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Seite 2: AOC C3583FQ - Curved, 160 Hertz und FreeSync

Spieleleistung

Ergonomie: Neigung nach hinten Der Standfuß des FreeSync-TFTs bietet nur eine einzige Ergonomie-Funktion: Sie können den Monitor nach hinten...

Neigung nach vorne ...und nach vorne neigen. Ein Aufkleber auf dem Standfuß warnt gleichzeitig davor, sich dabei nicht die Finger am Scharnier einzuklemmen.

Zu einem guten Spielerlebnis tragen beim AOC-Monitor die hohe Bildwiederholrate von 160 Hertz und die Unterstützung von FreeSync wesentlich mehr bei als seine Wölbung. Während sich die maximal 160 Hertz vor allem dann durch ein sehr direktes Spielgefühl positiv bemerkbar machen, wenn ihr PC im entsprechenden Spiel hohe fps-Zahlen von 100 Bildern pro Sekunde oder mehr erreicht, kann FreeSync seine Stärken primär in niedrigen fps-Bereichen ausspielen.

Die auch als »Adaptive Sync bekannte Technik sorgt dafür, dass die Bildwiederholrate des Monitors in Einklang mit der Bildausgabe durch die Grafikkarte arbeitet. FreeSync setzt eine AMD-Grafikkarte ab der Radeon R7 260 voraus, Nvidias Gegenstück zu der Technik heißt G-Sync (mehr dazu im Artikel FreeSync gegen G-Sync).

FreeSync kann unserer Erfahrung nach vor allem im Bereich von 30 bis 40 fps für ein flüssigeres Spielgefühl sorgen, allerdings nicht im Falle des C3583FQ, bei dem die Technik erst ab 45 fps greift. Dadurch verschenkt der Monitor klar Potenzial, zumal man den Wechsel zwischen aktiven und nicht aktiven FreeSync durchaus etwas störend wahrnehmen kann, wenn die fps in einem Spiel im Bereich (mal darüber, mal darunter) von etwa 45 Bildern pro Sekunde liegen.

Kleine Einschränkungen bei der Spieletauglichkeit gibt es auch mit Blick auf sehr schnelle Spiele wie Ego-Shooter. Grundsätzlich eignet sich der C3583FQ mit seinem VA-Panel auch für solche Titel, zumal hier ebenfalls seine hohe Bildwiederholrate sehr von Vorteil ist. Im direkten Vergleich mit dem Benq XL2720T (TN-Panel, 120 Hertz) und dem Asus PG348Q (IPS-Panel, 100 Hertz) fühlt sich das Spielen von Counter-Strike: Global Offensive beim Benq-Monitor mit schnellen TN-Panel aber am flottesten an.

Dass die anderen beiden TFTs dieses Niveau nicht ganz erreichen, dürfte primär an ihren Panel-Technologien liegen. Die Reaktionszeiten von IPS- und VA-Panels sind zwar mittlerweile deutlich niedriger als noch vor ein paar Jahren, ganz so niedrig wie bei schnellen TN-Panels liegen sie in der Regal aber noch nicht. Wer also primär schnelle Ego-Shooter spielt, der greift unserem Eindruck nach immer noch am besten zu einem TFT mit TN-Panel, auch wenn das in der Regel etwas schlechtere Bildqualität bedeutet.

Auch die Overdrive-Funktion des C3583FQ ändert daran nichts, das Spielgefühl variiert in den verschiedenen Einstellungen unserem Eindruck nach so gut wie gar nicht. Interessante Randnotiz: Während bei aktivierten Overdrive ohne FreeSync auch auf der maximalen Overdrive-Stufe kaum störende Farbsäume an Objektkanten auszumachen sind, ist mit FreeSync das Gegenteil der Fall. Ist die Technik in Kombination mit der höchsten Overdrive-Stufe aktiv, treten Farbsäume deutlich sichtbar und in störenden Maß auf. Da der Overdrive aber wie beschrieben ohnehin kaum Einfluss auf das Spielgefühl hat, ist das leicht zu verschmerzen.

