Ihr seid auf Suche nach neuen Kopfhörern? Check. Ihr wollt nicht viel Geld ausgeben? Nächster Haken gesetzt. Für euch steht die Klangqualität im Vordergrund? Dann solltet ihr unbedingt die CMF Buds Pro 2 in die engere Auswahl nehmen.
Die neuen Kopfhörer von CMF machen für ihr Geld eine sehr gute Figur und bieten darüber hinaus noch ein paar nette Gimmicks.
Ich habe über 40 Stunden reingehört und bin mir sicher: Die allermeisten müssen für gute Kopfhörer nicht mehr als 60 Euro ausgeben.
Tranparenzhinweis: CMF/Nothing hat mir für den Test die CMF Buds Pro 2 kostenfrei zur Verfügung gestellt. Der Hersteller hatte keinen Einfluss auf den Artikelinhalt und bekam keine Einsicht vor Erscheinen des Tests. Es bestand keine Verpflichtung zu einem Testbericht.
Design und Verarbeitung
CMF respektive Nothing muss man es einfach lassen: Selbst bei ihren preisgünstigen Produkten lassen sie sich etwas einfallen, um aus der Masse herauszustechen.
Die Kopfhörer werden in einem bunten Etui geliefert, das gleichzeitig als Fernbedienung dient. »Smart Dial« nennt CMF diese Funktion.
Mit dem auffälligen Drehrad an der Seite des Kopfhörers kann man die Lautstärke regeln, Start und Pause drücken oder einen Titel überspringen.
Die Funktion ist so einfach wie genial, ihr könnt sie aber auch am Kopfhörer selbst vornehmen.
Wer Angst hat, dass die Fernbedienung beim Verstauen des Cases in der Hosentasche versehentlich einen Musiktitel überspringt, kann die Funktion auch komplett deaktivieren.
Gefertigt ist das bunte Case aus Kunststoff und fühlt sich in den Händen akzeptabel an. Die Kopfhörer hingegen wirken etwas minderwertig.
Im Lieferumfang befinden sich weitere Silikonaufsätze, um die optimale Größe für die Ohren zu finden. In der App gibt es passend dazu eine Funktion, um die optimale Passform für den Gehörgang zu ermitteln.
Generell liegen die beiden In-Ears sehr angenehm im Ohr. Auch bei längeren Sessions fangen sie zumindest bei mir nicht an zu stören.
So habe ich getestet
Ich habe die Kopfhörer mehr als 40 Stunden getragen, sowohl bei der Arbeit als auch in der Freizeit, einschließlich Microsoft Teams und beim Musikhören mit Spotifiy, Amazon Music und YouTube Music. Ich habe die Kopfhörer sowohl unter Android als auch unter iOS verwendet.
Technische Details
Farben: Dunkelgrau, Hellgrau, Orange, Blau
Maße der Ohrhörer: 33.1 x 20.2 x 23.8 Millimeter
Maße des Cases: 53.4 x 53.4 x 23 Millimeter
Gewicht: 4,9 Gramm, 46 Gramm (Case)
Treiber: 11-mm-Basstreiber + 6-mm-Mikroplanar-Hochtöner
Audio Codec: AAC, SBC, LDAC
ANC: Tiefe: Bis zu 50 dB, Frequenzbereich: 5.000 Hz
Tranzparenzmodus: Ja
Mikrofone: Jeder Ohrhörer 3 Mikrofone, beide Ohrhörer 6 Mikrofone
Akku: 60 mAh, 460 mAh (Ladecase)
Akkulaufzeit laut Hersteller: Wiedergabe ohne ANC: Bis zu 25 Stunden mit Lade-Case und bis zu 6,5 Stunden nur mit Ohrhörern. Wiedergabe mit ANC/Transparenzmodus: Bis zu 16,6 Stunden mit Lade-Case und bis zu 4,3 Stunden nur mit Ohrhörern
Konnektivität: Bluetooth 5.3, Dual Connection
Kompatibilität: Android 5.1 und höher, iOS 13 und höher
IP-Zertifizierung: IP55
Lieferumfang: Kopfhörer, Ladecase, Ohreinsätze in den Größen S, M und L.
Preise und Verfügbarkeit
Die CMF Buds Pro 2 sind bereits zu einem Preis von rund 60 Euro (UVP) auf der offiziellen Webseite des Herstellers oder bei Amazon verfügbar.
