Lange Zeit war der Mac Pro das Nonplusultra unter den Apple-PCs. Seit dem Debüt im Jahr 2006 galt der Tower-PC als beliebte Wahl für professionelle Anwender in Film, Fotografie und Design. Inzwischen fristet der Mac Pro jedoch ein Nischendasein.
Wie der für gewöhnlich gut informierte Bloomberg-Analyst Mark Gurman in seinem PowerOn-Newsletter unter Berufung auf unternehmensinterne Quellen berichtet, soll dem Mac Pro im kommenden Jahr endgültig der Stecker gezogen werden.
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Apples Profi-Desktop verliert an Bedeutung
Um diesen vermuteten Schritt zu verstehen, genügt dem Bericht zufolge ein Blick in die Entscheidungen, die Apple für den Mac Pro in den vergangenen Jahren traf.
- 2013 stellte Apple den Mac Pro auf ein Zylinder-Design um, das von Nutzern hämisch als »Mülltonne« verspottet wurde.
- Dabei wurde nicht nur das Aussehen zum Problem, sondern auch die Thermik: In dem Zylinder ließen sich laut Apple-Ingenieuren kaum noch nennenswerte Upgrades einbringen, ohne die Wärmelast komplett in die Höhe zu katapultieren.
2019 kam es schließlich zur Kurskorrektur: Der Mac Pro wurde wieder in die ursprüngliche, leicht überarbeitete Kastenform gebracht, die auch heute noch besteht.
Seitdem blieb es abseits eines Technikupgrades im Jahr 2023, als der Mac Pro endlich auf Apples hauseigene M-Chips (hier: der M2 Ultra) umstieg, verdächtig still um den Profi-PC.
Ausgerechnet Apple selbst kannibalisiert sich sinnbildlich: Der Mac Studio gilt als ebenso leistungsstarker PC, der aber in einem deutlich kompakteren und energieeffizenten Format daherkommt. Für den Mac Pro ist so kein Platz mehr im Portfolio.
Das wird sich laut Gurman in Zukunft wohl auch nicht ändern: Der M4 Ultra als High-End-Prozessor wurde abgesägt, sodass der nächste Generationensprung erst 2026 mit einem M5 Ultra folgen könnte – und Apple ist hier lediglich an der Bestückung für den erwähnten Mac Studio interessiert, der »die Gegenwart und Zukunft der Apple-Strategie« darstellt.
Dies suggeriere, dass zumindest 2026 kein neuer Mac Pro kommt. Viel mehr noch: Gurman gegenüber haben sich einige Apple-Stimmen dazu geäußert, dass das Unternehmen den Profi-Desktop gänzlich abgeschrieben habe.
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