ChatGPT ist durch ein simples Feature spürbar besser geworden und ich frage mich, warum es nicht schon früher kam

Manchmal kann es so einfach sein. Dieses Feature hätte es schon 2023 geben können.

Endlich etwas frischer Wind im Feed. (Bildquelle: GameStar Tech – Jan Stahnke) Endlich etwas frischer Wind im Feed. (Bildquelle: GameStar Tech – Jan Stahnke)

Vor ein paar Wochen kam GPT-6 für alle Nutzer ohne Abo und das löst ein Problem, von dem ich vorher nicht einmal wusste, dass ich es habe.

Denn bisher war ChatGPT (und auch die anderen LLM-Kollegen) eine Wall-of-Text, wie man so schön sagt. Abgesehen von einer Liste und einer gesonderten Textbox gab es nicht viel fürs Auge.

Das hat sich nun geändert.

Das bisher schönste ChatGPT-Update

Seit GPT-6 für alle frei verfügbar ist, habe ich ein paar Wochen herumprobiert und komme zu dem Schluss, dass das wohl das beste Update für den Durchschnittsnutzer ist, das seit langem erschienen ist.

Was macht das Update genau? Es fügt unter anderem diverse visuelle Elemente in den Chat ein. Dabei werden Bilder aus dem Netz gesucht und im Chat angezeigt. Das sind oftmals keine generierten Bilder, sondern (zum Großteil) von Menschen erstellte Bilder samt Quelle. 

Das macht den Chat etwas übersichtlicher und schlicht schöner. Mir macht das Arbeiten mit ChatGPT auch mehr Spaß, seitdem das LLM auch mal Bilder einstreut.

Links seht ihr den alten Stil, bevor GPT-6. OpenAI nennt den neuen Visualisierungsstil von ChatGPT übrigens »Intelligent UI« (Intelligente Buntzeroberfläche). Links seht ihr den alten Stil, bevor GPT-6. OpenAI nennt den neuen Visualisierungsstil von ChatGPT übrigens »Intelligent UI« (Intelligente Buntzeroberfläche).

Interaktive Elemente müssen noch ausgereifter werden

OpenAI setzt mit dem Update auch mehr auf interaktive visuelle Elemente. Das war vorher zwar schon machbar, doch meiner Meinung nach war das selten von ausreichender Qualität.

Mit GPT-6 ist das schon deutlich besser geworden, wenn auch nicht perfekt.

Hier habe ich als Beispiel nach dem Aufbau eines Gaming-PCs gefragt und bekam erstmal eine kleine Grafik, wie man sie mittlerweile bei gefühlt jedem zweiten Geschäft finden kann. Immerhin dient es dem Zweck:

Zur Übersicht ist das Bild nicht schlecht, aber da geht noch mehr. Zur Übersicht ist das Bild nicht schlecht, aber da geht noch mehr.

Nachdem ich der KI klargemacht habe, dass ich gerne ein interaktives Element hätte, kam schon eher etwas nach meinen Vorstellungen dabei heraus:

Hier kann ich auf die einzelnen Bauteile in der Liste klicken und sie werden mir auf einfache Art erklärt. Hier kann ich auf die einzelnen Bauteile in der Liste klicken und sie werden mir auf einfache Art erklärt.

Hier wäre das obere, generierte Bild fast besser gewesen als das eher minderwertige Foto aus dem Internet. Zumal die KI anscheinend davon ausgeht, dass sie das Thema einem Einsteiger näherbringen soll, dann aber nicht genau aufzeigt, welche Komponente im Bild zu den Begrifflichkeiten in der Liste passt.

Also auch hier würde noch mehr gehen. Für den sehr kurzen Test-Prompt ist das Ergebnis aber vollkommen okay.

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Von einer Grafik war ich allerdings sehr enttäuscht. Nicht nur, weil sie rein optisch nicht viel hermacht, sie zeigt die tatsächliche Funktionsweise eines PCs ungefähr so gut wie eine Stromrechnung die Funktionsweise von Kernkraftwerken näherlegt.

Zwar ist der grobe Aufbau ungefähr korrekt, doch viel zu stark vereinfacht, als dass ich das wirklich jemandem zeigen würde, der ernsthaft etwas über PCs lernen will. Zwar ist der grobe Aufbau ungefähr korrekt, doch viel zu stark vereinfacht, als dass ich das wirklich jemandem zeigen würde, der ernsthaft etwas über PCs lernen will.

Fazit

Jan Stahnke: Trotz der bisher eher semi-starken interaktiven Elemente macht GPT-6 auf mich einen frischen und angenehmen Eindruck. Meiner Meinung nach war etwas visuelle Auflockerung im LLM-Feed schon lange überflüssig. 

Gerade als Autor von Online-Artikeln weiß ich, wie wichtig eine Präsentation ist, die einen nicht mit reinem Text erdrückt.


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Gerade die Tatsache, dass OpenAI und natürlich auch andere KI-Unternehmen die Verweildauer ihrer Nutzer maximieren wollen, veranlasst mich zum Wundern. Warum erst jetzt?

Aber besser spät als nie, richtig? Und in diesem Fall freue ich mich einfach, in Zukunft eine etwas schönere Präsentation im Chat zu bekommen als Textblöcke mit etwas Glück ein paar Listen.

Wie seht ihr das? Schreibt es gerne in die Kommentare!


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