Screenshots, Clips, Memes – Chaos. Mein Speicherplatz hat lange alles aufgesaugt wie ein schwarzes Loch. Den Speicher manuell nach Fotos von Urlauben oder Parties durchforsten, dauerte mir aber viel zu lange. Also habe ich alles regelmäßig auf externe Festplatten gepackt, bis es auch dort immer unübersichtlicher wurde und ich sogar Fehlermeldungen erhielt.
Eine Alternative musste her. Meine Wahl fällt auf KI-gestützte Software, die mir das Sortieren abnimmt. Dabei hat Qualität aber ihren Preis. Das habe ich schmerzlich erfahren müssen, als mir einige wichtige Fotos mit simpler Freeware beinahe abhanden gekommen wären.
Das Tool, das ich Euch heute vorstellen möchte, heißt Excire, ist eine Profi-Software und schlägt daher mit 169 Euro zu Buche – ist für mich in der Praxis aber ein Gamechanger und Rabattaktionen sind zum Glück auch keine Seltenheit. Außerdem liste ich am Ende noch einige Alternativen auf.
Das kann mein neues Lieblings-Bildertool
Kern des Bildertools ist die Suchleiste. Die KI verschlagwortet sämtliche Fotos vollautomatisch und die smarte Bilderkennung spürt nun alle Bilder in Sekundenbruchteilen auf. Über eine Freitext-Suche stöbere ich so gut wie jedes Bild im Wirrwarr auf. Wie das aussieht, zeigt euch der folgende Screenshot.
Excire Fotos legt nach einem umfangreichen Scan gering auflösende Thumbnails zu jedem Bild an, die fortan als Referenz dienen – erstes Alleinstellungsmerkmal der Software und für mich entscheidender Vorteil. Die Bildersuche läuft verglichen mit anderen Tools dadurch unglaublich schnell ab.
Zweites Alleinstellungsmerkmal: Hinter den Kulissen arbeitet eine lokale KI, die für die jeweiligen Aufgabenbereiche speziell trainiert wurde. Was lokal gespeichert wurde, wird als auch lokal verarbeitet. Das ist nicht nur angenehm aus Datenschutzsicht, sondern sorgt in der Praxis auch für genau die Ergebnisse, die ich suche.
Bei KI kommt schnell die Sorge auf: Die Software ist vielleicht nur ein Cashgrab. Immerhin wird heute in gefühlt jede zweite App KI integriert, um ja bloß beim nächsten großen Hype mitgemacht zu haben.
Aber die Experten hinter Excire beschäftigen sich nicht erst seit gestern mit der Thematik: Die Pattern Recognition Company entstand aus einem langjährigen Uni-Projekt und der Geschäftsführer kann sogar von sich behaupten, für die NASA gearbeitet zu haben.
Neben den beiden großen Pro-Punkten gibt es noch zwei weitere Aspekte, die bei Excire für mich den Kaufpreis gerechtfertigt haben:
- Die Suche funktioniert auch auf Deutsch hervorragend
- Auf dem YouTube-Kanal finden sich jede Menge Tutorials und ich habe Zugriff auf einen hilfreichen Support
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Was mir an Excire 2025 nicht gefällt: Die Bedienung ist zwar intuitiv, dennoch sind einige Shortcuts, die eingefleischten macOS-Nutzern ins Blut übergegangen sind, hier mit anderen Funktionen belegt. So bewirkt etwa die Leertaste keine Vorschau-Ansicht, was mich oft ärgert. Anderen OS-übergreifenden Programmen gelingt der Spagat oft besser.
Und natürlich muss sich jeder selbst überlegen, ob das Foto-Chaos wirklich ein Über-100-Euro-Problem ist. Zu Rabattaktionen wie dem Black Friday gibt es die Software aber immerhin oft günstiger und wir können euch in Absprache mit dem Hersteller den Rabattcode GAMESTAR zur Verfügung stellen, mit dem ihr 15 Prozent erhaltet.
Unabhängig davon empfehle ich euch aber trotzdem, davor die 14-tägigen Testphase zu nutzen, um die Software kostenlos zu testen.
So geht Ihr am besten vor
Schritt für Schritt taste ich mich an meinen Wunsch-Fotobestand heran. Über eine Funktion namens Auswahlprojekte sortiert das Programm inhaltlich oder zeitlich eng beieinander liegende Fotos vor, was mir enorm viel Zeit gespart hat. Am Ende habe ich so tatsächlich nur die besten Bilder der jeweiligen Situation behalten.
Nach nur wenigen Klicks wählt Excire eigenständig anhand von ästhetischen Merkmalen die besten Shots, sortiert nach Farben, Schlagworten oder Gesichtern. Augen zu, unscharf oder kein Lächeln auf dem Gesicht – die Optionen zur Aussortierung sind vielfältig.
Mit der Freitextsuche finde ich das verschollen geglaubte Bild, lasse mir ähnliche Bilder vorschlagen und filtere diese dann nach Ästhetik. Aus den besten Shots picke ich mir jeweils meine Favoriten heraus und vergebe Tags und Namen. Dutzende Fotos vom gleichen Messestand? Schnee von gestern.
Alternativlos? Nein, aber in der Klasse definitiv
Duplikatfinder-Apps gibt es wie Sand am Meer – die drei Zauberworte: Digital Asset Manager (kurz DAM). Wer wie ich eine clevere Fotoverwaltung ohne Schnickschnack sucht, kommt um so etwas kaum herum.
Die oben bereits aufgelisteten Vorteile machen Excire für mich trotz des hohen Einstiegspreises zur richtigen Wahl, auch nach vielen Einsätzen. Die Konkurrenz bietet meiner Erfahrung nach einfach nicht denselben Umfang – wenn doch, dann habe ich sie bisher nicht gefunden.
Ganz ohne Alternativen möchte ich Euch natürlich nicht stehen lassen.
Für iPhone-Nutzer bietet sich die hauseigene Fotos-App an. Die kann natürlich auch Gesichter erkennen und Personen taggen, ist dabei aber deutlich langsamer und nicht besonders präzise. Das Bordprogramm ist kostenlos und leistet solide Arbeit. Duplikate werden seit macOS Ventura und iOS 16 im Hintergrund aufgespürt und Schlagworte lassen sich (etwas mühsam) manuell hinzufügen.
In die engere Auswahl hat es das kostenlose DigiKam geschafft. Die OpenSource-Software richtet sich ebenfalls an Profis, die Bedienung der umfangreichen Ausstattung war für mich leider nicht besonders eingängig – hier verhält es sich meiner Meinung nach wie mit GIMP und Photoshop.
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