Ich kaufe zu jedem Handy immer eine Schutzhülle und ein Schutzglas. Zwar werden die Geräte durch Innovationen bei gehärtetem Glas immer robuster, aber bei den Preisen, die Handys heute kosten, gehe ich lieber auf Nummer sicher.
Und wisst ihr, was noch richtig teuer sein kann? Kameraobjektive. Genau aus diesem Grund kaufe ich für jedes einen sogenannten UV-Filter. Moment mal – was hat das Filtern von UV-Licht mit Schutzgläsern zu tun?
Nun, nicht viel und doch alles.
Was ist ein UV-Filter?
Ein UV-Filter ist ein transparentes Glas- oder Kunststoffelement, das vor dem Objektiv einer Kamera montiert wird. Meistens werden sie einfach an das Gewinde vorn angeschraubt.
Ursprünglich in der analogen Fotografie entwickelt, bestand der Hauptzweck eines UV-Filters darin, ultraviolettes Licht zu blockieren, das auf Filmaufnahmen oft zu einem bläulichen Schleier führen konnte.
Moderne Digitalkameras und Objektive lösen das Problem durch interne Beschichtungen und Sensorfilter. Und trotzdem kaufe ich zu jedem Objektiv einen UV-Filter, obwohl sie ihren Hauptzweck eigentlich nicht mehr erfüllen – aus einem triftigen Grund.
Ein UV-Filter ist meine Absicherung gegen Schäden
Mein Kaufgrund ist eigentlich ganz einfach. Der UV-Filter wird vorne an das Objektiv geschraubt und schützt dadurch das Frontelement vor …
- Stößen,
- Staub,
- Fingerabdrücken und anderen Schmutz.
Gerade bei Objektiven, die mehrere hundert oder tausende Euro kosten können, will ich lieber abgesichert sein, denn Unfälle geschehen.
Einmal ist mir ein teures 50mm-Objektiv aus der Hand gerutscht, als ich gerade Objektive wechseln wollte. Natürlich prallte es mit dem Glas voran auf den harten Asphalt. Ich habe schon das Schlimmste befürchtet. Der UV-Filter war gesprungen. Die Erleichterung kam dann, als ich ihn abgeschraubt habe: Das Objektiv war unbeschädigt!
Seitdem gehört so ein Filter zu meinen Must-Buys zu jedem Kameraobjektiv. Beim Kauf müsst ihr natürlich darauf achten, dass ihr ein Modell mit einem kompatiblen Gewindedurchmesser kauft.
Verändern UV-Filter die Bildqualität?
Obwohl UV-Filter oft als unverzichtbares Zubehör vermarktet werden, um die Bildqualität zu verbessern, ist dies ein weiterverbreiteter Irrglaube. Tatsächlich haben UV-Filter bei modernen digitalen Kameras keinen nennenswerten Einfluss auf die Bildqualität in Bezug auf UV-Licht.
Stattdessen kann die Verwendung minderwertiger oder unsachgemäß hergestellter UV-Filter die Bildqualität negativ beeinflussen. Insbesondere günstige Filter können Reflexionen, Lens Flares, eine Verringerung der Bildschärfe oder Minderung des Kontrastes verursachen.
Zudem können Filter mit besonders dicken Fassungen zu Vignetten führen. Dann werden die Ränder auf eurem Foto dunkler dargestellt als das Bildzentrum.
Es kann also durchaus Sinn ergeben, einen UV-Filter mit hochwertigen Materialien und von einem bekannten Hersteller zu kaufen. Teurere Modelle besitzen etwa Beschichtungen, um solchen Problemen entgegenzuwirken.
Ich habe jedoch selbst mit günstigen Filtern noch keine schlechten Erfahrungen bezüglich der Bildqualität machen müssen. Selbst ein Filter für gerade einmal 10 Euro erfüllt seine Schutzfunktion, ohne negative Auswirkungen auf die Bildqualität.
Wenn ihr euch ein teures Objektiv mit hoher optischer Güte gekauft habt, dann würde ich euch natürlich empfehlen, zu einem entsprechend hochwertigen UV-Filter zu greifen, damit die optischen Eigenschaften von eurem Objektiv möglichst unangetastet bleiben.

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