Zehn Jahre AM4: AMD hat gerade seine wohl bekannteste Gaming-CPU zurückgebracht

AMD bringt den Ryzen 7 5800X3D als 10th Anniversary Edition zurück. Spieler mit AM4-Plattform können ab dem 25. Juni wieder auf die schnellste Gaming-CPU ihrer Plattform zurückgreifen.

Der AMD Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition – die beliebteste Gaming-CPU der AM4-Ära kehrt zurück. (© AMD via YouTube) Der AMD Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition – die beliebteste Gaming-CPU der AM4-Ära kehrt zurück. (© AMD via YouTube)

Totgesagte leben länger: Rund anderthalb Jahre, nachdem AMD den Ryzen 7 5800X3D »beerdigt« hatte, kehrt die einst beste Gaming-CPU zurück. Dies kündigte das Unternehmen zur anstehenden Computex 2026 (2. bis 5. Juni) an.

Passend zum zehnjährigen Bestehen der 2016 vorgestellten AM4-Plattform wird der Ryzen 7 5800X3D als »10th Anniversary Edition« reaktiviert und liefert damit allen Interessierten, die den Upgrade-Zeitpunkt damals verpasst haben, eine neue Chance.

Video starten 5:35 AMD Ryzen 5000 - Wie sind die Prozessoren aufgebaut? - Wie sind die Prozessoren aufgebaut?

Ryzen 7 5800X3D: Identische Specs, neuer Kontext

Wie AMD weiterhin ausführt, soll der Ryzen 7 5800X3D ab dem 25. Juni 2026 in den Verkaufsregalen stehen. Die unverbindliche Preisempfehlung beläuft sich auf 349 US-Dollar – immerhin 100 US-Dollar weniger im Vergleich zu seiner einstigen Markteinführung 2022.

Ein Europreis ist zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung in keinen offiziellen AMD-Angaben zu finden; die Kollegen von Heise wollen aber 360 Euro in Erfahrung gebracht haben.

  • Zur Erinnerung: Damals startete der Ryzen 7 5800X3D bei uns für einen Preis von 489 Euro.
  • Der Lieferumfang enthält zudem ein Carbice Ice Pad – dabei handelt es sich um ein Wärmeleitpad, das die klassische Wärmeleitpaste ersetzen soll.
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An den technischen Daten selbst ändert sich bei der Ryzen 7 5800X3D 10th Anniversary Edition nichts gegenüber dem Original von 2022.

Acht CPU-Kerne auf Basis der Zen-3-Architektur takten mit 3,4 GHz; im Boost geht's auf bis zu 4,5 GHz hoch. Die thermische Verlustleistung liegt bei 105 Watt TDP, unter Last können bis zu 142 Watt anfallen.

  • Das große Verkaufsargument für PC-Spieler darf natürlich nicht fehlen: 96 MByte L3-Cache inklusive AMDs 3D-V-Cache – also einem aufgestapelten Cache-Die über dem Prozessorchip.
  • So müssen Spieletitel deutlich seltener in den trägen Hauptspeicher greifen, was sich in Spielen direkt in höheren und stabileren Bildraten niederschlägt.

Selbst im Vergleich zum aktuellen Intel-Spitzenreiter in Form des Core Ultra 7 270K Plus schlägt sich der Ryzen 7 5800X3D mehr als ordentlich; von älteren und kleineren Modellen ganz zu schweigen.


Warum ausgerechnet jetzt?

Hinter dem Comeback dürfte mehr als bloße Nostalgie stecken. Seit Ende 2025 war die AM4-Plattform schlicht ohne X3D-Option: Der Ryzen 7 5700X3D, der günstigere Nachzügler, hatte als letzter seinen EOL-Status erreicht und war aus dem Handel verschwunden.

Das wäre an sich nicht weiter tragisch, schließlich ist AM4 bereits ein Jahrzehnt alt – wenn da die Speicherkrise nicht wäre. DDR5-Module kosten seit Monaten das Drei- bis Vierfache ihres damaligen Preises, weil KI-Rechenzentren die Produktionskapazitäten absorbieren. Hinzu kommen potenzielle Kosten für AM5-Mainboards, die ebenfalls teurer gegenüber ihren AM4-Äquivalenten ausfallen.

Ein Upgrade von AM4 auf AM5 ist dadurch merklich teurer geworden – wer aber ein Gaming-Upgrade innerhalb der alten Generation sucht, könnte jetzt wieder fündig werden.

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