Der Fantasy- und Horror-Regisseur Guillermo del Toro (Pan's Labyrinth, Shape of Water) hat in einem Gespräch mit IGN darüber geredet, dass er einst in die Pläne involviert war, das Ego-Shooter-Meisterwerk BioShock zu verfilmen. Doch nach einigen desaströsen Telefonaten entschied er sich dazu, ganz großen Abstand von dem Projekt zu nehmen.
Zur Hölle, Nein!
Inzwischen ist schon seit einigen Jahren bekannt, dass Guillermo del Toro im Gespräch war, um BioShock zu verfilmen. Warum es nie dazu gekommen ist, war aber ein Geheimnis. Jetzt gibt der Filmemacher einen kleinen Einblick in die Hintergründe, woran das Projekt gescheitert ist.
Wisst ihr, ich habe es versucht. Wir hatten ein ziemlich ernstes Gespräch über ein paar Spiele. Ich finde, die Dynamik eines Videospiels unterscheidet sich sehr von der eines Films. In filmischer Sicht ähneln sie sich, was die Kameraführung und solche Dinge angeht, aber das Erzählen ist etwas völlig anderes, weil man keine Rätsel löst. Man setzt keine Dinge zusammen.
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Shape of Water - Neuer Trailer zeigt die Kreatur aus Guillermo Del Toros Fantasyfilm
(...) Man muss die Illusion einer unendlichen Sandbox erzeugen und das Publikum durch seine eigenen Entscheidungen nach rechts oder links führen, aber im Grunde muss man es dabei in eine bestimmte Richtung drängen. Das ist etwas ganz anderes.
Und was die Adaption von BioShock angeht: Wir hatten ein paar Telefonate. Das wahren wahrscheinlich einige der katastrophalsten Gespräche, die ich jemals geführt habe. Zur Hölle, Nein!
Eine konkrete Begründung liefert Guillermo del Toro zwar nicht, doch aus dem Subtext geht hervor, dass die grundlegenden kreativen Vorstellungen einer Videospielverfilmung bei den Verantwortlichen wohl weit auseinandergingen.
Bisher wurde keine Verfilmung von BioShock realisiert. Angeblich soll 2027 bei Netflix ein neuer Versuch starten.
Nicht die erste schlechte Erfahrung mit Videospielen
2010 wurde angekündigt, dass Guillermo del Toro zusammen mit dem Publisher THQ und dem Saints-Row-Entwickler Volition an einem Horrorspiel namens Insane arbeitet. Der Release war eigentlich für 2013 geplant, doch 2012 wurde das Spiel eingestampft. Eine Begründung für diese Entscheidung gab es nie. Da THQ fünf Monate später Insolvenz anmeldete, spielten vermutlich die Finanzen eine tragende Rolle.
Die gesamte Erfahrung war für del Toro so haarsträubend, dass der Gaming-Fan erklärte, nie wieder selbst ein Videospiel entwickeln zu wollen.

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