Diese Tastatur ist 200 Euro günstiger als ihre große Schwester und könnte damit ein echter Tipp für anspruchsvolle Spieler werden

Die Asus ROG Azoth X ist da. Erfahrt, wie sich die neue Gaming-Tastatur im Vergleich zum Original und der Azoth Extreme schlägt.

Die neue Asus ROG Azoth X könnte wesentlich mehr Spieler ansprechen, als die gut 200 Euro teurere Azoth Extreme. (Bildquelle: Asus und etwas Nele) Die neue Asus ROG Azoth X könnte wesentlich mehr Spieler ansprechen, als die gut 200 Euro teurere Azoth Extreme. (Bildquelle: Asus und etwas Nele)

Asus hat mit der ROG-Azoth-Reihe eine der beliebtesten Gaming-Tastaturen der letzten Jahre herausgebracht. Jetzt hat der Hersteller ein neues Azoth-Modell präsentiert, die ROG Azoth X.

Technisch und preislich positioniert sie sich über der ursprünglichen Azoth und unter der Azoth Extreme (Test). Hier zeige ich euch die wichtigsten Unterschiede und ordne das neue Modell ein.

Die drei Azoth-Modelle

Asus hat mit der Azoth-Serie eine klare Hierarchie für Enthusiasten und Performance-Spieler geschaffen. Hier könnt ihr nachlesen, wie sich die drei Modelle technisch und preislich einordnen:

1. Asus ROG Azoth (Das Original)

Ein wirklich guter Klassiker und inzwischen günster zu haben: die Asus ROG Azoth. (Bildquelle: Asus) (GS) Ein wirklich guter Klassiker und inzwischen günster zu haben: die Asus ROG Azoth. (Bildquelle: Asus) (GS)

Mit der ROG Azoth bemühte sich Asus erstmals, im Bereich der Custom-Gaming-Tastaturen Fuß zu fassen. Dennoch handelt es sich auch hierbei um eine Komplett-Tastatur.

Technisch: Die Original-Azoth bietet bereits ein 75%-Layout, Hot-Swap-fähige ROG NX Mechanical Switches, ein Gasket-Mount-Design mit mehrschichtiger Dämpfung für ein angenehmes Tippgefühl sowie eine spezielle Akustik.

  • Schalter: Hot-Swap-fähige ROG NX Mechanical Switches (Cherry MX-kompatibel, verschiedene Typen wie Red, Brown, Blue verfügbar)
  • Verbindung: Tri-Mode (2.4 GHz Wireless, Bluetooth, USB-C Kabel)
  • Polling-Rate: 1.000 Hertz
  • Dämpfung: Gasket-Mount-Design mit dreifacher Dämpfung (Silikon-Pad, PGM-Schaum, Silikon-Schaum)
  • Tastenkappen: PBT Double-Shot Keycaps
  • Display: 2-Zoll-OLED-Bildschirm mit interaktivem Drehknopf
  • Akku: Bis zu 2.000 Stunden (ohne Beleuchtung)
  • Besonderheiten: Inklusive Schmierkit für Schalter

Das kleine OLED-Display und der Drehregler, die bereits bei diesem Modell vorhanden waren, sind inzwischen ikonische Features.

Die Polling-Rate liegt bei 1.000 Hertz. Mittlerweile haben einige Gaming-Tastaturen 8.000 Hertz. Für die meisten Spieler mag das aber kaum spürbar sein, doch im E-Sport-Bereich kann auch das den Unterschied machen.

Preislich: Die Azoth startete bei etwa bei 270 Euro UVP und ist inzwischen oft günstiger zu finden (circa 190 bis 250 Euro).

2. Neu: Asus ROG Azoth X (Der Performance-Push)

Die neue Asus ROG Azoth X ist im Gegensatz zu den Vorgängern nur in weißem Gehäuse zu bekommen. (Bildquelle: Asus) Die neue Asus ROG Azoth X ist im Gegensatz zu den Vorgängern nur in weißem Gehäuse zu bekommen. (Bildquelle: Asus)

Die ROG Azoth X ist die direkte Weiterentwicklung der originalen Azoth, die den Fokus auf Gaming-Performance legt.

