Entwickler bastelt sich einen Adblocker für das echte Leben – und so funktioniert er

Das moderne Stadtbild ist geprägt von Werbeanzeigen. Ein Entwickler hat sich deshalb einen Adblocker für seine AR-Brille gebastelt.

So sieht der Adblocker aktuell aus. (Bild: Stijn Spanhove) So sieht der Adblocker aktuell aus. (Bild: Stijn Spanhove)

Werbung begleitet die allermeisten Menschen mittlerweile nahezu durch den gesamten Tag. Während solche Anzeigen online mit Hilfsmitteln blockiert und ausgestellt werden können, ist das im echten Leben nicht ganz so einfach. Zumindest bis jetzt.

Ein Adblocker für die echte Welt

Darum geht's: Auf X hat der belgische Software-Entwickler Stijn Spanhove ein äußerst interessantes Video geteilt. Er zeigt darin ein Projekt für die Spectacles AR-Brille von Snap, an dem er gerade arbeitet.

Mithilfe der Google-KI Gemini soll die App Werbeanzeigen in der echten Welt erkennen. Diese werden dann von einem roten Kasten verdeckt. Es funktioniert im Grunde wie ein Adblocker, nur eben für die echte Welt.

Das Video haben wir hier eingebunden:

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Spanhove schreibt dazu, dass die App noch in einer frühen Entwicklungsphase und daher sehr experimentell ist. Er findet es aber aufregend, eine mögliche Zukunft zu sehen, in der wir tatsächlich selbst kontrollieren, was wir in der physischen Welt sehen wollen.

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Werbung ist überall: Tatsächlich ist es in vielen Ländern kaum noch möglich, keine Werbeanzeigen zu sehen. Die Straßen sind voller Plakate, in der Ubahn gibt es Bildschirme und auch in Zeitschriften ist oft nur schwer zu unterscheiden, wo die Inhalte aufhören und die Werbung anfängt.

Und selbst, wenn man sich diese Werbung eigentlich gar nicht anschaut, ist es doch nur schwer zu vermeiden, von ihr beeinflusst zu werden. Oft geht es ja auch nur um generelle Reichweite, also darum, ein Produkt überhaupt ins Bewusstsein zu rufen.

Online gibt es solche Adblocker schon seit vielen Jahren, auch wenn es immer wieder Streitereien und Diskussionen um solche Dienste geht, weil viele kostenlose Webseiten und Inhalte im Internet nun mal durch Werbung finanziert werden.

Begeisterung und Wünsche: In den Kommentaren unter dem Video zeigen sich viele User begeistert und fragen, ob sie die App selbst ausprobieren können. Es gibt aber auch schon Verbesserungsvorschläge.

Die roten Balken, die die Werbung überdecken, sind nämlich nicht gerade schön und man möchte ja auch nicht durch eine Welt voller knallroter Warnschilder laufen. Als alternative Möglichkeiten werden hier etwa Bilder von niedlichen Katzen oder gleich Erinnerungen an die eigene To-Do-Liste oder Ähnliches vorgeschlagen.

Was haltet ihr von der Idee?

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