Ryzen 5000: Warum es jetzt an der Zeit ist, zu AMD zu wechseln

Hardware-Experte Alex ist überzeugt: AMD ist mit den Ryzen 5000 Historisches gelungen ist - und diese könnten Intel nun den Performance-Thron streitig machen.

von Alexander Köpf,
09.10.2020 14:25 Uhr

AMD überspringt mit Ryzen 5000 nicht nur eine Nomenklatur (Ryzen 4000), sondern auch Konkurrent Intel - findet Autor Alexander Köpf. AMD überspringt mit Ryzen 5000 nicht nur eine Nomenklatur (Ryzen 4000), sondern auch Konkurrent Intel - findet Autor Alexander Köpf.

Endlich ist es soweit: AMD hat mit Ryzen 5000 gute Chancen, Intel den letzten verbliebenen Performance-Thron streitig machen. Es dürfte also wieder maximale Konkurrenz im Spiele-Sektor geben (bei allen Auflösungen unterhalb von 4K zumindest).

Ich will da ganz ehrlich sein: So sehr ich AMD mag und mich über Ryzen 3000 gefreut habe, ganz da, wo ich die Ryzen-Prozessoren haben wollte, waren sie einfach nicht.

Klar, zwölf oder gar sechzehn Kerne wie beim Ryzen 9 3900X oder Ryzen 9 3950X sind beeindruckend, aber letztlich bin ich ein Spieler. Und als solcher will ich einfach die maximale Performance - in Spielen! Das konnte mir AMD schon lange nicht mehr bieten. Genau gesagt, seit der Zeit der legendären Athlon-64-, spätestens aber seit den Phenom-Prozessoren nicht mehr.

Zwischenzeitlich waren die AMD-CPUs sogar so schlecht, dass ich fast vergessen hatte, wie viel Freude ich einst damit hatte. Dank der FX-Bulldozer-Prozessoren fühlte ich mich - wie vermutlich auch viele andere - gezwungen, auf Intel umzusatteln. Nicht, dass ich etwas gegen Intel hätte, aber AMD war einfach preisgünstiger und dabei ebenbürtig. Zudem war ich jung und hatte wenig Geld.

Mit den Ryzen 5000 will AMD nun aber endgültig wieder an alten Zeiten anknüpfen - und vielleicht sogar mehr als das.

Der Autor
Alexander Köpf ist seit Mai 2019 Freier Autor in der Hardware-Redaktion von GameStar. Wir hoffen, dass das nicht der Grund ist, warum er auf dem Redakteursbild so grimmig schaut. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass er im letzten Jahrzehnt keinen AMD-Prozessor mehr gekauft hat. Denn seit seiner Jugend gab es für ihn eigentlich nix anderes als AMD. Und das hätte sich vermutlich niemals geändert, wären da nicht die Bulldozer-Prozessoren gekommen. Umso mehr freut er sich auf die neuen Ryzen 5000 und den endgültig entbrannten Kampf um die Performance-Krone.

Das Ganze ist die Summe seiner Teile

Interessant daran ist vor allem, wie AMD dieses Meisterstück gelungen sein will. Denn im Gegensatz zu den Ryzen 3000, die mit ihrer glatt verdoppelten maximalen Kernzahl und dem 7-Nanometer-Verfahren für echte Furore sorgten, ändert sich bei den Ryzen 5000 auf den ersten Blick nur wenig. Auch die Taktraten steigen nur um 100 bis 200 MHz.

Zugegeben, über die exakten technischen respektive architektonischen Details der Zen-3-Architektur wissen wir bislang nur sehr wenig. Lediglich, dass die Fertigung weiterhin im »normalen« 7-Nanometer- und nicht im fortschrittlicheren Extreme-Ultraviolet-Verfahren (N7+) bei TSMC erfolgt.

Die von AMD postulierte Steigerung der Leistung pro Taktzyklus (IPC) von satten 19 Prozent (siehe Screenshot weiter unten im Text) im Vergleich zu Zen 2 lässt sich also kaum von einer verbesserten Fertigung ableiten. Bleibt nur die Architektur.