Seite 2: Die besten Lösungen gegen Hitze 2026: Darauf solltet ihr bei Klimaanlagen achten!

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Wissenswertes über Klimaanlagen

Bei der Wahl der richtigen Klimaanlage gibt es einige Aspekte zu beachten, wenn man am Ende nicht mit einem Gerät dastehen will, das man nicht installieren kann oder darf. Was es zu beachten gibt, erfahrt ihr hier.

Viele stationäre Klimaanlagen dürfen nicht ohne qualifizierte Handwerker eingebaut werden. (Bildquelle: Adobe Stock) Viele stationäre Klimaanlagen dürfen nicht ohne qualifizierte Handwerker eingebaut werden. (Bildquelle: Adobe Stock)

Monoblock oder Split – Vor- und Nachteile

Jede Klimaanlage besteht grob gesagt aus drei Hauptkomponenten:

  • Ein Kompressor, der – wie bei Kühlschränken – über eine Kühlflüssigkeit Wärme aus dem Umfeld entzieht – dadurch entsteht Kälte.
  • Einen Ablüfter, der die Wärme zum Beispiel nach draußen bläst.
  • Einen Lüfter, der die kalte Luft nach innen bläst.

Monoblock-Klimaanlagen

Eine Monoblock-Klimaanlage besteht – wie der Name schon andeutet – aus einem einzigen Gerät, in dem alle Komponenten unter einem Deckel verbaut sind. Diese kompakte Bauweise ist der Grund, weshalb die meisten Monoblock-Geräte mobile Klimaanlagen sind, auch wenn es stationäre Modelle gibt.

Monoblock-Klimaanlagen müssen einen Abluftschlauch nach draußen führen – die Abdichtung kann eine Herausforderung sein. (Bildquelle: Midea) Monoblock-Klimaanlagen müssen einen Abluftschlauch nach draußen führen – die Abdichtung kann eine Herausforderung sein. (Bildquelle: Midea)

Weil die warme Abluft den Raum mitaufheizt, und somit die Kühlung negieren würde, muss diese aus dem Gerät irgendwie nach außen transportiert werden. Durch das Hinausblasen über einen Abluftschlauch entsteht ein Unterdruck im Raum, der warme Luft wieder von außen nach innen saugt, wenn die Abdichtung nicht gut genug ist. Das kann den Wirkungsgrad von Monoblock-Anlagen im Gegensatz zu Split-Anlagen massiv senken. Aus diesem Grund sind mobile Split-Anlagen, wie die Midea PortaSplit eben so beliebt.

Wie funktioniert eine mobile Monoblock-Klimaanlage?

Frei stehende mobile Klimaanlagen blasen die warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen. Weil dadurch im Raum ein Unterdruck entsteht, wird die warme Luft von draußen direkt wieder in den Raum gezogen, also muss man den Schlauch am Fenster abdichten. Bei unseren europäischen Kipp-Fenstern ist das aber nicht so einfach, wie bei den Schiebefenstern auf der anderen Seite des Ozeans.

Was muss man bei stationären Monoblock-Anlagen beachten?

Stationäre Monoblock-Klimaanlagen haben keinen Abluftschlauch und werden an der Außenwand montiert, sodass sie die warme Abluft direkt hinausblasen können. Dafür muss man aber auch Löcher in die Wand bohren, wodurch man sich mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung auseinandersetzen muss.

Split-Klimaanlagen

Während bei Monoblock-Geräten alles in einem Gerät sitzt, werden bei Split-Klimaanlagen die Hauptkomponenten auf zwei verschiedene Einheiten aufgeteilt: eine Außeneinheit für die Abluft und eine (Monosplit) oder mehrere Inneneinheiten (Multisplit) für die gekühlte Luft – oder warme Luft, wenn man die Anlage auch als Wärmepumpe nutzen kann.

Eine Außeneinheit kann mehrere Inneneinheiten mit Kälte versorgen. Solche Multisplit-Anlagen sind vor allem in großen Wohnungen nützlich. (Bildquelle: Adobe Stock) Eine Außeneinheit kann mehrere Inneneinheiten mit Kälte versorgen. Solche Multisplit-Anlagen sind vor allem in großen Wohnungen nützlich. (Bildquelle: Adobe Stock)

Wie funktioniert eine stationäre Split-Klimaanlage?

