Potenzielle Brandgefahr: Anker ruft über eine Millionen Powerbanks zurück - bisher aber nur in den USA

Das Modell wurde zwischen 2016 und 2022 verkauft. Betroffen sind etwas mehr als 1,1 Millionen Geräte.

Anker ruft in den USA Powerbanks zurück. Anker ruft in den USA Powerbanks zurück.

Der chinesische Zubehör-Hersteller Anker hat in den USA eine umfangreiche Rückrufaktion gestartet. Die für Smartphones und andere Mobilgeräte gedachte Powerbank »Powercore 10000« mit der Modellnummer A1263 wurde als potenzielles Brandrisiko eingestuft und wurde möglicherweise auch in Deutschland verkauft.

Anker: Rückruf wegen Brandgefahr

Powerbanks sind besonders bei Reisenden sehr beliebt, da mit ihnen beispielsweise Handys, Tablets oder Kopfhörer aufgeladen werden können, wenn gerade keine Steckdose verfügbar ist. In den vergangenen Jahren gab es aber auch immer wieder Probleme mit den Geräten.

Einige Airlines verbieten die Nutzung von Powerbanks während dem Flug mittlerweile, weil die Gefahr besteht, dass sie in Flammen aufgehen. Genau dieses Problem hat die Kommission für Verbraucherproduktsicherheit in den USA, die USCPSC, kürzlich auch beim oben genannten Modell von Anker festgestellt.

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Offenbar wurden in den vergangenen Jahren insgesamt 19 Fälle gemeldet, in denen die Powerbank explodierte oder Feuer fing. Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt, zudem kam es zu Sachschäden.

Anker hat deshalb einen umfangreichen Rückruf der Powerbank eingeleitet. Auf der Webseite des Herstellers gibt es alle nötigen Informationen.

Demnach wurde das Modell zwischen Juni 2016 und Dezember 2022 verkauft. Betroffen sind etwa 1,1 Millionen Geräte. Mithilfe der aufgedruckten Seriennummer können Besitzer der Powerbank feststellen, ob ihr Gerät ebenfalls betroffen ist.

Das Modell »Powercore 10000« wurde und wird auch in Deutschland verkauft. Bei Anker selbst wird die Powerbank allerdings nicht mehr angeboten und wurde durch einen Nachfolger ersetzt. Unklar ist, ob sich noch Geräte mit der angesprochenen Modellnummer im Umlauf befinden.

Aktuell hat Anker den Rückruf noch nicht auf den europäischen Raum ausgeweitet. Unmöglich ist ein solches Szenario allerdings nicht. Auf der deutschen Rückruf-Webseite von Anker ist das Modell zumindest bisher nicht aufgeführt.

Andererseits ist es auch vorstellbar, dass die Modelle für den europäischen und den US-amerikanischen Markt aus unterschiedlichen Produktionsstätten und Chargen stammen und die erhöhte Brandgefahr tatsächlich nur in den USA besteht.

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