Star-Regisseur Christopher Nolan besitzt immer noch kein Smartphone: Eine Sache wird im Alltag für ihn immer mehr zum Problem

Der bewusste Verzicht auf ein Handy werde von Jahr zu Jahr wegen einer Sache immer schwieriger: QR-Codes.

Handys sind für Christopher Nolan ein No-go. (Bildquelle: Universal Pictures UK) Handys sind für Christopher Nolan ein No-go. (Bildquelle: Universal Pictures UK)

Regisseur Christopher Nolan liebt riesige IMAX-Kameras und modernste Filmtechnik – doch das wohl meistverbreitete Gadget der Welt verweigert er bis heute. Wie der Oscar-Preisträger in einem aktuellen Interview mit der Zeitschrift Telegraph verriet, besitzt er nach wie vor kein Smartphone, auch wenn es von Jahr zu Jahr für ihn schwieriger wird, darauf zu verzichten.

Seine Weigerung ist dabei nicht in der Ablehnung von Technologie begründet, sondern hat vielmehr handfeste Gründe, die mit seiner Arbeit als Regisseur zu tun haben.

Wer aufs Handy starrt, vergeudet wertvolles kreatives Potenzial. Nolan fürchtet dabei nicht nur, »furchtbar süchtig« zu werden, er braucht die kurzen Wartezeiten am Flughafen oder im Restaurant zwingend, um Ideen für seine Filme zu entwickeln.

Während der Rest der Gesellschaft in seinen Augen zu »Pod-Leuten« werde, arbeite er daran, offline sein nächstes Hollywood-Epos zu erstellen.

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Die Furcht, zermürbt zu werden

Doch mühelos lässt sich diese digitale Abstinenz heutzutage kaum noch durchhalten. Nolan gibt gegenüber der Zeitung lachend zu, dass er fürchtet, die auf Digitalisierung gepolte Welt werde ihn irgendwann unweigerlich »zermürben«.

Besonders eine alltägliche Hürde macht ihm demnach zu schaffen: »Die Rückkehr des QR-Codes seit Covid war besonders schwierig für mich.«

QR-Codes spielen im Alltag eine immer größere Rolle. In Restaurants dienen sie als Link zur digitalen Speisekarte. Zudem werden sie immer häufiger für Tickets oder bei der Einreise in fremde Länder verwendet.

Menschen, die bewusst auf Handys verzichten, werden im modernen Leben dadurch zunehmend ausgeschlossen.

Die Vorteile überwiegen

Doch den logistischen Hürden im Alltag stehen für den Filmemacher große Vorteile gegenüber, die über die Nutzung der Zeit zur Ideenfindung hinausgehen.

Ohne ständigen Internetzugang in der Hosentasche gerate er gar nicht erst in Versuchung, sich Kritiken durchzulesen, in Online-Debatten einzumischen oder auf den neusten Hollywood-Klatsch zu reagieren.

Wie befreiend das sei, zeigte sich im vergangenen Jahr, als plötzlich das Gerücht kursierte, er würde ein Remake des 80er-Jahre-Helikopter-Thrillers Blue Thunder drehen. Nolan nahm es offline schlichtweg mit Verwirrung zur Kenntnis, verspürte aber keinen Drang, es richtigzustellen. Zumal sei er, wie er im Interview anmerkt, ohnehin schon immer eher ein Airwolf-Fan gewesen.

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Der Star-Regisseur ist mit seiner ablehnenden Haltung nicht allein. So sollen Stars wie Christopher Walken, Michael Cera oder Ed Sheeran ebenfalls kein Handy besitzen.

Nun ist eure Meinung gefragt. Verzichtet ihr gelegentlich bewusst auf euer Handy oder ist es aus eurem Alltag nicht mehr wegzudenken? Schreibt uns dazu gerne unten einen Kommentar.


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