Wegen des komplexeren Aufbaus sind die meisten Split-Anlagen stationär und müssen von einem Handwerker installiert und wegen der Außeneinheit von Vermieter und Hausverwaltung abgesegnet werden. Diese Außeneinheit beherbergt in der Regel neben dem Ablüfter auch den lauten Kompressor, weshalb die Geräuschkulisse innen leiser ist, aber bei lauteren Geräten die Nachbarn genervt sein könnten.

Was muss man bei einer mobilen Split-Klimaanlage beachten?

Es gibt einige wenige mobile Split-Klimaanlagen, wie die Midea PortaSplit, bei der man die Außeneinheit einfach auf den Balkon stellen kann, während der Schlauch zur Inneneinheit durch ein Fenster geführt wird. Auf diese Weise spart man sich die Handwerker, aber nicht jeder hat einen Balkon. Dafür gibt es zwar Halterungen, die man einfach außen vor einem Fenster montieren kann, aber hier kann sich leider wieder der Vermieter oder die Hausverwaltung einschalten.

Die richtige Menge BTU für eure Räumlichkeiten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Klimaanlage zu nutzen. Man kann sie zum Beispiel ausgeschaltet lassen und erst dann volle Pulle manuell anschalten, wenn man akut gegen Hitze vorgehen will – was man vor allem bei mobilen Monoblock-Geräten macht. Viele bevorzugen aber eine konstante, angenehme Temperatur, die man über ein Thermostat, direkt am Gerät oder über ein Smarthome-System einstellen kann. In diesem Fall schaltet sich die Klimaanlage immer automatisch ein und aus, bis die gewünschte Raumtemperatur erreicht ist. Wer vor allem den automatisierten Betrieb nutzen will, sollte auf die BTU achten.

Was sind BTU?

Mit W, V und dB können die meisten ja noch etwas anfangen, aber bei Klimaanlagen wird immer eine weitere Maßeinheit angegeben, die vermutlich nur die wenigsten kennen, die BTU – British Thermal Unit (Britische Wärmeeinheit). Ein BTU ist die Menge an Energie, die benötigt wird, um ein britisches Pfund (ca. 454g) Wasser um ein Grad Fahrenheit (5/9 Kelvin) zu erhitzen. Umgerechnet sind 1 BTU ungefähr 0,3 Wattstunden.

Die Devise »lieber zu viel, als zu wenig« gilt bei vielen Geräten – zwar auch bei Klimaanlagen, aber man sollte es nicht komplett übertreiben. Wie stark eine Klimaanlage kühlt, lässt sich an der BTU-Zahl ablesen, und diese sollte weder zu tief noch zu hoch sein, denn auch eine zu hohe Kühlleistung kann sich negativ auf das Ergebnis der Klimaanlage auswirken. Das Wichtigste ist, die BTU an eure Raumgröße anzupassen.

Nicht nur die Fläche, auch hohe Decken müssen bedacht werden. Schaut am besten, welches Raumvolumen empfohlen wird. (Bildquelle: Adobe Stock) Nicht nur die Fläche, auch hohe Decken müssen bedacht werden. Schaut am besten, welches Raumvolumen empfohlen wird. (Bildquelle: Adobe Stock)

  • Hat die Klimaanlage zu wenige BTU für euer Zimmer, läuft sie im Dauerbetrieb, ohne dabei die Luft richtig abzukühlen – das verbraucht am Ende sehr viel Strom.
  • Hat sie zu viele BTU, ist die Luft schneller abgekühlt und die Anlage schaltet sich früher von allein aus. Dadurch kann die Luft evtl. nicht ausreichend entfeuchtet werden, wodurch die Raumluft stickiger ist, als bei einem schwächeren Gerät.

Bei vielen Klimaanlagen steht in den Produktbeschreibungen, für wie viele Quadratmeter sie geeignet sind. Ich würde raten, euch möglichst an diesen Wert zu halten, ± 5 m². Solltet ihr besonders hohe oder tiefe Decken haben, müsst ihr natürlich etwas mehr oder weniger BTU einplanen.

Sollten keine m²- oder m³-Empfehlungen angegeben werden, dann rechnet ungefähr mit mindestens 2500 bis 3000 BTU pro 10 m² – für ein durchschnittliches Wohnzimmer werden also 7000 bis 9000 BTU ausreichen. Falls ihr eine Klimaanlage mit Abluftschlauch habt, solltet ihr hier eher einen draufsetzen – vor allem, wenn ihr Schwierigkeiten beim Abdichten habt, oder eure Zimmer extrem heiß werden.


Unser Ratgeber wird Stück für Stück erweitert. Wolltet ihr schon immer was über Klimaanlagen wissen? Dann schreibt es gerne in die Kommentare!

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