Vor 20 Jahren debütierte Microsofts Windows 98 - und trat damit ein schweres Erbe an: Schließlich folgte es auf Windows 95, das dem Betriebssystem mit den Fenstern erst so richtig zum Durchbruch verholfen hat. Schöner und moderner, intuitiver und für Spieler gar schneller sollte es werden. Anlässlich des Jubiläums blicken wir auf eines der letzten 16-Bit-Betriebssysteme zurück.
Für so manchen Leser dürfte Windows 98 das erste Betriebssystem gewesen sein, mit dem er einen PC bedient hat. Für viele andere wiederum war Windows 98 nur ein mit leichten Neuerungen ausgestattetes Windows 95, an dem Microsoft (zu) kräftig verdienen wollte - so lautet zumindest ein häufiger Kritikpunkt daran. Wie beim Vorgänger kostete die Upgrade-Version 199 Mark und die Vollversion gar 369 Mark zum Start am 25. Juni 1998.
Aus dem Heftarchiv: Windows 98 im ausführlichen Test
Vor 20 Jahren beschäftige auch Spieler Windows 98. In den GameStar-Ausgaben 04/1998 und 09/1998 widmeten wir uns auf insgesamt elf Seiten dem damals neuen Betriebssystem von Microsoft. Dabei ging Michael Galuschka im Detail auf die neuen Funktionen, Inkompatibilitäten mit Spielen und die Hardware-Anforderungen für Windows 98 ein. Wer ein wenig in Nostalgie schwelgen und den Blick auf Windows 98 aus damaliger Perspektive nachempfinden will, der kann sich in unserem Heftarchiv auf eine spannende Zeitreise begeben.
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Mit Windows 98 sah Microsoft im Consumer-Segment weiterhin von einem reinen 32-Bit-Betriebssystem ab, um alte Spiele und Anwendungen im DOS-Modus ohne große Probleme zu unterstützen. Auch das Internet gewann langsam, aber sicher an Bedeutung, dazu passend lieferte Microsoft mit der neuen Windows-Version den Internet Explorer 4.0 aus. Außerdem verfügte Windows 98 über nativen Support von AGP-Grafikkarten und USB-Geräten, konnte DVDs abspielen und bot FAT32 für Festplatten. Mehrere Monitore gleichzeitig zu benutzen, war ebenfalls erstmals möglich.
Retro-Special: Wir bauen einen Spiele-PC von 1997
Windows 98 bekam zudem ein neues Äußeres spendiert: Der Active-Desktop-Look, der den herkömmlichen Datei-Explorer mit Microsofts Browser zu einem mächtigen General-Explorer verschmelzen ließ. Endlich konnten mehrere Kopier-, Lösch- und Verschiebevorgänge gleichzeitig durchgeführt werden. Das Navigieren in Verzeichnissen wurde einfacher, statt des gewohnten Doppelklicks waren die wie Hyperlinks dargestellten Dateien mit einem Klick startbar.
Endkunden konnte sich außerdem über eine Vereinfachung beim lästigen Umgang mit Treibern freuen. Insbesondere neue Grafikkartentreiber führten zuvor noch bei De- und Installation mitunter schnell zu einem heillosem Durcheinander.
Die Hardware-Voraussetzungen von Windows 98 stiegen im Vergleich zu Windows 95 deutlich an. Zwar lief es auch auf einem 486er mit 100 MHz und 16,0 MByte RAM, damals empfahlen wir jedoch einen PC der Pentium-Klasse und mit 32,0 MByte Arbeitsspeicher. Wer hingegen Spiele mit anspruchsvollsten Settings flüssig genießen wollte, der war mit einem Pentium II, 64,0 MByte RAM und einer großen Festplatte gut beraten.
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