Avowed 2.0 im Nachtest: Spätestens jetzt ist der beste Zeitpunkt, um das Rollenspiel nachzuholen

Neue Völker, New Game Plus und viele Bugfixes im Anniversary Update 2.0 machen Avowed in Peters Augen endgültig zum Pflichtbesuch für Rollenspieler mit Spaß am Erkunden.

Ist Avowed jetzt besser? Das Anniversary Update auf Version 2.0 stellt den Höhepunkt der Entwicklung des Rollenspiels dar. Zeit für eine neue Wertung! (Bild: SteamAenesthes) Ist Avowed jetzt besser? Das Anniversary Update auf Version 2.0 stellt den Höhepunkt der Entwicklung des Rollenspiels dar. Zeit für eine neue Wertung! (Bild: Steam/Aenesthes)

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Als Avowed im Februar 2025 erschien, war die Rollenspiel-Welt gespalten. Die einen sahen in Obsidians Ausflug nach Eora ein charmantes, fokussiertes Abenteuer, die anderen ein zu klein geratenes Skyrim-Leichtgewicht.

Ich gehörte damals schon zur ersten Gruppe, auch wenn ich die technischen Macken und die teilweise fehlende spielerische Tiefe nicht ignorieren konnte. Die Patch-Politik der Entwickler war jedoch hervorragend, bereits im ersten Nachtest führte das zu einer Aufwertung.

Ein Jahr später, pünktlich zum ersten Jubiläum 2026 und dem Erscheinen des massiven Anniversary Updates 2.0 ist Avowed besser denn je. Obsidian hat nicht nur Fehler korrigiert, sondern das Fundament des Spiels an den entscheidenden Stellen massiv verbreitert.

Komplette Patch Notes für Avowed Update 2.0
New Game+

Der Modus New Game+ ist nun nach Abschluss der Hauptstory verfügbar. Dieser Modus belohnt Meisterschaft, Experimentierfreude und das Erstellen des ultimativen Charakter-Builds. Wenn du ein New Game+ startest, behältst du folgende Fortschritte:

  • Alle freigeschalteten Fähigkeiten (mit Ausnahme gottähnlicher Fähigkeiten, die durch Story-Fortschritt oder Erkundung erlangt werden).
  • Alle ausgegebenen Attributpunkte.
  • Alle einzigartigen Waffen und Rüstungen (diese werden jedoch auf Stufe 1 zurückgesetzt).
  • Alle freigeschalteten Verzauberungen.
  • Alle einzigartigen Handschuhe und Stiefel.
  • Alle Halsketten, Ringe und Schmuckstücke.

Folgende Inhalte werden zu Beginn eines „Neues Spiel+“ entfernt:

  • Alle gewöhnlichen Waffen und Rüstungen.
  • Gefährten (müssen im Story-Verlauf erneut rekrutiert werden; sie behalten ihre Talentpunkte, starten aber auf Stufe 1).
  • Sämtliche gesammelten Ressourcen (Gold, Upgrade-Materialien, Verzauberungsmaterialien, Kochzutaten).
  • Alle Verbrauchsgüter (Tränke, Nahrung).
  • Alle Questgegenstände.
  • Alle Götter-Totems/Schmuckstücke.
  • Schnellreisepunkte und der „Nebel des Krieges“ auf der Karte.
  • Die oben genannten gottähnlichen Fähigkeiten.

Skalierung der Herausforderung: Um sicherzustellen, dass die Schwierigkeit mit der Stärke des Spielers mitwächst, wurden folgende Änderungen implementiert:

  • Gegner-Stats: Die Werte aller Gegner wurden flächendeckend erhöht.
  • Gegner-Modifikatoren: Gegner haben nun eine Chance, spezielle Modifikatoren zu erhalten:
    • Elementar: Immunitäten und entsprechender Zusatzschaden (Feuer, Frost, Schock, Gift, Bluten).
    • Physisch: Dazu gehören Effekte wie Hast (schnelleres Tempo), Glaskanone (mehr Schaden austeilen/einstecken), Kolossal (mehr LP), Lebensentzug, Standhaft (schwerer zu betäuben) und Rachsüchtig (mehr Schaden bei niedrigen LP).
  • Attribut-Cap: Die Obergrenze für Attribute steigt von 15 auf 30.