Einrichtung, Bedienung und App
Die Verbindung zum Headset erfolgt über die App »Nothing X«. Im Test wurden die Kopfhörer direkt erkannt und innerhalb weniger Minuten eingerichtet.
Neben der Bedienung über das Case kann die Steuerung auch über die einzelnen Ohrhörer erfolgen. Für jeden Kopfhörer gibt es verschiedene Auswahlmöglichkeiten:
- Zweimal antippen
- Dreimal antippen
- Einmal antippen und halten
- Zweimal antippen und halten
In den Einstellungen könnt ihr auch eine Trageerkennung ein- und ausschalten. Dadurch wird die Musik beim Tragen oder Abnehmen der Kopfhörer gestoppt oder gestartet, was im Test zufriedenstellend funktioniert hat.
Außerdem findet ihr hier im Menü die Option zum Aktivieren des LDAC-Codecs, auf den ich später noch eingehe.
Wenn man einen der beiden Kopfhörer verloren hat, kann man einen Ton abspielen, um ihn wiederzufinden. Der Sound ist recht leise, aber laut genug, um sie zu Hause wiederzufinden.
Integration mit ChatGPT
Alternativ könnt ihr auch die CMF Buds Pro 2 als Sprachassistenten für ChatGPT nutzen. Dazu müsst ihr allerdings ein Nothing oder CMF Phone besitzen sowie einen Account bei Open AI eröffnen und diesen anschließend verknüpfen.
Wie das im Prinzip funktioniert, zum Beispiel mit den Nothing Ear Kopfhörern, zeigt euch Kollege Linh genauer:
4:28
Mein Handy hat jetzt ChatGPT integriert: So sieht das in der Praxis aus
Die CMF Buds Pro 2 klingen sehr gut
Ich persönlich mag einen ausgewogenen Klang und die CMF Buds Pro 2 gefallen mir hier sehr gut. Insgesamt bieten die Kopfhörer eine gute Qualität mit einer breiten Klangbühne.
Optional gibt es in den Einstellungen auch die Option »Ultra Bass«.
Für meinen Geschmack wirken die Bässe dann aber bei hoher Lautstärke zu dominant und »dumpf«. Ohne diese Funktion kommen die Bässe aber hervorragend, klar und differenziert rüber.
Drehe ich die Musik auf das Maximum, verlieren die Mitten etwas an Präsenz, bleiben aber sauber und gut zu verorten. Die Höhen gleiten nicht ins Schrille oder Kratzige ab, verlieren aber etwas an Klarheit.
Trotz dieser kleinen Schwächen bleibt der Klang insgesamt akkurat, präzise und kann mich überzeugen.
Mit neuen Kopfhörern höre ich immer wieder gerne »Africa« von Toto und »Burn it Down« von Linkin Park. Die vielen Instrumente und Soundeffekte werden von den CMF Buds Pro 2 sehr klar und prägnant wiedergegeben, was für ein sehr gutes Klangerlebnis sorgt.
Link zum Spotify-Inhalt
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Im Vergleich zu deutlich teureren Kopfhörern wie den Apple AirPods oder den Galaxy Buds 3 Pro ist der Klang zwar nicht kristallklar. Aber man vergisst schnell, dass die Musik gerade aus 60-Euro-Kopfhörern kommt.
Die Funktion Spatial Audio sorgt zusätzlich für räumliche Musik, eine Art Kinoerlebnis, was im Test zu meiner Überraschung auch recht gut funktioniert. Nach mehreren Versuchen habe ich diese Funktion stets aktiviert.
Unterstützt das Smartphone den LDAC-Codec, kann man sich auf High-Res-Audio freuen. Testweise habe ich die Kopfhörer mit einem Smartphone verbunden, das diesen Codec nicht unterstützt.
Ein nennenswerter Unterschied lässt sich hauptsächlich in Nuancen feststellen. Allerdings ist der Unterschied für mein Empfinden zu gering, um eine Kaufentscheidung davon abhängig zu machen.
Abschließend sei noch der einfache Equalizer erwähnt, mit dem man sein eigenes Klangprofil erstellen kann.
ANC und Transparenzmodus sind vergleichsweise in Ordnung
Ich vermute, dass sich Nothing bei den günstigen Kopfhörern auf die Klangqualität konzentriert hat – und das ist meiner Meinung nach auch richtig so.
