Mein Vater hat bereits Ende der 1980er einen PC in unseren Haushalt gebracht. Der war zwar primär für seine Arbeit gedacht, aber das ein oder andere Spiel durften wir Kinder dennoch darauf ausprobieren.
In meiner Erinnerung war der Tetris-Klon Blockout das erste PC-Spiel, das ich je gezockt habe. Die Hardware damals: Ein 386er von Intel, wenn ich mich recht entsinne.
Seitdem verbinde ich das Spielen auf dem PC nicht nur mit großem Spaß am Zocken, sondern auch mit dem freudigen und gespannten Warten auf das nächste PC-Upgrade.
Die Zeiten haben sich zwar stark geändert, allein, weil ich inzwischen Kinder habe, weniger zum Spielen komme als früher und Hardware-Upgrades immer seltener wirklich nötig sind (erst recht, wenn man so bei League of Legends, The Bazaar & Co. hängen bleibt, wie ich).
Aber sowohl beruflich als auch privat blicke ich dennoch weiter gespannt auf das, was sich in der Hardware-Welt so alles tut. Und das macht mir aktuell so wenig Spaß wie nie zuvor.
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1.039 für WAS?! Die Steam Machine ist Valves teuerster Fehler
Keine spannende neue Hardware in Sicht
Es ist inzwischen etwa 18 Monate her, dass neue Grafikkarten von AMD (RX 9000) und Nvidia (RTX 5000) auf den Markt gekommen sind.
Gefühlt gab es nach so einer Zeit in der Vergangenheit längst jede Menge Gerüchte über die neuen GPU-Generationen und zumindest einen groben Release-Zeitraum am Horizont. Doch aktuell ist da größtenteils nur gähnende Leere.
Vom RX-9000-Nachfolger fehlt jede Spur, Nvidia wird wohl irgendwann 2027 erst mal den gewohnten, lauen Super
-Aufguss der aktuellen Modelle bringen und von Intel hört man seit Monaten nichts mehr.
Apropos Intel: Bei Prozessoren steht mit Nova-Lake-Modellen samt neuem big LastLevelCache
(bLLC) zwar immerhin ein spannender Konkurrent gegen AMDs X3D-Dominanz ins Haus. Wann genau der erscheint, bleibt aber abzuwarten.
Erschwerend hinzukommt, dass CPUs langsam einen Punkt erreicht haben, wo es schwerfällt, sie in Bezug auf Spiele weiter zu optimieren. Hohe Taktraten, viele Kerne, AMDs cleverer X3D-Cache – das alles gibt es inzwischen schon seit Jahren und nennenswerte Neuerungen finden sich kaum noch.
Klingt nicht gerade rosig, dabei habe ich den nervigsten aktuellen Faktor in Bezug auf PC-Hardware bis jetzt noch nicht einmal angesprochen.
Der KI-generierte Elefant im Raum
KI ist überall, und so nützlich die entsprechenden Tools auch sein können (mit Betonung auf können
), so nervig sind die Folgen, die der weltweite KI-Boom auf dem Hardware-Markt hat.
Ich erzähle niemandem etwas Neues, wenn ich von den stark gestiegenen RAM- und SSD-Preisen spreche, die uns weiterhin begleiten – und ein Ende scheint nicht in Sicht.
Von Selbstbau-PCs über die Steam Machine bis hin zu Notebooks und Handhelds ist Gaming-Hardware durch die Bank meist ein teures Vergnügen. Und wer bei Grafikkarten das Schnellste vom Schellen in Form der RTX 5090 haben will, der muss aktuell wieder stolze 4.000 Euro in die Hand nehmen.
Da wünscht man sich doch glatt die Zeiten mit Titan-Grafikkarten von Nvidia zurück, in denen ein Preis von über 1.000 Euro für eine Grafikkarte das höchste der Gefühle war, über das man sich beschweren konnte!
Und dann ist da ja noch das schwierige Thema von DLSS 5 und dem Einfluss, den es durch generative KI auf die zukünftige Optik von Spielen haben könnte. Aber dieses Ei ist ja (noch) ungelegt, von daher will ich hier einfach mal das Beste hoffen.
Viel Geduld ist gefragt
Was durch all das bei mir bleibt, ist vor allem eine große innere Leere in Bezug auf das PC-Gaming und die Hardware, die es dafür braucht. Vielleicht geht es euch ja genau so.
Doch trotz der aktuell und wohl auch mittelfristig düster aussehenden Situation möchte ich die Hoffnung nicht aufgeben. Früher oder später werden wieder spannende Grafikkarten und andere coole Gaming-Hardware auf den Markt kommen.
Und es gibt bestimmt weiter jede Menge neue technische Ansätze und Innovationen, die ich aktuell noch nicht auf dem Schirm habe.
Doch eines scheint mir sicher zu sein: Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis wir passende neue Hardware zu Gesicht bekommen.

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