In Las Vegas wurden in den letzten Tagen auf der CES 2026 eine Vielzahl von neuen Laptops vorgestellt. In diesem Artikel möchte ich euch die fünf Geräte vorstellen, auf die ich mich am meisten freue und die ihr mit Sicherheit im Laufe des Jahres in einem ausführlichen Test sehen werdet.
Außer Konkurrenz: Lenovo Legion Pro Rollable
Wenn es ein Notebook auf dieser CES gab, das wirklich herausgestochen ist, dann war es das Legion Pro Rollable von Lenovo. Kein anderer Hersteller traut sich aktuell, Laptops mit ausfahrbaren Displays vorzustellen, während Lenovo bereits entsprechende Notebooks verkauft. Das kleine ThinkBook Rollable mit vertikal ausfahrbarem Bildschirm hatten wir ja bereits im Test.
Das ausfahrbare Panel hatte mich damals einerseits begeistert, andererseits konnte ich persönlich mit dem langgezogenen Desktop im Alltag nicht wirklich viel anfangen. Bereits im Test hatte ich daher den Wunsch geäußert, dass Lenvo auch ein Modell bringt, bei dem sich das Panel horizontal erweitern lässt. Genau das ist jetzt mit dem Legion Pro Rollable passiert.
Ein Display, das sich auf Knopfdruck von 16 auf 24 Zoll vergrößern lässt, hat es in der Laptop-Welt bisher noch nicht gegeben. Über die genauen technischen Spezifikationen gibt es bisher noch keine Angaben. Bekannt ist nur, dass wohl Intels Core Ultra CPUs und eine RTX 5090 verbaut werden. Es handelt sich also um eine echte High-End-Maschine, die sich an anspruchsvolle Spieler richtet.
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Lenovo zeigt auf der CES 2026 das Legion Pro Rollable Concept
Leider gibt es bei diesem spannenden Gerät einen ganz großen Haken: Es ist bisher nur ein Konzept. Ob Lenovo das Legion Pro Rollable irgendwann wirklich auf den Markt bringt, ist unklar. Bei dem gezeigten Konzept-Modell soll es noch recht große Spalte an den Seiten des Displays geben.
Ich würde mal tippen, dass wir ein ähnliches Gerät in der zweiten Jahreshälfte oder vielleicht Anfang 2027 sehen werden. Ich rechne dann mit einem leicht anderen Design, bei dem die noch bestehenden Schwachpunkte behoben sind.
5.HP HyperX Omen Max 16
HP hat auf der CES 2026 mit dem HyperX Omen Max 16 überrascht. Dabei sind weniger die technischen Daten bemerkenswert, sondern die Aussage des Herstellers, dass das Gerät bis zu 300 Watt Verlustleistung abführen kann. HP spricht von 175 Watt für die GPU und 125 Watt für den Prozessor und will eine stabile Leistung
bei diesen Werten bieten.
Darunter verstehe zumindest ich, dass die 300 Watt nicht nur für 5 Minuten, sondern dauerhaft vom Kühlsystem bewältigt werden können. Darauf, wie das bei einem eher kompakten 16-Zoll-Gehäuse möglich ist, bin ich äußerst gespannt. Ich befürchte allerdings, dass wir vermutlich nicht nur bei der Leistung neue Rekorde sehen könnten, sondern auch bei der Lautstärke.
Technische Daten
- CPU: Intel Core Ultra 200HX Prozessoren
- Grafik: bis Nvidia RTX 5090
- Display: 16-Zoll-OLED mit 240 Hz
- RAM: bis 64-GB-DDR5-6400
- Speicher: bis 2-TB-M.2
- Kommunikation: -
- Akku: -
- Abmessungen: -
- Gewicht: -
Bemerkenswert ist bei der bisher bekannten Ausstattung auch, dass HP dem Omen Max 16 ein mechanisches Keyboard spendiert. Das ist leider selbst bei besonders hochpreisigen Gaming-Laptops noch eine absolute Seltenheit.
4. Schenker Element 16
Modulare Notebooks kannte man bisher eigentlich nur von Framework. Weniger bekannt ist vielleicht, dass Intel im Jahr 2021 schon ein Konzept für einen zumindest semi-modularen mobilen Rechner vorgestellt hatte. Das Projekt trug damals den Namen Intel NUC P14E Laptop Element
. Den Erben des genannten Konzepts hat Schenker mit dem Element 16 auf der CES vorgestellt.
Doch was bedeutet eigentlich semi-modular
? Bei den Framework-Rechnern kann man sehr viel umbauen. Egal, ob eine Tastatur mit oder ohne Ziffernblock oder ein Modul mit dedizierter Grafikkarte, hier ist vieles möglich.
Ganz so weit geht Schenker mit dem Element 16 nicht. Während bei einem Framework-Laptop die Schnittstellen zum Beispiel einzeln ausgetauscht werden können, gibt es beim Element 16 Platz für zwei Module, die jeweils mehrere Anschlüsse beinhalten.
Neben den Port-Modulen können laut Hersteller auch Akku, Lüfter und Tastatur leicht vom Anwender getauscht werden. Schenker spricht zudem von künftigen Upgrademöglichkeiten, bei denen das gesamte Mainboard inklusive CPU ersetzt werden kann.
Ich bin auf die Umsetzung gespannt und es interessiert mich sehr, ob sich die Teile auch problemlos von weniger erfahrenen Anwendern tauschen lassen. Und natürlich bin ich auf die Preisgestaltung gespannt. Die Geräte von Framework sind eher teuer, dafür ist deren Konzept auch deutlich kleinteiliger.
