Ein möglicher Hoffnungsschimmer in der RAM-Krise: Neue Technologie kommt auf Intel-Mainboards

Mit neuartigem HUDIMM-Speicher will ASRock die Speicherkrise abschwächen. Auch andere Hersteller arbeiten schon daran.

Eine neue Technologie soll RAM wieder günstiger machen. (Bild: ASRock und Corsair) Eine neue Technologie soll RAM wieder günstiger machen. (Bild: ASRock und Corsair)

Trotz eines zwischenzeitlichen Preisrückgangs hat die Speicherkrise den Hardware-Markt weiter fest im Griff. Eine neue Technologie könnte die Situation entschärfen und die Preise für DDR5-RAM wieder senken.

HUDIMM kommt auf Intel-Mainboards

ASRock hat angekündigt, dass die Intel-Mainboards der Serien 600, 700 und 800 zukünftig »HUDIMM« unterstützen werden. Das soll es ermöglichen, günstigere Systeme mit DDR5 zu basteln, vor allem im Bereich der Office-Desktops.

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Was ist HUDIMM? »HUDIMM« setzt ein »H« für »Half« vor den PC-RAM-Standard »UDIMM«. Die Technologie nutzt nur noch einen der beiden 32-Bit-Sub-Channels eines DDR5-Moduls, wodurch der Riegel nur noch die Hälfte der Speicherchips benötigt.

»HUDIMM« könnte dazu beitragen, DDR5-Module mit 8 GB oder sogar 4 GB alltagstauglicher zu machen. Aktuell verfügen die allermeisten DDR5-Module über 16 GB oder mehr. In der Praxis gibt es aber viele Anwender, die so viel Speicher gar nicht brauchen.

Auch der Nachteil der halbierten Speicherbandbreite pro Modul von »HUDIMM« dürfte für die breite Masse der Office-PCs tendenziell weniger ein Problem darstellen als etwa für Gaming-PCs oder Workstations mit integrierter GPU.

»HUDIMM« könnte also dazu führen, dass Speicherchips eingespart oder effektiver eingesetzt werden, was wiederum zu günstigeren Preisen führen würde. Wie ASRock aber selbst schreibt, dürfte dieser Vorteil vor allem für Systemintegratoren und OEMs interessant sein.

Laut Videocardz arbeitet übrigens auch Asus schon an der Umsetzung der Technologie. Ob »HUDIMM« aber wirklich zu einer Senkung der Preise führt, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob es die passenden Module für den Einstiegsmarkt gibt. Hier sind also Drittanbieter gefragt.

Wem bei all den Fachbegriffen und Abkürzungen schon schwindelig wird, ist damit nicht alleine. Alles, was ihr über Arbeitsspeicher wissen müsst und welcher RAM sich auch in der Speicherkrise lohnt, wird in unserer Kaufberatung ausführlich erklärt.

So oder so wird es in jedem Fall noch dauern, bis sich die Früchte der neuen Technologie auch zeigen. Ein schnelles Ende der Speicherkrise ist also auch durch »HUDIMM« nicht zu erwarten. Dennoch ist es wichtig, dass die Hersteller an Lösungen wie diesen arbeiten und forschen.

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