In einer Welt, in der Künstliche Intelligenz und Roboter immer mehr menschliche Arbeit übernehmen, stellt sich vielen eine drängende Frage: Wie sichern wir unsere Existenz, falls traditionelle Jobs verschwinden und Maschinen und KI das meiste übernehmen?
Sam Altman, CEO von OpenAI, hat darauf eine gewagte Antwort: das bedingungslose Grundeinkommen. Darüber berichteten unsere Kollegen von Xataka.
Silicon Valley's Millionen-Wette
Stellt euch vor, ihr bekommt jeden Monat 1.000 Dollar – einfach so, ohne Bedingungen. Klingt utopisch? Genau das hat OpenResearch in einem Experiment untersucht. Dabei wurden 45 Millionen US-Dollar investiert, um herauszufinden, was passiert, wenn Menschen Geld bekommen, ohne dafür arbeiten zu müssen.
14 Millionen Dollar davon hat Sam Altman angeblich aus eigener Tasche bezahlt.
3.000 Teilnehmer, 3 Jahre, überraschende Ergebnisse
Wie wurde bei der Studie vorgegangen? In Texas und Illinois wurden 3.000 Menschen mit niedrigem Einkommen ausgewählt. Ein Drittel erhielt monatlich 1.000 Dollar, der Rest bekam als Kontrollgruppe 50 Dollar im Monat.
Das sind die Ergebnisse:
- Die »Reichen« wurden großzügiger: Die 1.000-Dollar-Empfänger unterstützten häufiger andere Bedürftige.
- Geld ≠ Gesundheit: Überraschenderweise gab es keine direkten Verbesserungen bei Gesundheit oder Zugang zur Gesundheitsversorgung.
- Kurzfristige Erleichterung: Im ersten Jahr sank der Stress deutlich, aber dieser Effekt ließ mit der Zeit nach.
Wieso überhaupt ein Grundeinkommen?
Sam Altman hat schon im Jahr 2016 auf dem Y-Combinator-Blog geschrieben, dass er das bedingungslose Grundeinkommen interessant findet.
»Es stimmt, dass wir über Systeme verfügen, die den Menschen Mittel zur Verfügung stellen, aber die Bürokratie und die Qualifikationsanforderungen machen es zu einer sehr unvollkommenen Annäherung an das, was die meisten Menschen meinen, wenn sie von einem Grundeinkommen sprechen. Wir haben in anderen Ländern einige Beispiele für etwas, das einem Grundeinkommen nahe kommt, aber wir würden gerne sehen, wie es in den USA funktionieren würde.«
Auch Elon Musk hat dazu vor Jahren schon Aussagen getroffen:
»Die Chancen stehen gut, dass wir aufgrund der Automatisierung ein universelles Grundeinkommen oder etwas Ähnliches bekommen werden. [...] Ja, ich bin mir nicht sicher, was man sonst tun könnte. Ich denke, das ist es, was passieren würde.«
Die beiden Tech-Persönlichkeiten sind also schon lange darauf eingestellt, dass ein Grundeinkommen irgendwann nötig sein wird. Wie es genau aussehen soll, wollte OpenResearch mit ihrem »Experiment« herausfinden.
Die dunkle Seite des »kostenlosen« Geldes
Nicht alle sind von der Idee begeistert. Jaron Lanier, ein Pionier der Virtual Reality, sprach im Guardian eine Warnung aus.
Er glaubt, dass sich KI früher oder später negativ auf unsere Psyche auswirken wird. Entweder, weil die Menschen die Motivation verlieren würden, etwas zu leisten, oder weil sie anfangen würden, ihre Geldgeber zu »hassen«:
»Die Leute werden sagen: 'Ich hasse dich. Du sagst mir, dass du nützlich bist und ich nicht, und ich bin von deiner Großzügigkeit abhängig.'«
Internationale Forschung
Altmans Experiment ist nicht allein. In Kenia läuft seit 12 Jahren eine ähnliche Studie der Hilfsorganisation GiveDirectly.
Und in Alaska erhalten die Bürger seit den 80ern jährliche Zahlungen aus Öl- und Gaseinnahmen – ein real existierendes Grundeinkommen-Modell.
Mehr aus der Welt der Forschung: Der NASA-Roboter Curiosity hat versehentlich einen Felsen auf dem Mars geöffnet und damit einen gelben Schatz enthüllt
Die große Frage: Werden wir in einer Zukunft, in der KI unsere Jobs übernimmt, alle von einem Grundeinkommen leben? Oder gibt es andere Lösungen?
Was denkt ihr? Ist das bedingungslose Grundeinkommen der Weg in eine gerechte Zukunft oder eine gefährliche Utopie? Würdet ihr euren Job aufgeben, wenn ihr 1.000 Dollar im Monat garantiert hättet? Und wie würde sich unsere Gesellschaft verändern? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!


Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.