Technische Daten
- CPU: bis Intel Core Ultra 7 356H
- Grafik: iGPU
- Display: 16-Zoll-Panel mit einer Auflösung
- RAM: 16-GB-DDR5 (verlötet) plus bis zu 64-GB-DDR5
- Speicher: -
- Kommunikation: -
- Akku: -
- Abmessungen: -
- Gewicht: -
Schenker hat dagegen einen weniger modularen Ansatz gewählt und profitiert von der engen Zusammenarbeit mit starken Partnern wie Intel und Pegatron, daher hoffe ich auf deutlich niedrigere Preise als bei Framework.
3. Die neue Einstiegsserie von Alienware
Alienware hat auf der CES einige spannende Neuheiten vorgestellt, am interessantesten finde ich allerdings die angekündigt Entry-Level-Serie. Bisher hat man die Produkte des Herstellers meist mit hohen Preisen in Verbindung gebracht, das soll sich mit der kommenden neuen Serie ändern.
Leider hat Alienware bisher keine detaillierten Angaben zu den Rechnern gemacht. So ist weder der genaue Name der neuen Produktreihe bekannt, noch gibt es Infos zur Hardware. Berücksichtigt man die Zielgruppe, würde ich mal auf IPS-Displays und GPUs bis zur RTX 5070 tippen.
Alienware verspricht einen konkurrenzfähigen Preis, will aber gleichzeitig nicht bei Qualität, Kühlung und der Verarbeitung sparen. Mal sehen, wie das Resultat am Ende aussieht. Übrigens, mehr als dieses eine Bild oben gibt es bisher nicht.
2. MSI Raider 16 Max HX
Eine Systemleistung von 300 Watt scheint sich dieses Jahr zu einem kleinen Trend zu entwicklen. HP hat ja auf der CES bereits HyperX Omen Max 16 vorgestellt. Bei MSI will man da natürlich nicht zurückstehen und präsentiert der zahlungskräftigen Kundschaft das neue Raider 16 Max HX.
Viele Informationen gibt es zu dem Modell leider nicht, klar ist aber, dass es bei der Grafikkarte bis zum aktuellen Nvidia Topmodell RTX 5090 gehen wird. Rein optisch hat MSI dem neuen Raider eine Frischzellenkur in Form eines neu gestalteten Gehäuses verpasst. Es ist nicht auszuschließen, dass dieses Chassis auch für die angepasste Kühlung nötig wurde.
Denn wie ich bereits beim HP Notebook geschrieben hatte, bin ich sehr gespannt, wie der Hersteller es schafft, 300 Watt abzuführen. MSI will neben einem dritten Lüfter auch Phase-Change-Wärmeleitpaste einsetzen. Das verwundert ein wenig, da Flüssigmetall eine deutlich höhere Wärmeleitfähigkeit aufweist.
Technische Daten
- CPU: Modelle aus Intels Core Ultra 200HX Serie
- Grafik: bis Nvidia RTX 5090
- Display: bis 16-Zoll-OLED mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixel bei 240 Hertz
- RAM: -
- Speicher: -
- Kommunikation: -
- Akku: -
- Abmessungen: -
- Gewicht: -
Das neu gestaltete Gehäuse soll zudem mit einer Service-Klappe ausgestattet sein, die Anwendern einen schnellen Tausch von RAM und zwei M.2-SSDs ermöglicht. Mal sehen, was 300 Watt Systemleistung am Ende bei der Performance wirklich bringen und wie hoch die Lautstärke sein wird. Spannend könnte zudem ein Vergleich der 300-Watt-Boliden von HP und MSI sein.
1. Asus Zephyrus G16
Am meisten gespannt bin ich auf das neue Zephyrus G16 von Asus! Bereits der direkte Vorgänger war ausgesprochen beliebt und konnte durch ein kompaktes Chassis und eine gute Leistung viele von euch überzeugen.
Das formschöne Alu-Gehäuse bleibt mit minimal 1,49 Zentimetern an der dünnsten Stelle sehr flach. Dennoch stopft Asus auch eine RTX 5090 in das zierliche Chassis. Viel interessanter als die GPU werden aber in diesem Jahr die neuen Intel Panther Lake CPUs, die auch das Zephyrus G16 antreiben.
Technische Daten
- CPU: bis Intel Core Ultra 9 386H
- Grafik: bis Nvidia RTX 5090
- Display: 16-Zoll-OLED mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixel bei 240 Hertz
- RAM: bis 64-GB-LPDDR5x-8533 (verlötet)
- Speicher: bis 2-TB-M.2
- Kommunikation: WiFi 7, Bluetooth 6.0
- Akku: 90 Wh
- Abmessungen: 1,49 bis 1,79 x 35,4 x 24,6 Zentimeter
- Gewicht: 1,85 bis 1,95 kg
Es sind die neuen Prozessoren, die es dem Hersteller ermöglichen, die TGP für die Grafikkarte von 130 auf nun 160 Watt anzuheben. Dazu soll die neue CPU-Generation eine sehr hohe Effizienz bieten und damit zu deutlich längeren Akkulaufzeiten führen.
Ein weiteres Highlight dürfte das neue Nebula OLED-Display sein, das laut Hersteller bis 1100 Nits hell wird. Damit sollten mehr als genug Reserven vorhanden sein, um die Reflexionen der spiegelnden Panel-Oberfläche zu überstrahlen. Schon die Vorgängergeneration des G16 hatte eines der besten OLED-Panels, die der Markt so zu bieten hat, das neue Modell dürfte hier noch einen draufsetzen.
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