In nur 9 Stunden und mit mehr als 1.000 Arbeitern machte China aus 7 Stunden Fahrzeit 90 Minuten dank neuer Gleisverbindung

Ein beeindruckender Fall der Koordination und Planung eines Großprojekts im Gleisbau aus dem Jahr 2018.

Viele Hände und großes Arbeitsgerät leisteten über Stunden Schwerstarbeit. (Bild: YouTube – The Impossible Build) Viele Hände und großes Arbeitsgerät leisteten über Stunden Schwerstarbeit. (Bild: YouTube – The Impossible Build)

Im Jahr 2018 sorgte China in Longyan mit einem sehenswerten Gleisbau für Aufsehen. Ziel war es, die Hochgeschwindigkeitszüge der neuen Nanlong-Linie auf die Linien Ganglong und Zhanglong zu erweitern.

Laut Clarin.com verkürzte sich die Reisezeit in der Region dank der neuen Anbindung teilweise von sieben Stunden auf nur 90 Minuten.

Update: Wir haben den Artikel um Informationen ergänzt und einen Hinweis auf mögliche Kritik an Bauprojekten in China hinzugefügt.

Wie viel Koordination und menschliche Arbeitskraft nötig waren, um das Projekt in neun Stunden umsetzen zu können, verdeutlicht das folgende Video:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Eindrucksvolle Zahlen

  • Insgesamt waren etwa 1.500 Arbeiter an der Aktion beteiligt. Sie begann um 18:30 Uhr und wurde am nächsten Tag um etwa 03:00 Uhr beendet.
  • Zu den eingesetzten Geräten gehörten sieben Arbeitszüge sowie 23 Bagger.
  • Die Gesamtlänge der betroffenen Verbindungen soll bei mehr als 246 Kilometern liegen.

Entscheidend für den Erfolg in so kurzer Zeit war eine genaue Planung aller Bauphasen durch die Ingenieure, die für das Projekt verantwortlich waren.

Zu den verschiedenen Aufgaben gehörten unter anderem die Betonierung des Untergrundes sowie die Installation der nötigen Signalanlagen und Überwachungstechnik.


Video starten 3:17 Neue Kamera ist dank Zubehör zugleich eine Action-Cam, eine Systemkamera und sogar eine Polaroid


Schnelle Züge, monatelange Planung im Voraus

Die eingesetzten Züge erreichen Maximalgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. Lokalisiert sind sie im Bereich von Südost- und Zentralchina.

Um die Anbindung der verschiedenen Bahnlinien in Longyan in so kurzer Zeit bauen zu können, war im Vorfeld eine monatelange Planung inklusive Bodenuntersuchungen und entsprechender Logistik nötig.

Die Namen der neu verbundenen Linie setzen sich übrigens jeweils aus den beiden Städten zusammen, die den Start- und Endpunkt markieren:

  • Nanlong: Nanping - Longyan
  • Ganlong: Ganzhou - Longyan
  • Zhanglong: Zhangping - Longyan

Das macht den beschriebenen Bau in Longyan als zentralen Verbindungspunkt nochmals deutlich.

Der Ort, an dem die beschriebene Aktion stattgefunden hat, befindet sich im Südosten Chinas beziehungsweise südlich von Peking. Der Ort, an dem die beschriebene Aktion stattgefunden hat, befindet sich im Südosten Chinas beziehungsweise südlich von Peking.


Tunnel zu bauen ist ja schön und gut, aber in China halbieren sie sogar Berge, um die höchste Brücke der Welt mit einer neuen Autobahn zu verbinden


In jüngerer Vergangenheit hat China mit dem Bau der höchsten Brücke der Welt für Aufsehen gesorgt. Mehr dazu erfahrt ihr im oben verlinkten Artikel.

Die Brücke ist fast drei Kilometer lang und befindet sich in einer Höhe von über 600 Metern. Aufgrund ihres spektakulären Anblicks dient sie auch als lokale Touristenattraktion.

Doch trotz der durchaus beeindruckenden logistischen und technischen Leistungen, die bei solchen Projekten in China vollbracht werden, gibt es immer wieder auch Kritik daran, etwa in Bezug auf die Arbeitsbedingungen oder die Auswirkungen auf die lokale Umwelt und Bevölkerung.

zu den Kommentaren (66)

Kommentare(67)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.