Der ANC-Modus der Buds Pro 2 kann dagegen nicht überzeugen. Die ANC-Funktion hat drei einstellbare Stufen – niedrig, mittel sowie hoch - und einen adaptiven Modus, der sich automatisch an die Umgebung anpasst.
In der Praxis ist der ANC-Modus im Allgemeinen gut darin, gleichmäßige Hintergrundgeräusche herauszufiltern, aber bei Sprache und plötzlich auftretenden hohen Tönen hat der Modus seine klaren Schwächen.
Wer also in Bus, Bahn oder Flugzeug festsitzt und weder Sprache noch lautes Babygeschrei hören möchte, wird mit den CMF Buds Pro 2 keine Ruhe finden.
Der transparente Modus funktioniert in Ordnung. Ich bekomme genau dann Umgebungsgeräusche mit, wenn ich sie brauche. Allerdings lässt hier die Klarheit zu wünschen übrig.
Alles in allem sind beide Features in gewisser Hinsicht »nice to have«, aber bei der Konkurrenz deutlich besser. Dafür zahlt man aber unter Umständen auch den doppelten oder gar dreifachen Preis.
Das Mikrofon
Die CMF Buds Pro 2 sind mit sechs Mikrofonen (drei pro Ohrhörer) ausgestattet und verwenden die Clear Voice Technology 2.0. Damit soll die Gesprächsqualität verbessert werden, indem die Funktion Hintergrundgeräusche minimiert und sicherstellt, dass eure Stimme klar übertragen wird.
Windgeräusche werden zwar nicht vollständig eliminiert, aber deutlich reduziert, so dass die Ohrhörer auch bei Wind zum Telefonieren geeignet sind.
In der Praxis ist die Leistung des Mikrofons recht solide. Es fängt die Stimme des Trägers gut ein. Umgebungsgeräusche werden in einem guten Maße unterdrückt.
Allerdings sind während des Gesprächs immer noch einige Hintergrundgeräusche wahrnehmbar.
Akkulaufzeit
Ich bin mit der Akkulaufzeit der CMF Buds Pro 2 zufrieden. Wie immer hängt die tatsächliche Laufzeit von der Nutzung und den aktivierten Funktionen ab.
Mit ANC hatte ich die Kopfhörer knapp vier Stunden im Ohr, bis sie wieder in die Tasche mussten. Ohne aktiviertes ANC halten die Kopfhörer deutlich länger und schaffen sieben Stunden Wiedergabezeit.
Die Herstellerangaben sind also durchaus realistisch. Schaltet man LDAC ein, verkürzt sich die Akkulaufzeit nochmals. Hier kam ich ohne ANC-Modus auf etwa sechs Stunden Wiedergabezeit.
Solltet ihr die CMF Buds Pro 2 kaufen?
Die CMF Buds Pro 2 lohnen sich für euch, wenn:
- ihr nach günstigen und dennoch guten Kopfhörern sucht.
- ihr keine sehr hochwertig verarbeiteten In-Ears erwartet.
- ihr keinen großen Wert auf ANC legt.
- ihr eine gute Soundqualität wichtig findet, aber nicht audiophil seid.
Mögliche Alternativen zu den CMF Buds Pro 2
Die Nothing Ear a bieten ebenfalls einen sehr guten Klang und zusätzlich einen besseren ANC-Modus. Allerdings muss man auch hier Abstriche beim Transparenzmodus machen.
Wenn ihr möglichst Kopfhörer mit einem sehr starken ANC-Modus sucht, ist der Sony WF-1000XM4 der Sieger aus acht Tests. Allerdings sind die Sony-Kopfhörer deutlich teurer als die CMF Buds Pro 2.
Die Sony WF-C700N bieten für ihren Preis einen recht guten ANC-Modus und eine sehr gute Klangqualität. Allerdings verzichtet der Hersteller bei den Kopfhörern auf einige Features. Dabei spielen sie in der gleichen Preisliga wie die CMF Buds Pro 2.
Die neuen Kopfhörer von CMF aka Nothing machen vieles richtig. Der Preis ist attraktiv, die Features und die Klangqualität sind auf einem sehr guten Niveau. Einziger Kritikpunkt an den CMF Buds Pro 2 ist der ANC-Modus, der bei weitem nicht so gut funktioniert wie bei der deutlich teureren Konkurrenz. Die Relevanz dieses Kritikpunkts hängt aber davon ab, wie wichtig euch diese Funktion ist.

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