Vierjähriger bringt sich selbst Physik und Chemie bei, um 7 Jahre später sein zweites großes Wissenschaftsprojekt zu starten

Yan Hongsen hat bereits mit acht Jahren seine erste Rakete gestartet. Demnächst soll die zweite folgen.

Die erste Rakete stürzte kurz nach dem Start ab. Doch daraus hat Yan Hongsen nur wertvolle Lehren gezogen. (Bildquelle: Adobe FireflyKI-generiert) Die erste Rakete stürzte kurz nach dem Start ab. Doch daraus hat Yan Hongsen nur wertvolle Lehren gezogen. (Bildquelle: Adobe Firefly/KI-generiert)

Nachtrag vom 8. August 2024: Als Quelle für den Beitrag dient die South China Morning Post (SCMP), die größte englischsprachige Nachrichtenseite Hong Kongs. Seit ihrem Kauf durch Alibaba im Jahr 2015 hat die Seite jedoch auch das Ziel, vor allem in der westlichen Welt ein gutes Image für China zu kreieren, wie etwa Der Spiegel berichtet.

Wir haben uns dazu entschieden, den Beitrag mit diesem Vermerk online stehen zu lassen, werden uns aber in den kommenden Tagen noch einmal detailliert damit beschäftigen, wie wir mit Quellen wie der SCMP umgehen.

In diesem speziellen Fall kommt hinzu, dass es einige Videos gibt, die die Berichterstattung der SCMP stützen. Eines davon haben wir eingebettet, weitere findet ihr unter diesem Link zur Plattform Douyin.

Eine Weltraumrakete zu bauen, ist eine komplexe Aufgabe. Nicht umsonst stehen Raketenwissenschaftler symbolisch für hohe Intelligenz. Wenn dann auch noch ein Kind eigene Raketen entwickelt, ist schnell die Rede von einem Genie.

Bei Yan Hongsen dürfte das der Fall sein. Der Elfjährige aus der Provinz Zhejiang im Osten Chinas baut bereits seit dem achten Lebensjahr Raketen, was ihm in seinem Heimatland 440.000 Follower auf der Plattform Douyin und den Spitzennamen Rocket Boy eingebracht hat - hier ist er bei der Arbeit zu sehen:

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Sein Interesse für den Weltraum und Raketen reicht aber weiter zurück. Wie sein Vater gegenüber der South China Morning Post verraten hat, wurde die Leidenschaft im Alter von vier Jahren geweckt. Damals konnte die Familie den Start einer Trägerrakete aus der Reihe Langer Marsch 2 aus nächster Nähe beobachten.

Ein Kindergartenkind der anderen Art

Seither hat Yan Onlinekurse für Programmieren besucht und sich selbst mittels Büchern, Videos und entsprechenden Foren Physik und Chemie beigebracht. Eine beachtliche Leistung für ein Kindergartenkind.

Die Eltern versuchen, die Interessen ihres Sohnes zu unterstützen. Unter anderem wurde das Wohnzimmer in einen Forschungsraum für Raketentechnik umgebaut.

Die Konstruktion der ersten kleinen Feststoffrakete mit dem Namen Sen Xing (Vorwärtskommen) begann im August 2022. Zehn Monate später hob sie vom Boden ab.

Allerdings war das Unterfangen nicht von Erfolg gekrönt. Ein Fallschirm eines Boosters entfaltete sich nach der Abtrennung nicht, was auch die übrigen Komponenten beschädigte und letztlich zum Absturz führte.

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Ein zweiter Start soll bald folgen

Davon ließ sich Yan jedoch nicht entmutigen. Ganz im Gegenteil sogar. Die Erkenntnisse aus dem ersten Start flossen direkt in die Entwicklung einer zweiten Rakete ein.

Außerdem schrieb er 600 Zeilen Code für das neue Flugkontrollsystem. Das ist zwar nicht besonders viel, Entwickler schaffen rund 2.000 bis 4.000 Zeilen am Tag, für eine so jungen Menschen ist es dennoch bemerkenswert.

Zum Start der neuen Rakete kam es bislang jedoch nicht, das wird erst in Zukunft der Fall sein. Wann genau, ist unklar.

Doch ganz egal, wie der zweite Versuch am Ende ausgeht, Yan hat feste Ziele vor Augen. So will er einmal Weltraumraketen im Großformat für China bauen und dafür an einer renommierten Universität des Landes studieren.

Die Unterstützung der Eltern ist ihm aber so oder so gewiss – der Vater von Yan:

Als Eltern stehen wir voll hinter den Träumen unseres Kindes. Wenn er auf technische Schwierigkeiten stößt, die er nicht lösen kann, wendet er sich immer an mich, und ich versuche mein Bestes, um Experten um Hilfe zu bitten.

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