Ich teste iOS 27 erst seit wenigen Tagen und innerhalb dieser kurzen Zeit hat sich mein Eindruck vom Update vollkommen verändert. Ich gehe sogar so weit zu sagen: Apple hat uns das Update ganz anders verkauft.
Der Großteil der WWDC konzentrierte sich auf KI-Funktionen, die man mehr oder weniger schon mindestens einmal gesehen hat.
Erst nach der Installation fügte sich das Puzzle nach und nach für mich zusammen. Hier geht es längst nicht nur um KI! Ein neues Zahnrädchen hat einen riesigen Einfluss auf sämtliche Geräte.
Der absurde Leistungsboost für (alte) iPhones
Laut Apple laden Apps bis zu 30 Prozent schneller, neue Fotos bis zu 70 Prozent und AirDrop überträgt Daten bis zu 80 Prozent schneller. Schneller ist hier eben besser.
So läuft selbst ein fünf Jahre altes iPhone so flott wie direkt aus der Fabrik im Release-Jahr 2021. Das ist untypisch für Smartphone-Hersteller, die normalerweise jedes Jahr das neueste Modell schmackhaft machen wollen.
Marinus hat euch dazu ein kleines Video aufgenommen:
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iOS 27: Performance auf dem iPhone 13 Pro
Doch selbst das beste Modell, das iPhone 17 Pro, wirkt wie aufgebohrt. Apps, die nicht im Hintergrund warten und neu laden müssen, öffnen sich sofort. Schwupp, da! Es ist, als hätte Apple das Wort »laden« aus dem Duden entfernt und einen Verweis zu »Sofort« hinterlegt. Der Unterschied zu vorher mag in diesem Fall vernachlässigbar sein, aber er ist dennoch spürbar.
Anders bei Siri: Wenn ich sie bitte, einen Kalendereintrag vorzunehmen, kann das iPhone sofort nach Ende des Satzes wieder in die Hose gesteckt werden. Die Antwort samt Aktion erfolgt auf meine Frage nämlich unmittelbar. Kein Ladebalken, kein »Nachdenken«, nichts.
Absurd.
Apple hört auf die Community
Apple räumt seiner Community nicht nur die freie Anpassung von Liquid Glass ein. Der Hersteller hat dem iPhone endlich einige grundlegende Verbesserungen hinzugefügt.
- Ab sofort könnt ihr die Lautstärke des Weckers separat vom Klingelton einstellen.
- Die (Spotlight-)Suche fühlt sich jetzt richtig gut an! In den Einstellungen werdet ihr jetzt sicher fündig, wenn ihr nach einer Option sucht.
- Widgets lassen sich nun über die gesamte Breite strecken - das klingt nach wenig, verändert das Homescreen-Layout aber erheblich
- In der Tastatur gibt es nun Vorschläge aus der Zwischenablage. Das lange Tippen und anschließende »Einfügen« entfällt also.
Klingt zunächst unspektakulär, aber genau diese Dinge sind es, die ich täglich vermisst habe.
Auf der Keynote wollte Apple eines unbedingt klarstellen: Das Unternehmen nimmt KI ernst. Die einzelnen Betriebssysteme wurden dabei schnell abgehandelt und zusammengefasst, fast im Eiltempo. Doch inmitten des Apple-Intelligence-Schaufensters ist es das technische Fundament darunter, das wirklich überzeugt.
Und ausnahmsweise profitieren nicht nur diejenigen, die sich jedes Jahr das neueste Modell kaufen. Leider gibt es aber auch Ausnahmen: Bestimmte Funktionen werden nur in den teuersten Apple-Geräten verfügbar sein.
Hilfreiche KI-Tools
In Bezug auf KI gibt es trotzdem auch hilfreiche Neuerungen in iOS 27: Die Kurzbefehle-App wird beispielsweise für Neulinge fit gemacht. Zukünftig könnt ihr beschreiben, welche Art Shortcut ihr euch vorstellt.
Im Test funktionierte nicht alles auf Anhieb, aber bei erneuter Nachfrage wurden die kleinen Fehler schnell ausgebessert.
Ähnlich verhält es sich mit Erweiterungen für den Safari-Browser. Ihr beschreibt, was euch im Browser fehlt, und die KI erstellt entsprechend die Funktion als Erweiterung. Mir wird etwa oben rechts die geschätzte Lesedauer eines Artikels angezeigt.
Wenn eine Erweiterung nicht wie gewünscht generiert werden kann, schlägt das System Alternativen aus dem App Store vor, inklusive der Anzeige möglicher In-App-Käufe.
Und wer Spaß daran hat, KI-generierte Bilder zu erstellen, findet ebenfalls leistungsstarke Tools.
Fazit: Das Update für Alle
Aktuell befindet sich iOS 27 zwar noch in der frühen Beta-Phase, aber die Version macht bereits jetzt einen extrem guten Eindruck. Es ist ein Update, das ich nach der Keynote nicht erwartet hatte.
Die beste Erkenntnis: Alle profitieren davon. Sogar die sieben Jahre alte iPhone-11-Serie sowie das iPhone SE 2 werden unterstützt. Diese Modelle galten vor der WWDC nahezu als abgeschrieben.
Damit beweist Apple, dass sie ihre alten Geräte nicht nur lange mit Updates versorgen, sondern sie auch noch fit machen.

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