OpenAI wird im laufenden Jahr – vorerst nur in den USA – Werbung in ChatGPT einführen, so viel ist aktuell nahezu fixiert. Diesen Vorgang lässt sich das Unternehmen fürstlich bezahlen, wie The Information (via Xataka) berichtet.
Demzufolge plant OpenAI, OpenAI, für Werbeanzeigen in ChatGPT rund 60 US-Dollar pro 1.000 Impressionen (CPM) zu verlangen. Ein solcher Preis liegt dem Bericht zufolge drei- bis viermal höher als bei Meta und übertrifft selbst Premium-Streaming-Angebote.
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Impressionsbasierte Abrechnung statt Klicks
Anders als bei Google oder Meta setzt OpenAI laut dem The-Information-Bericht auf ein Abrechnungsmodell, das auf Impressionen basiert – nicht auf Klicks. Werbetreibende erhalten lediglich aggregierte Daten zu Impressionen und Gesamtklicks, jedoch keine Conversion-Daten oder Informationen über Nutzerverhalten nach dem Klick.
Trotzdem rechtfertigt OpenAI den Preis mit dem Kontext: Die Anzeigen sollen dann erscheinen, wenn Nutzer aktiv nach relevanten Informationen suchen – nicht auf Basis von historischem Tracking, sondern anhand der aktuellen Absicht. Dieser Ansatz sei vergleichbar mit Premium-Werbeplätzen bei Live-Sportübertragungen, wo die Aufmerksamkeit der Zuschauer ebenfalls hoch ist.
Zumindest anhand der Nutzerzahlen hat OpenAI ein dickes Faustpfand: Eigenen Angaben zufolge knackte ChatGPT im Oktober 2025 die Zahl an 800 Millionen wöchentlich aktiver Nutzer.
- Die Werbeoffensive ist auch als wirtschaftliche Notwendigkeit zu sehen. Nach internen Dokumenten, über die The Information berichtet, rechnet OpenAI für 2026 mit operativen Verlusten von 14 Milliarden US-Dollar. Bis 2028 könnte dieser Wert auf kumulierte 44 Milliarden US-Dollar steigen.
- OpenAI hat sich zudem zu Zahlungsverpflichtungen von über 1,4 Billionen US-Dollar für den Ausbau von Rechenzentren verpflichtet – unter anderem gegenüber Microsoft, Oracle und Nvidia. Den Überblick über die ChatGPT-Vereinbarungen haben wir im verlinkten Artikel für euch aufbereitet.
Dass OpenAI einen CPM in dieser Höhe ansetzt, dürfte innerhalb der Branche für Aufsehen sorgen. Zum Vergleich: Ein 30-sekündiger Werbespot bei einem NFL-Spiel aus der US-zentrischen Sportart des American Football erreicht CPMs von etwa 60 bis 70 US-Dollar – allerdings mit millionenfacher Reichweite, etablierten Messmethoden und jahrzehntelanger Branchenerfahrung. Gängige TV-Sendungen liegen eher darunter.
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