). Dass abseits von ARD, ZDF und Co. die Bildqualität vonseiten der Sendeanstalten immer noch so, pardon, schäbig aussieht, ist ein Armutszeugnis
Das Selbstexperiment hat mich zu mehreren Erkenntnissen gebracht:
- Klassisches Fernsehen bietet mir immer noch dieselbe Gründe, fernzubleiben, wie damals. Wenn mich doch etwas interessieren sollte, nehme ich es auch weiterhin auf, um die Werbung überspringen zu können.
- Streaming-Dienste sind besser als ihr Ruf. Ja, die goldenen Jahre sind vorbei, aber ich spare lieber auf ein bis zwei Monate Apple TV und schaue mir dann gezielt Sendungen an, die mich auch wirklich interessieren – ohne Werbung.
- Mein liebster »Streaming-Dienst« bleibt YouTube. Abseits der KI-Grütze finden sich dort tolle Retrospektiven und interessante Videos; Kanalempfehlungen von mir mit Gaming-Bezug findet ihr in einem Artikel. Mit einem Premium Lite-Abo für 8 Euro im Monat bin ich da auch ohne Werbung unterwegs.
- Dungeon Crawler Carl ist ganz nett, wird meiner Meinung nach seinem Hype aber nicht gerecht.
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