Vor 45 Jahren erschien Donkey Kong und markierte die Geburt von gleich zwei legendären Videospiel-Figuren: Neben dem namensgebenden Affen feierte hier schließlich auch Super Mario seinen ersten Auftritt. Fast wäre es aber nicht dazu gekommen. Denn eigentlich plante Nintendo mit einem ganz anderen Helden, nämlich der berühmten Comicfigur Popeye.
Vom Matrosen zum Klempner
Die ursprüngliche Idee von Shigeru Miyamoto war es, Popeye gegen seinen Erzfeind Bluto antreten zu lassen. Der pfeiferauchende Matrose hätte natürlich um seine Freundin Olive Oyl gekämpft, die auch in der Comicvorlage regelmäßig von Bluto entführt wird. Das Spielprinzip ähnelte aber schon stark dem, was schließlich Donkey Kong werden sollte (Hier seht ihr eine frühe Skizze für die Popeye-Version).
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Allerdings stieß Nintendo auf Schwierigkeiten: Zum einen gab es Probleme mit der Lizenz - was genau schieflief, ist nicht bekannt. Aber es erwies sich auch als schwieriger als gedacht, Popeye und Bluto in das übliche Format von 16 mal 16 Pixeln zu pressen. Zu viele Details und damit auch der Charakter der Figuren ging verloren.
Zunächst wurde Bluto deshalb durch einen Affen ersetzt, Olive Oyl wich Pauline und schließlich auch der spinatessende Seemann einem New Yorker Zimmermann. Richtig gehört: Mario war damals noch gar kein Klempner, die berufliche Neuorientierung erfolgte erst später. Mario und Donkey Kong waren also nur die Aushilfsbesetzung, bevor sie selbst zu ikonischen Figuren wurden.
Die ursprüngliche Idee eines Popeye-Spiels lässt sich in Donkey Kong allerdings immer noch erkennen. Die Baustelle als Level wurde wahrscheinlich von der Episode A Dream Walking inspiriert, in der Olive Oyl über die Stahlträger eines Gerüsts schlafwandelt.
Ein Jahr nach Donkey Kong erschien dann übrigens doch noch ein Popeye-Spiel von Nintendo. Popeye und die anderen Figuren wurden hier deutlich detaillierter dargestellt, allerdings auf Kosten des Leveldesigns, das zum Ausgleich sehr viel simpler ausfallen musste.

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