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Die bereits im Vorfeld angekündigte Umstrukturierung bei Microsoft Gaming nimmt ihren unheilvollen Lauf. Wie Xbox-Chefin Asha Sharma in einer offenen Mitteilung schreibt, handelt es sich um den größten Umbruch der Markengeschichte. Konkret heißt das zunächst: 3.200 Menschen verlieren ihre Jobs – etwa 20 Prozent der Beschäftigten bei Xbox werden entlassen:
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1.600 Personen werden unmittelbar gekündigt, weitere 1.600 Jobs fallen im Verlauf des Fiskaljahres weg, das am 30. Juni 2027 endet. Sharma bezeichnete die radikalen Kürzungen als »schmerzhaft« aber aufgrund der »ungesunden« Position als notwendig.
Fünf namhafte Entwicklerstudios verlassen im Zuge des Sparkurses den Xbox-Schirm, werden aber nicht geschlossen. Stattdessen werden neue Eigentümer gesucht (oder sind in manchen Fällen bereits gefunden).
Welche Studios sind betroffen?
- Undead Labs (State of Decay): Das Studio hinter der bekannten Zombie-Open-World-Reihe wird seine Arbeit an State of Decay 3 unter einem neuen Eigentümer fortsetzen, der bisher noch nicht bekannt ist. Das Spiel wurde erst im Juni beim Xbox Showcase gezeigt.
- Ninja Theory (Hellblade, DmC, Enslaved): Die Macher der Hallblade-Reihe arbeiten eigentlich gerade am frisch enthüllten Teil Senua und werden jetzt zu einem neuen Besitzer wechseln. Wer das genau ist, steht noch nicht fest.
- Arkane Lyon (Deathloop, Dishonored-Serie): Aktuell arbeitet Arkane an Marvel's Blade, jetzt wird das Studio den Xbox-Schirm verlassen. Wie es weitergeht, bleibt unklar. Offenbar sind diverse Optionen von Schließung bis Verkauf auf dem Tisch. Ob Blade je erscheinen wird, ist unsicher.
- Double Fine (Psychonauts, Brütal Legend, Grim Fandango): Das Studio geht in den Besitz des Studiomanagements über und sucht mithilfe einerr finalen Finanzspritze von Microsoft neue Investoren. Markenrechte bleiben dem Team erhalten.
- Compulsion Games (South of Midnight, We Happy Few, Contrast): Das kanadische Studio geht in den Besitz des Studiomanagements über. Wie bei Double Fine bleiben Markenrechte erhalten und man sucht neue Geldgeber.
Einige namhafte Studios, die in den vorangegangenen Tagen um Verkauf oder Schließung bangten, bleiben von den Maßnahmen offenbar weitgehend verschont - darunter InXile (Wasteland), Obsidian (Avowed, Outer Worlds 2) und die Zenimax-Studios, zu denen Bethesda (The Elder Scrolls), id (Doom) und Machine Games (Wolfenstein) gehören.
Laut Asha Sharma sei der Schritt ein Reset der Ausrichtung und des Portfolios von Xbox. Man habe seit 2018 aggressiv expandiert, aber nicht das notwendige Wachstum erzielt.
Der Netto-Umsatz sei drei bis zehn Mal niedriger als der »vergleichbarer Plattformen und Publisher«, so die CEO. »Für jeden investierten Dollar haben wir 64 Cent wieder verloren«, so ihr Fazit.
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