Wer sich regelmäßig mit Apple-Produkten beschäftigt, kennt das Ritual: Jedes Jahr im September stellt Apple neue iPhones vor und erwähnt dabei gerne, es sei die beste iPhone-Generation beziehungsweise das beste iPhone aller Zeiten.
Technisch gesehen ist das natürlich wahr – schließlich ist das iPhone 17 leistungsstärker als das iPhone 16, das stärker ist als das iPhone 15 und so weiter.
Aber in diesem Jahr ist es etwas anders. Ich verfolge seit 2010 jede Apple-Keynote und war in den letzten Jahren selten an dem Punkt, an dem ich gedacht habe: »Wow, das ist echt mal spannend«.
Gerade das Basismodell empfand ich ein Stück weit als etwas rückständig, das Plus-Modell hat mich nie wirklich interessiert – es war das Gleiche in groß.
Dieses Mal muss ich gestehen: Das iPhone 17-Line-up ist tatsächlich richtig spannend, vor allem aufgrund seiner Vielfalt.
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Endlich ein richtig gutes Basis-iPhone
Beim iPhone 17 hat sich am meisten getan. Nach Jahren, in denen Apple die Basismodelle ziemlich beschnitten hat, um die Pro-Versionen wohl attraktiver zu machen, hat der Hersteller nun richtig angepackt.
Was das iPhone 17 gegenüber dem iPhone 16 besser macht:
- Größeres 6,3-Zoll-Display statt 6,1 Zoll
- ProMotion mit 120 Hertz und Always-On-Funktion
- Neue Center Stage-Frontkamera
- Ceramic Shield 2 für bessere Haltbarkeit
- A19-Chip statt A18
- 256 GB Basisspeicher statt 128 GB
- Helleres Display für Sonnenlicht
- Längere Akkulaufzeit
Damit kann sich das iPhone 17 wirklich sehen lassen und dürfte für viele Kaufinteressenten eine attraktive Alternative zu den teureren Pro-Modellen sein.
Ich habe in der Vergangenheit immer zum Pro gegriffen, aber beim iPhone-17-Line-up würde ich mir das zweimal überlegen – eigentlich hat das Basismodell jetzt alles, was ich so brauche.
Dass Apple dabei die Preise nicht erhöht hat, ist natürlich fair. Aber seien wir ehrlich: 950 Euro für das Basis-iPhone sind ohnehin kein Schnäppchen.
Pro-Modelle mit klarem Fokus
Bei den iPhone 17 Pro-Modellen hat sich Apple darauf konzentriert, was sich Pro-Nutzer wünschen: eine noch bessere Kamera, eine längere Akkulaufzeit und wie immer: möglichst viel Leistung.
Das neue Design der Pro-Modelle gefällt mir gut. Als Pro-Käufer habe ich immer etwas neidisch auf die bunten Basismodelle geschaut. Das knallige Orange ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Der Schritt zurück zu Aluminium gefällt mir persönlich hingegen überhaupt nicht. Klar, das hat mit dem neuen Kühlsystem zu tun und soll für eine bessere Ableitung der Wärme sorgen.
Allerdings ist Aluminium einfach nicht so robust wie Titan oder der Edelstahl meines iPhone 13 Pro. Das zeigen auch erste Nutzerberichte über Kratzer beim Pro.
Ansonsten bleibt das Pro eben ein Pro und besitzt die beste Ausstattung, die Apple aktuell zu bieten hat.
iPhone Air – ein Blick in die Zukunft
Das neue iPhone Air ist wohl Apples mutigster Wurf seit Jahren und natürlich ist es auch das Modell, das am meisten polarisiert.
Ultradünn, trotzdem stabil und mit dem A19 Pro-Chip ausgestattet. Zugegeben, man verzichtet auf einige Kameras, der Akku ist kleiner, aber dafür bekommt man eben auch ein faszinierend dünnes Gerät.
Die Bedenken bezüglich der Haltbarkeit haben sich in ersten Tests als unbegründet erwiesen, denn der Titanrahmen sorgt für eine gute Stabilität.
Die Akkulaufzeit ist offenbar auch besser als erwartet. Im Test von Techradar hielt das Air 12:02 Stunden durch und lag damit nicht weit hinter dem iPhone 17 (12:47) – das iPhone Pro Max schaffte es allerdings auf 17:54 Stunden, das ist ein deutlicher Unterschied.
Dennoch hat Apple eine sehr gute Ingenieursarbeit geleistet, um trotz der geringen Dicke eine gute Performance zu liefern.
Alle Modelle haben ihre Berechtigung
Jedes der neuen iPhone-Modelle hat in diesem Jahr seinen klaren Einsatzbereich:
iPhone 17: Für alle, die ein sehr gutes Smartphone wollen, ohne den Pro-Preis dafür zu bezahlen. Mit ProMotion und der verbesserten Kamera deckt es meiner Meinung nach 90 Prozent aller Nutzeranforderungen ab.
iPhone 17 Pro/Pro Max: Für Foto- und Video-Enthusiasten, die das Maximum aus ihrem Smartphone herausholen wollen. Die längere Akkulaufzeit ist ein willkommener Bonus.
iPhone Air: Für alle, die Wert auf Design und Handlichkeit legen und bereit sind, dafür Kamera-Features zu opfern.
In den vergangenen Jahren gab es immer ein iPhone-Modell, das irgendwie uninteressant war. Entweder war das Basis-iPhone zu stark beschnitten, oder die Pro-Modelle boten zu wenig Mehrwert für den Aufpreis. Das hat sich nun geändert.
Wirklich das beste iPhone-Line-up?
Ich beschäftige mich seit Jahren mit Apple-Produkten und ehrlich: Ein so rundes iPhone-Line-up habe ich lange nicht gesehen. Jedes Modell hat seine Berechtigung.
Natürlich ist »das beste aller Zeiten« trotzdem Marketing-Sprech und im nächsten Jahr kommt schließlich wieder eine neue und weiterentwickelte Generation.
Aber in diesem Jahr steckt ein Fünkchen mehr Wahrheit dahinter als in den vergangenen Jahren. Apple hat es geschafft, eine Modellserie zu entwickeln, die ihre unterschiedlichen Zielgruppen optimal trifft.




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