Ich habe das neue Asus Zenbook Duo ausprobiert und erkannte das eigentliche Highlight erst auf den zweiten Blick

Das Zenbook Duo 2026 kombiniert zwei Touchscreens in einem kompakten Design. Doch wer profitiert wirklich von diesem innovativen Laptop?

Das Asus Zenbook Duo ist ein wirklich ungewöhnliches Gerät. (Quelle: Asus) Das Asus Zenbook Duo ist ein wirklich ungewöhnliches Gerät. (Quelle: Asus)

Zurzeit befindet sich gerade das brandneue Zenbook Duo 2026 bei mir auf dem Schreibtisch. Grundsätzlich ist es meistens keinen separaten Artikel wert, wenn wieder ein neuer Laptop bei mir für einen Test eingetroffen ist. Doch das Zenbook Duo ist anders.

Es handelt sich um einen mobilen Rechner, der praktisch nur aus Display besteht, genauer gesagt sind gleich zwei 14-Zoll-OLED-Touchscreens verbaut. 

Nun ist es nicht so, als wäre das Duo in dieser Form eine absolute Neuheit, es gab bereits einen Vorgänger, der ähnlich aufgebaut war. Es ist aber tatsächlich das erste Mal, dass ich ein solches Gerät ausprobieren kann. Die Frage, die ich mir nach den ersten Stunden mit dem neuen Duo stelle, ist: Wer braucht das eigentlich? Aber sehen wir uns doch erst einmal an, welche Möglichkeiten es da so gibt.

Mit und ohne Tastatur nutzbar

Obwohl das Duo zwei Touchscreens hat, bietet Asus die Möglichkeit ein virtuelles Touchpad einzublenden. Obwohl das Duo zwei Touchscreens hat, bietet Asus die Möglichkeit ein virtuelles Touchpad einzublenden.

Im Lieferumfang des Duo befindet sich auch eine Tastatur, diese kann einfach auf unter der beiden Displays gelegt werden. Sie haftet magnetisch und wird auch über das Notebook aufgeladen. Wird das Keyboard angebracht, sieht das Zenbook Duo aus wie jedes andere Notebook und lässt sich auch exakt so bedienen.

Wie das alles genau funktioniert, stelle ich euch im in Kürze erschienenen Test noch detailliert vor. Bis dahin könnt ihr außerdem einen Blick auf meinen letzten Test werfen: Ich habe einen der beliebtesten Laptops 2025 getestet und rate klar zu einer anderen Option.

An dieser Stelle soll es ausschließlich um die Bedienung mittels der beiden Touchscreens gehen.

Viel Displayfläche im kompakten Gehäuse

Die vermutlich klassische Art, das Duo und die erwähnte Tastatur zu verwenden, wäre auf dem unteren Display ein virtuelles Keyboard einzublenden. Dieses ist beim Duo ausgesprochen flexibel, ihr könnt die Tastatur über das komplette Display legen oder auch nur auf die untere Hälfte. Ein Touchpad und diverse Zusatztasten können ebenfalls dargestellt werden. 

Das untere Display bietet sich für die Nutzung als Zeichen-Pad an. Das untere Display bietet sich für die Nutzung als Zeichen-Pad an.

Wenn die Klaviatur nur zu 50 Prozent dargestellt wird, könnt ihr den restlichen Platz zum Beispiel für handschriftliche Eingaben oder zum Zeichnen verwenden. Die Tastatur funktioniert wie bei jedem Smartphone auch. Mal eine WhatsApp-Nachricht damit tippen ist für mich ok, einen längeren Text möchte aber zumindest ich nicht mit einem virtuellen Eingabegerät schreiben.

In der kurzen Zeit, in der das Gerät bei mir ist, habe ich immer wieder die magnetische Tastatur angedockt. Die ist übrigens wirklich gut gelungen, hätte ich so nicht erwartet. Natürlich könnt ihr das komplette untere Display auch zum Zeichnen oder zum Schreiben mit Stylus oder Finger verwenden. Hier setzt euch das Zenbook Duo nur wenige Grenzen.

Für mich sind nicht die beiden Touchscreens das Killer-Feature

Womit mich Asus aber wirklich abholt ist eine eher konservative Funktion. Ich nutze das Duo gerne mit der beigelegten Tastatur und verwende die beiden Bildschirme als normale Desktop-Anzeige.

Am Boden des Zenbook Duo ist ein Kickstand angebracht, mit dessen Hilfe man die beiden Bildschirme aufrichten kann. Da noch die Tastatur davor gelegt und schon hat man ein Dual-Monitor-Setup und das finde ich unterwegs extrem praktisch. 

Ein Notebook mit zwei 14-Zoll-Displays sieht man nicht alle Tage. Ein Notebook mit zwei 14-Zoll-Displays sieht man nicht alle Tage.

Ich hätte die Touchscreens nicht gebraucht

Wie ich ja schon erwähnt habe, hat jeder Anwender andere Vorlieben, was seine Werkzeuge betrifft. Ich finde die Bedienung von Windows mittels Touchscreen nach wie vor eine Zumutung, entsprechend ziehe ich Maus und Tastatur vor.

Zum Zeichnen habe ich kein Talent, weder auf Papier noch am Bildschirm, und schreiben mag ich am liebsten mit der normalen Tastatur.

Aber nur weil ich auf die Touchscreen-Funktionalität verzichten könnte, muss das nicht für jeden von euch gelten. Ich könnte mir vorstellen, dass Menschen, die gerne mit Stylus am Rechner zeichnen, beim Duo voll auf ihre Kosten kommen. Überhaupt scheint es mir das passende Gerät für Touchscreen-affine Menschen zu sein. 

Für alle, die sich nicht zu dieser Gruppe zählen, bietet die Möglichkeit, das Zenbook Duo als Dual-Monitor zu verwenden, einen handfesten Mehrwert. Mir gefällt das Konzept und ich würde mir wünschen, dass es vielleicht irgendwann auch mal leistungsstärkere Geräte mit zwei größeren Displays geben würde. 

Bleibt zum Abschluss die Frage: Muss man das haben? Nein, muss man nicht, aber cool ist es irgendwie schon. 

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