Der Epic Games Store sieht sich von Beginn an mit gehörig Gegenwind aus der Community konfrontiert. Spieler kritisieren beispielsweise, dass die zeitlich begrenzten Exklusivspiele, wie Satisfactory, Hades oder World War Z, nur Epic zugute kommen. Außerdem steht die Behauptung im Raum, dass Epic mit den Daten der Kunden Handel betreibt, in diesem Zusammenhang fällt auch der Begriff Spyware. Zudem zeigen sich Spieler über den Onlinezwang des Epic Stores, eben auch bei Offline-Spielen, verärgert.
Auf Reddit hat sich Epic-Chef Tim Sweeney einigen dieser Vorwürfe gestellt und Stellung genommen. Sweeney wehrt sich vehement gegen den Spyware-Vorwurf. So verkaufe oder teile Epic keine Nutzerdaten mit Dritten, welche die Daten nicht für das Betreiben der angebotenen Spielen benötigten. Auch nicht mit dem chinesischen Tech-Riesen Tencent, der zwar als Minderheitsaktionär an Epic Games beteiligt ist, aber keinen Zugriff auf Nutzerdaten habe.
Onlinezwang adé
Eine gute Nachricht von der Offline-Front: Der Onlinezwang bei Spielen, die auch ohne Internet-Anbindung funktionieren, soll im Epic Store noch Anfang 2019 aufgehoben werden, wie Sweeney erklärt.
Warum der Epic Store und seine Exklusivspiele auch den Spieleentwicklern, Spielern und letztlich der Innovation in der Branche zugute kommen sollen, legt Sweeney ebenfalls dar:
"Diese Exklusivprodukte kommen nicht umsonst in den Handel; sie sind das Ergebnis einer Kombination aus Marketingverpflichtungen, Entwicklungsfinanzierung oder Umsatzgarantien. Dies alles hilft den Entwicklern."
Konkurrenz belebt das Geschäft
Auch erläutert Sweeney, warum er in einer Vielzahl an Shops überwiegend Vorteile für die Branche sieht. Der CEO spricht von einer »Notwendigkeit für ein gesundes Ökosystem« der Shops. Demnach würden Monopol-ähnliche Zustände die Tendenz erzeugen, dass der vorherrschende Shop immer größere Gewinn-Anteile erzielen wolle. Das gehe letzlich zu Ungunsten der Entwickler und Spieler. Gibt es dagegen mehrere Shops in gesundem Wettbewerb, gebe es »bessere Preise für euch, bessere Angebote für Entwickler und mehr Investitionen in neue Inhalte und Innovationen«.
Epic verlangt von Entwicklern 12 Prozent Anteil an den Verkäufen, Steam dagegen die bisher branchentypischen 30 Prozent. Sweeney hebt hervor, dass es sich bei dieser Differenz um den Unterschied zwischen unternehmerischem Leben und Tod handeln könne.
14:31
Angriff auf Steam - Warum der Epic Store die erste echte Konkurrenz für Valve ist (Video)
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