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Battlefield 6: Weder Wände noch Gegner können unserem Vorschlaghammer in der Kampagne standhalten
Battlefield 6 wird das Genre der Singleplayer-Shooter vielleicht nicht komplett neu erfinden. Aber in einem Punkt macht mir die Story-Kampagne bereits viel Spaß: beim Zerhauen der Level-Architektur.
Das dafür ideal geeignete Werkzeug ist zu meiner eigenen Überraschung ... ein Werkzeug. Der neue Vorschlaghammer sticht in Sachen Freude am Zerstören locker sowohl C4-Einsatz als auch Panzerfahren aus.
Schwing das Ding!
Den Hammer gab's schon in der Multiplayer-Beta von Battlefield 6 zu bestaunen. Vor Release diskutieren Spieler bereits, ob dieses Zerstörungswerkzeug nicht viel zu stark ist. Mit nur wenigen Schlägen soll man ganze Gebäude zum Einsturz bringen können.
Dass es den Hammer auch im Einzelspielermodus gibt, passt zur Philosophie der Entwickler. Denn Battlefield 6 soll sich auch im Singleplayer möglichst wie ein Battlefield-Gefecht anfühlen, mit all dem Chaos und Squad-Play, das wir kennen und lieben.
Dennoch habe ich den Vorschlaghammer vor dem Anspielen eher als Gimmick betrachtet – eine weitere Waffe im Arsenal, die mir aber im Gefecht gegen die KI-Soldaten wohl kaum helfen würde. Ich sollte mich irren.
Als Mitglied der Marines-Spezialeinheit Dagger 13 kämpfte ich in der fünften Mission auf den dunklen Straßen Brooklyns. Als Teil der NATO-Streitkräfte versucht mein Team, die finsteren Pläne der brutalen Privatarmee Pax Armata auszuspähen.
Dabei kommt es in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zu wilden Feuergefechten quer durch ein Wohngebiet. Von Anfang an dabei: der Hammer.
Mein neuer bester Freund: Hammy
Als bloßer Türöffner eingeführt, macht sich der Hammer in der Konfrontation mit den Spanholzwänden US-amerikanischer Häuser sofort bezahlt. Statt mit meinem Team Türen zu öffnen und die dahinter lauernden Gegner frontal anzugreifen, kann ich einfach meinen Hammer schwingen und mir einen eigenen Pfad schlagen.
Ich hole aus, es kracht und die Wand ist nicht mehr. Holzsplitter und andere Trümmer umwölken mein Sichtfeld, dann ist der Weg frei. Auch Möbel sind nicht vor Hammy sicher, nur an den Außenwänden hinterlässt der Metallkopf lediglich Kratzer.
Die neu gefundene Freiheit währt in der Kampagne nur ein paar Minuten, bevor mich die nächste geskriptete Sequenz wieder in ein lineares Korsett zwingt. Doch für einen glorreichen Moment darf ich mir meinen eigenen Weg bahnen, Mauern einreißen und Gegner überraschen, die mich hinter der vermeintlich sicheren Deckung nicht erwarteten.
Ich mag, dass ich plötzlich nicht mehr durch hüfthohe Hindernisse blockiert werde wie in unzähligen anderen Shooter-Kampagnen. Denn jetzt kann ich die Kommode, die den Weg zur Treppe versperrt, einfach zu Sperrholz dreschen.
Battlefield 6 wird dadurch nicht zur Sandbox, aber es lässt mich davon träumen, wie so ein Shooter mit maximaler Zerstörung aussehen könnte. Aber Hammy ist ja nicht nur eine Gefahr für Häuser.
Die Schmach der Privatarmee
Der Hammer kann nämlich nicht nur Wände einreißen, er ist auch eine Waffe. Und was für eine! Ich war darauf vorbereitet, den feindlichen Soldaten ein paar Schläge um die Ohren hauen zu müssen, um sie aus den Latschen kippen zu lassen.
Doch bereits ein einziger Treffer reicht aus, damit sie auf dem normalen Schwierigkeitsgrad das Zeitliche segnen. Ohne große Animation kippen sie einfach um und sind erledigt. Es ist fast schon komisch zu sehen, wie die KI-Soldaten vor dem Vorschlaghammer kapitulieren, Eben noch wirkten sie bedrohlich und zersiebten meinen Charakter zielsicher aus der Entfernung. Doch mit meinem Leeroy-Jenkins-Sturmangriff haben sie nicht gerechnet!
Es ist ein spaßiger Kontrast zur Ernsthaftigkeit der Mission: Auf der einen Seite die angespannte Atmosphäre am Vorabend eines Terrorangriffs auf New York, auf der anderen Seite ein Spieler, der lachend mit einem überdimensionierten Werkzeug auf die feindlichen Soldaten losgeht. Typisch Battlefield eben.
Jetzt wünsche ich mir nur, dass ich den Hammer im finalen Spiel noch viel öfter als nur in dieser einen Mission einsetzen darf.
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