1666: Amsterdam und Assasssin's Creed waren für mich zunächst so eng verknüpft wie Ezio und Heuhaufen. Immerhin ist der Chef-Entwickler bei Panache Digital Games, Patrice Désilets, der kreative Kopf hinter der beliebten Ubisoft-Reihe. Alle Trailer und Info-Schnipsel vor dem spielbaren Teaser und dem Early Access Release deuteten zudem darauf hin, dass 1666: Amsterdam tatsächlich eine Art verlorenes Assassin's Creed
sein wird.
Allerdings zeigt gerade Amsterdam, wie gefährlich eine solche Erwartungshaltung sein kann. Denn nach etwa zwölf Stunden mit der Vorabversion hat sich mein Bild vom Action-Adventure komplett gewandelt – trotz einiger Parallelen zum AC-Franchise. Während ich mich in Assassin's Creed zumindest ursprünglich in einer Schleich-Sandbox verliere, bewege ich mich in 1666: Amsterdam momentan noch auf Schienen. Und das trotz zunächst vorgegaukelter großer Freiheit.
- … ihr Story-Spiele mit vielschichtigen Figuren mögt.
- … ihr lieber erkundet und rätselt als kämpft.
- … ihr viel Wert auf Atmosphäre und Lore legt.
- … ihr fordernde und abwechslungsreiche Kämpfe wollt.
- … ihr eine runde und fertige Erfahrung wollt.
- … ihr spielerische Freiheit einem geradlinigem Adventure vorzieht.
Trotzdem solltet ihr das düstere Mittelalterspiel nicht gleich abschreiben. Denn Mechaniken, Atmosphäre und Story bringen so viel Potenzial mit, dass ich trotzdem unbedingt wissen will, wie es weitergeht.
12:55
1666: Amsterdam - Early Access Gameplay: Wir zeigen eine Bosskampf und erkunden Amsterdam als Mensch und Katze
Die Geister, die wir riefen
Gerade die Story präsentiert sich überraschend facettenreich, vielschichtig und kreativ. Das typische Gut-Böse-Schema à la Assassin's Creed (Templer gegen Assassinen, Ordnung gegen Chaos, ihr wisst schon), deutet sich zwar ebenfalls an, wird allerdings schon im Early Access deutlich interessanter mit weniger Schwarz-Weiß-Denken aufgearbeitet.
Die Zaindaris, zu denen auch Heldin Noa gehört, sind ein uralter und geheimer Hexenorden, der einst magische Kräfte an ausgewählte, herausragende Menschen verlieh, die die Welt so weiterbringen sollten. Allerdings wurden diese Menschen, die im Spiel die Ursprünglichen genannt werden, mit der Zeit von der Macht korrumpiert. Ein selbstloser Arzt wurde so etwa zu einem manischen Irren, der stets neue Opfer zum sezieren braucht.
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