Ich gebe es zu: Der Apple-Kosmos hatte mich lange Zeit fest im Griff. iPhone, iPad, Apple Watch, AirPods etc. – ich hatte alles. Viele Geräte verwende ich auch heute noch, doch von meiner Apple Watch habe ich mich beispielsweise schon vor gut fünf Jahren verabschiedet.
Gleiches wollte ich im Bereich Kopfhörer tun. Meine inzwischen sechs Jahre alten AirPods der ersten Generation halten nicht mehr besonders lange durch, zudem finde ich sie klanglich und ANC-technisch nicht besonders gut.
Da ich in den vergangenen Jahren einige In-Ear-Kopfhörer anderer Hersteller getestet habe und privat gute Erfahrungen mit Sony-In-Ears gemacht habe, habe ich mich entschlossen, etwas Neues zu kaufen.
In meinem letzten Urlaub ging es nach Japan und dort habe ich im Januar dieses Jahres ein gutes Angebot für die Sony WF-1000XM5 gefunden. Für knapp 130 Euro habe ich sie gekauft und mit nach Hause genommen.
Ich muss sagen: Der Klang gefällt mir richtig gut und auch das ANC ist sehr stark. In beiden Punkten sind die Sony-Ohrhörer meinen AirPods überlegen – und trotzdem greife ich im Alltag immer wieder zu den Apple-In-Ears.
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Tragekomfort: Apple kann es einfach
Für mich der größte Vorteil für Apple: Der Tragekomfort.
Die AirPods sitzen innerhalb von einer Sekunde im Ohr und dank der sehr weichen Silikonaufsätze spüre ich die In-Ears kaum. Ich kann sie den ganzen Tag über tragen, ohne, dass mich etwas stört.
Bei Sony verhält es sich anders. Die WF-1000XM5 kommen mit Memory-Foam-Aufsätzen und besitzen zudem ein Knopfdesign.
Das Einsetzen erfordert mehr Geduld, man muss sie etwas fester ins Ohr stecken und dann noch drehen, damit sie vernünftig sitzen. Auf Dauer drücken sie bei mir etwas, sodass ich sie nicht über viele Stunden am Stück tragen möchte.
Bedienung: Pinch schlägt Klopfen
Auch die Bedienung, also Musiksteuerung, gefällt mir bei Apple besser. Die Pinch-Gesten am Stil funktionieren einwandfrei und auch mit dünnen Handschuhen.
Bei den Sony-Kopfhörern erfolgt die Steuerung über Klopfgesten. Einerseits finde ich das teilweise unangenehm, andererseits verpasse ich häufiger die korrekte Touchfläche – klopfe wie wild, und nichts passiert. Das nervt.
Tragekomfort und Bedienung sind für mich die ausschlaggebenden Punkte, weshalb ich in den meisten Fällen weiterhin zu meinen AirPods greife – etwa wenn ich nochmal schnell einkaufen gehe.
Nahtloses Koppeln bleibt Trumpf
Nicht zu unterschätzen bleibt auch das nahtlose Koppeln der Apple-Kopfhörer. Vom iPhone ans iPad, an den Mac – der Wechsel innerhalb der Apple-Welt erfolgt blitzschnell. Das klappt in den meisten Fällen ohne manuellen Zutun, vor allem aber ohne erneutes Koppeln.
Das klappt mit Sony-Kopfhörern so nicht, zumindest nicht bei der Verbindung von mehr als zwei Geräten.
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Mein Fazit
Meine Sony WF-1000XM5 bleiben meine erste Wahl auf Reisen, weil das ANC einfach deutlich besser ist. Im Alltag kann ich mich mit ihnen aber nur bedingt anfreunden, denn für mich überwiegen die Vorteile der AirPods Pro:
- Toller Tragekomfort
- Einfache und zuverlässige Bedienung
- Nahtloses Wechseln zwischen Geräten
Ich bin daher froh, dass die alten AirPods nach sechs Jahren noch funktionieren, auch wenn der Akku nicht mehr so lange hält wie am ersten Tag.
Interessant fand ich bei dieser Erfahrung aber vor allem eines: Ich dachte immer, ANC und Klang stünden für mich bei Kopfhörern an erster Stelle. Das tun sie jedoch nicht.
Bedienung und Tragekomfort sind für mich persönlich viel wichtiger – dafür gehe ich dann auch gerne Kompromisse ein.

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