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Dank Echoes of of Aincrad kann ich aktuell auf Steam in eine meiner liebsten Fantasy-Welten abtauchen

Im JRPG Echoes of Aincrad erlebt ihr das SAO-Universum nicht durch die Augen von Serienheld Kirito, sondern mit einem selbsterstellten Charakter. Der Action-Fokus tut dem Spiel bereits in der Demo gut, bei der Grafik dürfte Bandai aber gerne noch nachbessern.

Das fliegende Schloss Aincrad mit seinen 100 Ebenen ist der Schauplatz von Echoes of Aincrad. Unser Autor Jesko hat das JRPG für euch beim Steam Next Fest ausprobiert. Das fliegende Schloss Aincrad mit seinen 100 Ebenen ist der Schauplatz von Echoes of Aincrad. Unser Autor Jesko hat das JRPG für euch beim Steam Next Fest ausprobiert.

Immer wieder zum Steam-Next Fest stelle ich mir die gleiche Frage: Was soll ich bloß spielen?! Unablässig sitzt mir Kollegin Natalie Schermann im Nacken, doch eine kleine Spielvorstellung zu tippen. Doch in der schier endlosen Wüste aus Demos mag mir einfach nichts so recht zusagen - zumal mittlerweile gefühlt die Hälfte der teilnehmenden Spiele grobschlächtig mit KI zusammengeschustert wirkt.

Dieses Mal fällt mir die Entscheidung zum Glück deutlich leichter. Denn mit Echoes of Aincrad ist aktuell ein Spiel im Next Fest mit dabei, das die Aufmerksamkeit eines alten Anime-Fans wie mir sofort auf sich zieht. Das Action-JRPG von Publisher Bandai Namco basiert auf dem beliebten Sci-Fi-Anime Sword Art Online, in dem Tausende Spieler in einem VRMMO gefangen gehalten werden.

Im Gegensatz zu den vorherigen SAO-Lizenzspielen zieht ihr in Echos of Aincrad aber nicht als Serien-Protagonist Kirito in die Schlacht, sondern erkundet die fliegende Festung Aincrad mit eurem gänzlich eigenen Charakter.

Jesko Buchs
Jesko Buchs

Jesko liebt Anime, seit er in der 6. Klasse zum ersten Mal die Dark-Fantasy-Serie Elfen Lied gesehen hat. Das mag vielleicht ein wenig zu früh gewesen sein; seine Liebe für die japanischen Animationsserien und Japan im Allgemeinen war damit aber geweckt. Swort Art Online gilt heute als Pionier des Isekai-Genres und stellt im Grunde eine ähnliche Frage wie Tron: Was wäre, wenn Spieler aus einem Computerspiel nicht mehr entkommen könnten?

Ich habe das Spiel beim Next Fest ausprobiert und war nach zwei Stunden von dem fokussierten Action-Ansatz von Echoes of Aincrad ziemlich angetan. Denn endlich schafft es ein SAO-Spiel, dass ich mich wirklich überzeugend in die kompromisslose, virtuelle Spielwelt von Aincrad versetzt fühle; sogar ein paar nette Serien-Cameos sind mit an Bord. Bei den optischen Details sollten die Entwickler aber bis zum Release noch mal ran.

Video starten 1:33 In Echoes of Aincrad schnetzelt ihr euch durch eine fliegende Festung, um zu überleben

Worum gehts?

Wer in den letzten Jahren irgendwas mit Anime zu tun hatte und nicht ganz unter einem Stein lebt, hat von Sword Art Online wahrscheinlich schon gehört. Die Light Novel-Reihe des japanischen Autors Reki Kawahara handelt vom gleichnamigen ersten VRMMO der Welt, dessen Entwickler mit Release der Vollversion die Möglichkeit zum Log-out entfernt.

Die Krux: Sterbt ihr in der virtuellen Welt von Aincrad, grillt das VR-Headset euer Gehirn und ihr seid auch in der echten Welt hinüber. Der einzige Ausweg besteht darin, das Spiel durchzuspielen.

Echoes of Aincrad beginnt allerdings noch vor dem Full Release von Sword Art Online während des Beta-Tests. Ihr seid ein ganz normaler Spieler und erstellt zu Beginn erst einmal einen Spielcharakter nach euren Vorlieben. Da ihr euch mit dem Login verspätet habt, sind eure Freunde schon mal ohne euch in den ersten Dungeon losgezogen. Um aufzuschließen, müsst ihr also allein gegen die Scharen von Kobolden ran, die hier unten hausen.

Der Kobold-Boss haut ganz schön zu. Beim Blocken, Ausweichen und Zuschlagen ist hier Timing gefragt. Der Kobold-Boss haut ganz schön zu. Beim Blocken, Ausweichen und Zuschlagen ist hier Timing gefragt.

