Prozessoren aus einem Verkaufsautomaten: Mit etwas Glück ist ein Ryzen 3000 drin

In Japan könnt ihr Lootboxen aus einem Automaten ziehen. Darin sind immer Prozessoren, aber nicht immer aktuelle Ryzen-CPUs.

von Alexander Köpf,
01.09.2021 12:23 Uhr

Automaten erfreuen sich in Japan großer Beliebtheit. In der Regel befinden sich darin Getränke und Lebensmittel, ganz wie bei uns. Aber es gibt auch Automaten für (neue) Unterwäsche und welche, aus denen Überraschungen gelassen werden können.

Dieser modernen Tradition folgend, gibt es in Japan neuerdings sogar einen Verkaufsautomat, der Lootboxen in Form von Ryzen-Schachteln auswirft. Und darin befinden sich tatsächlich auch Prozessoren. Aber längst nicht alle sind aktuelle Ryzen-CPUs, schließlich handelt es sich um Glücksspiel.

Das Thema Lootboxen in Spielen steht schon seit geraumer Zeit in der Kritik. In Deutschland will man mittlerweile härter gegen das Glücksspiel vorgehen:

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Wie funktioniert der Automat?

Interessierte müssen 1.000 Japanische Yen einwerfen, was nach aktuellem Wechselkurs (Stand: 1. September 2021) umgerechnet sieben Euro und 70 Cent entspricht. Der Warenautomat spuckt dann eine der Schachteln mit dem Aufdruck Ryzen 5 aus.

Was kann sich in den Lootboxen befinden?

Wie ein japanischer Youtube-Kanal angibt, besteht eine Chance von 50 Prozent, aus den Lootboxen ein Los zu ziehen. Das gilt es dann auszufüllen, um aus einem weiteren Lostopf mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu 30 eine Ryzen-CPU zu gewinnen.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um aktuelle Prozessoren auf Basis der Zen-3-Architektur, respektive Ryzen 5000, sondern im besten Fall um einen Prozessor aus der Ryzen-3000-Familie (Zen 2, Matisse). Welche Prozessoren es genau sind, geht mangels adäquater Übersetzung und Sprachkenntnisse nicht aus dem Video hervor.

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Prozessoren befinden sich übrigens in allen Lootboxen. Jedoch sind das offenbar ältere Modelle, manchmal sogar mehrere, die modernen Ansprüchen wohl kaum mehr genügen. So will PC World an den goldenen Rändern einer CPU einen Intel Core i5 661 erkannt haben.

Intel Core i5 661

Der Intel Core i5 661 erschien im ersten Quartal 2010, also vor über elf Jahren, basiert auf einem 32-Nanometer-Verfahren, bietet zwei Kerne und vier Threads und taktet mit 3.330 bis 3.600 MHz. Dazu kommt noch eine integrierte Grafikeinheit der Intel-HD-Reihe und Unterstützung für DDR3-Arbeitsspeicher sowie PCI Express 2.0.

Was meint ihr? Coole Sache, oder nur eine verrückte Idee aus dem Land der aufgehenden Sonne? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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