Amazon soll Büchereien ersetzen - Aufregung um Steuerspar-Vorschlag in den USA

In den USA gibt es auch Buchläden von Amazon und die sollten laut einem Vorschlag von Forbes die lokalen Büchereien ersetzen.

von Georg Wieselsberger,
23.07.2018 10:14 Uhr

Amazon statt Bücherei, um Steuergelder zu sparen und Aktionäre glücklich zu machen - das ist der Vorschlag von Forbes.Amazon statt Bücherei, um Steuergelder zu sparen und Aktionäre glücklich zu machen - das ist der Vorschlag von Forbes.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat durch einen Artikel für viel Aufregung in den USA gesorgt. Der Autor Panos Mourdoukoutas schlägt darin vor, dass Amazon durch seine eigenen »Bookstores«, die es in den Vereinigten Staaten gibt, die weit verbreiteten lokalen Büchereien ersetzen sollte.

Büchereien nicht mehr wichtig

Die Idee einer örtlichen Bücherei sei einmal wichtig gewesen, da auf diese Weise Bücher, Magazine und Zeitungen für die Massen verfügbar waren und gleichzeitig auch ein Ort geboten wurde, um in Ruhe zu lesen oder Nachforschungen zu betreiben. Außerdem bieten Büchereien in den USA auch Leihvideos und kostenlosen Internetzugang.

Doch laut Mourdoukoutas sind alle diese Punkte heute nicht mehr so wichtig, weil man beispielsweise bei Starbucks ebenso gut lesen, im Internet surfen, Freunde treffen und dabei sogar Kaffee trinken könne. Manche Leute würden daher ihre Kundenkarte von Starbucks mehr nutzen als ihre Büchereikarte. Auch digitale Angebote würden Leih-Angebote der Büchereien überflüssig machen.

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Amazon Bookstores statt Büchereien

Daher schlägt der Artikel vor, dass Amazon Bookstores Büchereien ersetzen sollten, vielleicht ergänzt durch den Verkauf von Kaffee. Das würde nicht nur Steuergelder sparen, sondern gleichzeitig auch noch den Wert von Amazon für die Aktionäre erhöhen.

Wie Mashable berichtet, sorgt dieser Vorschlag für viel Kritik. Die Büchereien in den USA würden auch E-Books, Audio- und Video-Streams anbieten, die kostenlos seien. Außerdem sei es wohl kaum notwendig, Amazon-Chef Jeff Bezos, den reichsten Mensch der Welt, noch reicher zu machen, indem man Menschen mit geringem Einkommen ihre Hauptquelle für Bücher wegnehme.

Zudem seien die Büchereien in den USA auch die Orte, an denen soziale Programme angeboten werden, sich Wähler zur einer Wahl registrieren lassen oder Menschen die US-Staatsbürgerschaft beantragen. Mourdoukoutas wird von Twitter-Nutzern vorgeworfen, selbst keine Büchereien zu besuchen und daher zu denken, auch niemand anderes benötige diese Angebote.

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