Im Kampf mit den scheußlichen, aber unterbelichteten Biestern macht ihr euch mit den wichtigsten Gameplay-Mechaniken vertraut und kämpft euch nach und nach zum ersten dicken Boss - dem Anführer der Kobolde - vor. Der Mix aus schweren und leichten Attacken geht gut von der Hand; der schnelle Spielfluss motiviert, dranzubleiben.

Wenn ihr den Prolog gemeistert habt und in die Stadt der Anfänge zurückkehrt, fängt die eigentliche Herausforderung von Echoes of Aincrad aber gerade erst an. Denn nach ein paar Stunden merkt ihr plötzlich, dass ihr euch nicht mehr ausloggen könnt. Ihr könnt natürlich schon noch Alt + F4 drücken, aber die Story des Spiels suggeriert euch nun konsequent, im Spiel gefangen zu sein und mit Kirito, Asuna und den anderen Serien-Charakteren den Kampf ums Überleben aufnehmen zu müssen.

Echoes of Aincrad soll euch allerdings nicht bis ganz oben auf die 100. Ebene des fliegenden Schlosses führen. Das Spiel umfasst lediglich die ersten beiden Ebenen - auch die sind aber schon gigantisch. Zur konkreten Handlung ist bislang nicht viel bekannt, das Spiel soll allerdings eine eigene Geschichte erzählen.

Video starten 28:57 Echoes of of Aincrad: Wir erkunden den ersten Dungeon des neuen Sword Art Online-Lizenzspiels und plätten einen Kobold-Boss

Wie spielt sich das?

Spielerisch setzt Echos of Aincrad auf einen deutlich actionfokussierteren Ansatz als die vorherigen SAO-Spiele. Die Kämpfe sind nicht nur schneller, sondern etwas knackiger inszeniert. Mit schweren und leichten Attacken rückt ihr den Gegnern zu Leibe. Einfach draufhauen bringt aber wenig, denn Ausweichen, Blocken und die richtige Positionierung entscheiden in Echoes of Aincrad, ob ihr es in einem Bosskampf weit bringt.

Neben den Standard-Attacken könnt ihr zudem besonders mächtige Sword Skills entfesseln, die Gegner betäuben, aber viel Ausdauer kosten. Die Spezialattacken können sogar gegnerische Gliedmaßen abtrennen - ein überraschend expliziter Ansatz für ein Anime-Spiel. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, euren Party-Mitgliedern rudimentäre Befehle zu geben: Ihr könnt entweder gemeinsam agieren oder jeder für sich; bei Bedarf kombiniert ihr eure Kräfte zu einem besonders starken Switch-Angriff.

Vor dem Ausflug in einen Dungeon will die richtige Waffe aber sorgfältig gewählt sein. Denn im Feld könnt ihr in Echoes of Aincrad keine Waffen wechseln; das funktioniert nur in eurer Basis innerhalb der Stadt. Zur Erkundung, der anderen wichtigen Gameplay-Komponente des Rollenspiels, kann ich hier wiederum noch nicht viel sagen.

Die warme Optik des Spiels wirkt einladend. Hier sind wir in der Stadt der Anfäge, dem Startgebiet von SAO, unterwegs. Die warme Optik des Spiels wirkt einladend. Hier sind wir in der Stadt der Anfäge, dem Startgebiet von SAO, unterwegs.

Wo gibt's noch Probleme?

Den größten Nachbesserungsbedarf sehe ich aktuell noch bei der Grafik - und damit meine ich explizit nicht den Anime-Stil. Die Außenbereiche von Echoes of Aincrad sind ansprechend gestaltet und laden unter anderem dank der stimmungsvollen Beleuchtung regelrecht zum Herumstromern ein.

Die Innenräume, gerade in Dungeons, sind im Vergleich dazu allerdings enttäuschend detailarm und fühlen sich teils wie Schläuche aus sich wiederholenden Assets an. Auch die Animationen der einzelnen Charaktere wirken stellenweise noch sehr hölzern. In der Demo-Version wurde Dialog-Audio mehrfach stark verzögert gegenüber der Sprech-Animation abgespielt. Hier sollte Entwickler Game Studio Inc. vor Release noch einmal ran; solche Details lassen sich ja vergleichsweise einfach ausbügeln.

Nach dem Anspielen bin ich insgesamt optimistisch, dass das neue Sword Art Online-Spiel was wird. Echoes of Aincrad lockt mit einer neuen Perspektive auf die bekannte SAO-Geschichte. Die Kämpfe spielen sich vielversprechend, die Spielwelt fängt die Atmosphäre einer meiner liebsten Anime-Serien gut ein.

Zum Release am 10. Juli 2026 werden wir erfahren, ob auch Story und Erkundung taugen. Echoes of Aincrad erscheint für den PC, die Playstation 5 und die Xbox Series-Konsolen.

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