Technisch: Sie behält das 75%-Layout bei und verbessert das Dämpfungsdesign mit fünf Schichten weiter.

Die ROG Azoth X kommt wahlweise mit den mechanischen ROG NX Snow V2 (linear) oder ROG NX Storm V2 (clicky) Schaltern. Hierbei handelt es sich um die neuste Schaltergeneration des Herstellers.

Diese Schalter sind eine Weiterentwicklung der bereits in der originalen Azoth verwendeten ROG NX Switches und sollen eine verbesserte Stabilität, ein sanfteres Ansprechverhalten und eine optimierte Akustik bieten. Sie sind weiterhin Hot-Swap-fähig, was dafür sorgt, dass sie leicht ausgetauscht werden können.

Das OLED-Display wurde ebenfalls weiterentwickelt und soll im Vergleich zum Grundmodell mehr Optionen bieten.

  • Schalter: Hot-Swap-fähige ROG NX Mechanical Switches V2 (NX Snow V2, NX Storm V2).
  • Verbindung: Tri-Mode (2.4 GHz Wireless, Bluetooth, USB-C-Kabel).
  • Polling Rate: 1.000 Hertz
  • Dämpfung: Fünf Schichten Dämpfung (verbessertes Gasket-Mount-Design für optimierte Akustik und Haptik).
  • Tastenkappen: PBT-Double-Shot Keycaps.
  • Display: Verbessertes 2-Zoll-OLED-Display mit optimierten Funktionen und Drehknopf.
  • Akku: Akkulaufzeit noch nicht bekannt
  • Besonderheiten: Dünneres Profil im Vergleich zum Original, verbessertes Gefühl durch zusätzliche Dämpfung, south-faced LEDs, alternative Tastenkappen

Preislich: Die Azoth X positioniert sich oberhalb der originalen Azoth und ist mit einer UVP von 330 Euro im High-End-Segment angesiedelt. Dennoch ist sie aber rund 200 Euro günstiger als die Asus ROG Azoth Extreme, die weitere Features und Gimmicks bereithält.

3. Asus ROG Azoth Extreme (Der Luxus-Bolide)

Video starten 0:49 ROG Azoth Extreme: Die High-End-Tastatur von Asus im Trailer

Die ROG Azoth Extreme ist das absolute Top-Modell der Serie und richtet sich an Enthusiasten mit dickem Geldbeutel.

Technisch: Sie baut auf dem 75%-Layout auf und bietet ein massives Gehäuse aus Aluminium-Legierung mit aufwendiger CNC-Bearbeitung, eine Kohlefaser-Platte und ein nochmals verfeinertes, dreischichtiges Dämpfungsdesign.

Das OLED-Display kommt hier mit erweiterten Funktionen und es gibt eine verstellbare Gasket-Halterung für zwei unterschiedliche Tippgefühle. Die Handballenauflage ist ebenfalls aus Silikon mit Aluminium.

Ich habe die Asus ROG Azoth Extreme getestet und war eher semi-begeistert. (Bildquelle: Nele WobkerGameStar Tech) Ich habe die Asus ROG Azoth Extreme getestet und war eher semi-begeistert. (Bildquelle: Nele Wobker/GameStar Tech)

