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Android Updates sollen künftig viel schneller erfolgen

Google will die Update-Probleme von Android mit einer neuen Strategie beheben. Teil davon sind Vereinfachungen für Entwickler, die an Android arbeiten.

von Sara Petzold,
25.11.2019 20:13 Uhr

Android 10 soll dank neuer Struktur(en) die Versorgung von Smartphones mit Updates deutlich erleichtern und damit beschleunigen. Android 10 soll dank neuer Struktur(en) die Versorgung von Smartphones mit Updates deutlich erleichtern und damit beschleunigen.

Android OS, das auf Linux basiert, bietet jede Menge Vorteile, unter anderem die Modularität des Frameworks. Allerdings liegt genau darin auch ein zentrales Problem von Android begründet: nämlich die Fragmentierung der verschiedenen Android-Versionen.

Weil viele unterschiedliche Smartphone-Hersteller ihre Geräte mit angepassten Android-Versionen ausstatten, müssen sie von Google ausgelieferte Updates erst für die jeweilige Hardware anpassen. Und das kann teilweise ganz schön lange dauern - vor allem, weil es sich auch finanziell nicht mehr auszahlt, je älter die Smartphones werden. Aber selbst Besitzer neuer Smartphones warten oft Monate auf ein Android-Update, das Google längst veröffentlicht hat.

Project Treble existiert seit Android 8.0 Oreo. (Bildquelle: Android) Project Treble existiert seit Android 8.0 Oreo. (Bildquelle: Android)

Um diesem seit Jahren vorherrschenden Ärgernis von Android OS zu begegnen, hat Google mittlerweile verschiedene interne Projekte am Start, die Abhilfe schaffen sollen. Wie von GoogleWatchBlog zusammengefasst handelt es sich dabei um Project Treble, Project Mainline und ein neuer Linux-Kernel:

  • Project Treble gibt es seit Android Oreo und teilt Android in mehrere Layer auf. Dadurch müssen Smartphone-Hersteller nur noch das obere Layer anpassen - alles andere lässt sich mit Googles Standardversion updaten.
  • Project Mainline existiert seit Android 10 und basiert auf Project Treble und teilt das Betriebssystem in einzelne Module auf, die Google größtenteils selbst und herstellunabhängigüber den Play Store mit Updates versorgen kann.
  • Ganz neu ist die Info, dass der Android-Kernel künftig vollständig auf den Linux-Kernel setzen soll und damit Anpassungen überflüssig macht. So kann Google einfach den aktuellsten Linux Stable Kernel nutzen und erforderliche Anpassungen der Chipsatz-Hersteller sollen über separate Module erfolgen.

Google setzt ergänzend dazu auf einen Update-Zwang für alle Hersteller, die Android nutzen wollen. Dieser Zwang fällt allerdings ziemlich zahm aus. Zwar verpflichtet Google die Hersteller zu Sicherheitsupdates und Android-Updates für mindestens zwei Jahre nach Verkaufsstart der Smartphones oder Tablets. Wann die Hersteller diese Updates aber innerhalb des Zeitrahmens ausrollen, bleibt ihnen selbst überlassen.

Trotzdem dürften die Vereinfachungen und die Umstrukturierung von Android insgesamt den Update-Prozess deutlich erleichtern. Weil Google jetzt mehr Einfluss auf die Versorgung der Geräte mit Android-Updates besitzt, werden Android-Nutzer künftig schneller in den Genuss entsprechender Aktualisierungen kommen.

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