AMD Radeon RX Vega - Hohe Preise und Lieferprobleme auch wegen HBM2

Die Tatsache, dass die aktuelle AMD Radeon RX Vega 64 von AMD schwer und teuer als Einzelkarte zu finden ist, soll auch am Videospeicher HBM2 liegen.

von Georg Wieselsberger,
27.08.2017 10:34 Uhr

Auch HBM2 soll zu den Problemen bei der AMD Radeon RX Vega beitragen. Auch HBM2 soll zu den Problemen bei der AMD Radeon RX Vega beitragen.

In den letzten Tagen hatten wir schon mehrmals darüber berichtet, dass die AMD Radeon RX Vega 64 im Handel nur schwer als Einzelkarte zu finden ist und die Preise deswegen deutlich über dem liegen, was AMD versprochen hatte und auch wieder erreichen will. Bisher gelten vor allem die Miner von Kryptowährungen wie Ethereum als Ursache für die Knappheit, da die Vega-Grafikkarten von AMD eine sehr gute Rechenleistung in diesem Bereich bieten.

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Produktionsprobleme wegen HBM2

Doch anscheinend gibt es bei der Produktion der Grafikkarten auch Probleme, die im Zusammenhang mit dem von AMD eingesetzten HBM2 stehen sollen. Die Schwierigkeiten sollen beim Packaging entstehen, bei denen der eigentliche Vega-10-Grafichip zusammen mit den HBM2-Chips auf eine kleine Platine, den Interposer, aufgebracht wird. Hier soll es mit der Technik des dafür zuständigen Unternehmens Advanced Semiconductor Engineering (ASE) Probleme geben, so Digitimes.

Kürzlich war auch bekannt geworden, dass genau diese Zusammenstellung von GPU und HBM2 in mehreren Versionen mit verschieden hoher Bauweise existiert, da AMD HBM2 von Samsung und SK Hynix nutzt, die nicht gleich groß sind. Die Entscheidung für HBM2 sorgt zwar für kleine Hauptplatinen bei den Grafikkarten, scheint aber auch Nachteile mit sich zu bringen.

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Entscheidung für HBM2 fiel schon vor Jahren

Allerdings konnte sich AMD nicht mehr umentscheiden und bei Vega nicht einfach auf das bewährte GDDR5 oder GDDR5X setzen, wie Gamersnexus meldet. HBM2 und die Herstellung des Interposers seien nun anscheinend teurer als beim Start des Vega-Designs vor einigen Jahren gedacht. Trotz Preissteigerung bei GDDR5 sei HBM2 rund drei Mal so teuer, liefere aber auch drei Mal so viel Bandbreite pro Watt wie GDDR5. Die hohe Bandbreite sei der Grund für die Entscheidung von AMD gewesen, da die Vega-Architektur laut Gamersnexus sehr schnellen Speicher benötigt.

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