  • Switches: Hot-Swap-fähige ROG NX Mechanical Switches (ROG NX Snow / Storm)
  • Verbindung: Tri-Mode (2,4 GHz Wireless, Bluetooth, USB-C-Kabel)
  • Polling-Rate: Bis zu 8.000 Hertz (nur in Verbindung mit dem mitgelieferten ROG Polling Rate Booster Adapter und nur im 2,4 GHz RF-Modus; wenn zwei Geräte am Booster angeschlossen sind, fällt die Rate auf 1.000 Hertz). Ohne Booster beträgt die Polling Rate 1.000 Hertz
  • Dämpfung: Gasket-Mount-Design, mit verstellbarer Gasket-Halterung für zwei unterschiedliche Tippgefühle, und einem dreischichtigen Dämpfungsdesign (Poron-Schichten und Silikonpad).
  • Gehäuse: Massives Aluminium-Legierungsgehäuse mit Kohlefaser-Platte
  • Display: Fortgeschrittenes Farb-OLED-Display mit erweiterten Steuerungsmöglichkeiten für Systeminformationen, Beleuchtung und Medien
  • Handballenauflage: Magnetische Handballenauflage aus Silikon
  • Akku: 4000 mAh Akku, bis zu 1.600+ Stunden Akkulaufzeit (2.4 GHz RF-Modus, RGB und OLED aus).

Preislich: Die Azoth Extreme liegt deutlich über der Azoth X und ist mit Preisen ab 530 Euro bis über 600 Euro das teuerste Modell der Serie. Dieses Premium-Produkt für Tastatur-Sammler und Enthusiasten ist wirklich ein Liebhaber-Stück. Aus rein logischer Sicht gibt es bis auf Kleinigkeiten kaum einen anderen Grund, hierfür 200 Euro mehr als für die Azoth X auszugeben.

Kurz zusammengefasst:

ROG Azoth: Der hervorragende Allrounder mit Premium-Features und tollem Tippgefühl (mechanische Schalter, 1.000 Hertz Polling-Rate). Hatte bereits einige der Features der neueren Modelle.

  • Preis: Ab 200 Euro

ROG Azoth X: Der Performance-Upgrade mit Fokus auf Praxis und Leistung (nächste Schaltergeneration, 1.000 Hertz Polling-Rate, verbesserte Dämpfung). Teurer als die originale Azoth.

  • Preis: 330 Euro

ROG Azoth Extreme: Der Luxus-Bolide für Enthusiasten (massives Aluminiumgehäuse, Kohlefaser-Platte, verstellbare Gasket-Halterung, OLED-Display, 8.000 Hertz Polling-Rate. NX Snow (linear) oder NX Storm (taktil) Schalter). Deutlich teurer als die Azoth X.

  • Preis: ab 530 Euro
Nele Wobker
Nele Wobker

Mein Fazit: Jede Tastatur hat ihren Platz in der Asus ROG Azoth-Familie, je nachdem, wonach ihr sucht. Als Testerin kenne ich die Vorgänger-Modelle der Azoth X. Mit ihrem Erscheinen sehe ich noch einen Grund weniger, sich die 200 Euro teurere Azoth Extreme zu kaufen, es sei denn, ihr wollt 8.000 Hertz Abtastrate. Selbst zwischen der originalen Azoth und der Azoth X ist der Sprung aus meiner Sicht nicht so groß, dass es sich lohnt, auf die X zu upgraden.

Grundsätzlich sind die Azoth-Tastaturen allesamt kein Schnäppchen. Zwar gibt es einige wichtige Gaming-Funktionen und Hot-Swap sogar standardmäßig, aber zu solchen Preisen keine magnetischen oder optischen Schalter anzubieten, wohingegen andere Hersteller bereits ihre ersten induktiven auf den Markt bringen, ist seltsam.

Somit fallen auch andere Funktionen wie Rapid-Trigger und einstellbare Auslösepunkte weg, die in diesen Preisklassen zu erwarten sind.

Wie genau sich die neue Asus Azoth X in der Praxis schlägt, muss erst ein Test zeigen. Zu Details wie der Akkulaufzeit, dem Tippgefühl und der Lautstärke kann ich auch noch keine Aussagen machen. Für Spielerinnen und Spieler, die noch keine der besagten Gaming-Tastaturen besitzt, ist die neue Asus ROG Azoth X die logische Wahl.

Jetzt seid ihr gefragt: Welche Azoth-Variante spricht euch am meisten an? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

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