Input Lag

Video Signal Input Lag Tester
60 Hertz, Full HD, HDMI

  • Input Lag (Messwert abzüglich 16,67 ms)
Asus PG248Q TN-Panel, max. 180 Hertz
1,5
HP Pavillion 2710m TN-Panel, max. 60 Hertz
2,2
BenQ XL2720T TN-Panel, max. 120 Hertz
9,8
Acer XG270HU TN-Panel, max. 144 Hertz
10,4
AOC C3583FQ VA-Panel, max. 160 Hertz
14,3
Samsung UE55JU6470 LCD-Fernseher
40,1
Phillips 47PFL6678K LCD-Fernseher
117,3
  • 0,0
  • 24,0
  • 48,0
  • 72,0
  • 96,0
  • 120,0

Für einen Spielemonitor ist auch ein möglichst niedriger Input Lag beziehungsweise eine möglichst geringe Verzögerung von Eingaben durch die Signalverarbeitung des TFTs wichtig. Um diese beim AOC C3583FQ messen zu können, setzen wir bei diesem Test zum ersten Mal auf den »Video Signal Input Lag Tester« von Leo Bodnar.

Das kleine Gerät wird per HDMI mit dem Monitor verbunden. Drücken wir auf den Knopf an der Oberseite, wird ein Full HD-Bild mit 60 Hertz in Form von drei weißen Balken im oberen, mittleren und unteren Bildschirmbereich an den Monitor gesendet. Auf der Rückseite befindet sich ein kleiner Fotosensor. Halten wir ihn an einen der Balken, wird auf dem Monitor die Zeit von der Bildausgabe durch das Gerät bis zum Erscheinen des Bildes auf dem TFT in Millisekunden angezeigt.

Eine optimale Messmethode ist das zwar nicht, da wir weder die Anschlussart noch die Auflösung oder die Bildwiederholrate der Messung verändern können. Das Gerät liefert aber konstante und realistische Werte, deshalb planen wir, es auch in zukünftigen Tests zu verwenden.

Da LCD-Monitore das Bild von oben nach unten aufbauen, zeigt der Video Signal Input Lag Tester beim unteren Balken die höchsten Werte an. Außerdem kann das Messergebnis durch den fest vorgegebenen 60 Hertz-Modus an der untersten Messposition nicht weniger als 16,67 Millisekunden erreichen. Das würde genau der Darstellung von 60 Bildern pro Sekunde entsprechen, eine gewisse Verzögerung durch die Signalverarbeitung tritt aber praktisch immer auf. Wie hoch diese Verzögerung beim C3583FQ und einigen anderen Monitoren aus unserem Testlabor ist, sehen Sie im obigen Benchmark-Diagramm.

Mit 14,3 Millisekunden erreicht der AOC-Monitor in diesem Vergleich nach den beiden Fernsehern den höchsten Wert. Die anderen TFTs schneiden hier aber eher sehr gut ab, als dass der C3583FQ besonders schlecht dastehen würde. Subjektiv haben wir zumindest keine größere Eingabeverzögerung als bei den anderen Monitoren wahrgenommen. Es ist außerdem nicht auszuschließen, dass der Input Lag im 160 Hertz-Modus und mit aktivierten FreeSync niedriger (oder unwahrscheinlich: höher) liegt, messbar ist das für uns aber momentan nicht.

Die Messung des Input Lags nehmen wir mit dem »Video Signal Input Lag Tester« von Leo Bodnar vor. Am mittleren Balken liegen die Werte etwas niedriger als am unteren, da das Bild bei LCD-Monitoren von oben nach unten aufgebaut wird. Die Messung des Input Lags nehmen wir mit dem »Video Signal Input Lag Tester« von Leo Bodnar vor. Am mittleren Balken liegen die Werte etwas niedriger als am unteren, da das Bild bei LCD-Monitoren von oben nach unten aufgebaut wird.

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