Eigentlich war ich beim Auspacken eher skeptisch. Noch ein Küchengerät, das Platz braucht, Lärm macht und am Ende in der Abstellkammer landet? Aber der Ninja Creami hat sich in kürzester Zeit zum meistgenutzten Gerät in meiner Küche nach Airfryer und Toaster gemausert, besonders während der hohen Sommertemperaturen.
Seitdem weiß ich genau, was in meinem Eis steckt und habe kein reguläres Eis mehr gekauft. Vorlieben, Tagesbedarf, Geschmack: ich kann mein Eis ganz nach Belieben anpassen. Ein paar Dinge zu beachten, bevor ihr kauft, gibt es schon. Denn das Gerät ist alles andere als leise.
Was ist das Besondere am Ninja Creami?
Der Ninja Creami funktioniert im Grunde wie eine klassische Eismaschine. Man friert zuerst die Zutaten komplett ein und das Gerät verarbeitet den gefrorenen Block anschließend mit einem rotierenden Schaber zu einer - im besten Fall - samtigen, cremigen Masse.
Wie cremig das Ergebnis wird, hängt von den Zutaten ab. Milchprodukte oder bestimmte Früchte, wie Banane oder Mango, eignen sich besonders gut.
Das eröffnet enorme Möglichkeiten: Der Creami kann Eiscreme, Sorbet, Gelato, leichte Eiscreme, Smoothie Bowls, Milchshakes und sogar Protein-Desserts herstellen – dank sieben voreingestellter Programme auf Knopfdruck. Das bedeutet: Ob vegan, zuckerfrei, laktosefrei, eiweißreich, fruchtig oder schokoladig. Ihr entscheidet, was in euren Becher kommt.
Ein weiterer Pluspunkt für mich: Die Ergebnisse sind für mich hochwertiger als das, was ich aus dem Supermarkt kenne, gesünder und auch deutlich günstiger in ihrer Produktion. Für einen Becher von ungefähr 0,5 Litern mit Banane, Hafermilch und etwas Proteinpulver zahle ich weniger als zwei Euro.
Wie benutzt man den Ninja Creami richtig?
In der Handhabung kann man quasi nichts falsch machen, weil der Ninja Creami nur anspringt, wenn man alle Schritte richtig befolgt hat. Behälter in die Halterung, Deckel mit Klinge einsetzen, festziehen und Knopf drücken.
Das Prinzip der Vorbereitung ist einfach: Zutaten in den mitgelieferten Becher geben, einfrieren (idealweise mindestens 24 Stunden), dann den gefrorenen Block in die Maschine einsetzen und das passende Programm starten. Ich nutze gerne eine Mischung aus Hafermilch, Banane und Proteinpulver.
Je nach Rezept empfiehlt sich nach dem ersten Durchgang ein weiterer Re-Spin
, um die Textur noch feiner zu machen. Wer mag, kann nach dem ersten Mixvorgang auch Toppings dazu geben, wie Schokostückchen oder einen Löffel Erdnussbutter und dann einen erneuten Durchlauf starten.
Ninja Creami: Wo die Eismaschine ihre Tücken hat
Man muss bedenken, dass der Creami sich durch eine harte, gefrorene Masse zu fräsen hat. Das geschieht nicht ohne entsprechende Geräuschkulisse. Das Gerät ist laut, lauter als ein handelsüblicher Staubsauger. Tatsächlich verlasse ich oft die Küche, wenn ich das Gerät starte, um mich dem Lärm nicht aussetzen zu müssen.
Auch muss man darauf achten, den Becher nicht vollständig und gleichmäßig zu füllen. Ist der Becher zu voll, kann sich die Klinge nicht ordentlich durchbewegen. Sind zu viele große Stücke im Weg, können die Zutaten im Behälter herumspringen, zum Beispiel bei großen, gefrorenen Früchten. Da lohnt es sich, je nach Zutaten das Eis mit einer Küchenmaschine vorzupürieren.
Wenn sich nämlich die Creami-Klinge senkrecht nach unten arbeitet, können harte Stücke an der Klinge vorbeispringen und das Gerät wackelt kurz, die Klinge löst sich komplett und es kann das Material beschädigt werden. Zwar ist mir die Klinge nur zweimal stecken geblieben, seitdem ich ihn nutze, aber dennoch ist mir bei beiden Malen durch das plötzliche Rumoren das Herz in die Hose gerutscht.
Mit einer Höhe von 40,5 cm, einer Breite von 16,5 cm und einer Tiefe von 27 cm nimmt der Ninja Creami ordentlich Platz ein. Zwar lässt er sich problemlos auch in kleineren Küchen aufbauen, bringt aber rund 6,4 Kilogramm auf die Waage. Wer also wenig Platz hat, wird ihn sicherlich auch mal wegräumen müssen. Das Design ist modern und überwiegend aus Plastik, was ihn jedoch nicht billig wirken lässt.
Zu guter Letzt sollte man den Reinigungsaufwand nicht unterschätzen. Vor allem, wenn Kuhmilch verwendet wird. Deckel, Messer und Becher können einfach in die Spülmaschine. Die Schraube, die die Klinge dreht, muss aber auch nach jeder Nutzung gründlich gereinigt oder zumindest abgewischt werden, sonst entsteht schnell ein unangenehmer Geruch.
Fazit: Lohnt sich der Kauf des Ninja Creami?
Wenn ihr Freude am Selbermachen habt, individuelle Ernährung liebt und auf frische Zutaten setzt, dann gebe ich euch ein klares Ja. Der Ninja Creami ist ein tolles Gerät für Eisliebhaber:innen, Foodies und Fitness-Fans. Wer seine Lieblingssorten einfriert und durchwechselt, hat eigentlich immer Ready to Cream
-Becher im Gefrierfach und kann spontan loslegen.
Ein paar Dinge müsst ihr jedoch akzeptieren: Das Gerät ist wirklich laut und nicht sonderlich kompakt. Der Reinigungsaufwand ist moderat, aber nicht zu vernachlässigen. Aber dafür bekommt man echte Kontrolle über Geschmack, Zutaten, Nährwerte und Vielfalt und das in einer Qualität, die selbst so manche Eisdiele nicht bietet.
Ich nutze den Creami ungefähr zweimal pro Woche. Für Protein-Eis, für cremige Nicecream
aus Banane und Hafermilch, für Sorbets mit Sommerbeeren oder Milchshakes. Seitdem er da ist, habe ich kein abgepacktes Eis mehr gekauft und ich vermisse es auch nicht wirklich.
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