Hinweis: Da NG+ nachträglich hinzugefügt wurde, wird ein Abschluss-Speicherstand benötigt. Du musst einen Spielstand am „Punkt ohne Wiederkehr“ (oder später) laden und das Spiel beenden, um einen gültigen NG+-Speicherstand zu erstellen.

Neue spielbare Spezies

Das Jubiläums-Update erweitert die Charaktererstellung um drei neue Spezies zusätzlich zu Menschen und Elfen:

  • Zwerge: Die am weitesten gereiste Spezies in Eora, bekannt für Kraft und Zähigkeit.
  • Orlaner: Kleinwüchsig, mit zweifarbiger Haut, markanten Ohren und behaarten Körpern.
  • Aumaua: Riesig, kräftig gebaut und physisch imposant.

Neue Attributsboni der Spezies:

  • Menschen: +1 Macht, +1 Entschlossenheit
  • Elfen: +1 Geschicklichkeit, +1 Wahrnehmung
  • Aumaua: +2 Macht
  • Zwerge: +1 Macht, +1 Konstitution
  • Orlaner: +1 Wahrnehmung, +1 Entschlossenheit

Zusätzlich erhalten Spieler nun Boni basierend auf ihrem Hintergrund (z.B. Arkankunde +2 Intellekt, Kriegsheld +2 Konstitution).

Benutzerdefinierte Schwierigkeit

In den Einstellungen (Reiter „Spiel“) können nun diverse Parameter individuell angepasst werden, darunter:

  • Spieler-Werte: Ausgeteilter Schaden, Ressourcen (LP, Ausdauer, Essenz), Regenerationsraten, Traglast, Parierfenster.
  • Gegner-Werte: Schadensausstoß, LP-Pool, Angriffsgeschwindigkeit, Aggro-Schwellenwert.
  • Allgemeines: Händlerpreise, Materialkosten, Fallschaden.

Hinweis: Die Nutzung dieser Optionen deaktiviert den Erfolg für „Pfad der Verdammten“.

Weitere Neuerungen
  • Respawnende Gegner: Besiegte Feinde in Gebieten wie Dawnshore oder Galawains Stoßzähnen erscheinen nun teils wieder.
  • Fotomodus: Über das Pausenmenü zugänglich; bietet freie Kamera, Filter und Effekte.
  • Neue Waffe (Viertelstab): Eine stumpfe Waffe für Magier-Builds mit speziellen Betäubungs-Finishern.
  • Stun-Finisher: Neue Animationen für Einhand- und Zweihandwaffen.
Quality of Life
  • Barrierefreiheit: Tastaturbasiertes Drehen der Kamera und erhöhte Controller-Vibrationsintensität hinzugefügt.
  • Aussehen ändern: Über den Spiegel im Lager kann das Aussehen des Gesandten nachträglich angepasst werden.
  • Werkbänke: Neue Werkbänke in der Welt erlauben Upgrades, ohne ins Lager zurückkehren zu müssen.
  • Dialoge: Traum-Konversationen können nun vorzeitig beendet werden.
Grafik und Technik
  • Handheld-Optimierung: Raytracing ist auf Handheld-PCs standardmäßig deaktiviert.
  • Beleuchtung: Verbesserungen in allen Regionen und während der Dialoge.
  • XeSS 2.1: Unterstützung für Xe Frame Generation und Super Resolution für mehr GPUs.
Fehlerbehebungen (Auszug)
  • Stabilität: Abstürze nach dem Aufdecken des „Nebels des Krieges“ behoben.
  • Animation: Timing-Probleme bei Zweihandaxt-Spezialangriffen in der Third-Person-Perspektive korrigiert.
  • UI: Überlappende Texte in bestimmten Sprachen und fehlerhafte Symbole im HUD wurden korrigiert.
  • Kampf: Ein Problem wurde behoben, bei dem Flächeneffekte (wie der Arkan-Schleier) das Zielen behinderten.
  • Beute: Loot droppt nun direkt vor den Füßen eines zerschmetterten, gefrorenen Gegners.

Diese Patch Notes wurden mittels KI-Hilfe übersetzt, hier geht's zum englischen Original.

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Avowed
Wertung einblenden
Riesiges, liebevoll gepatchtes Fantasy-Rollenspiel, das Erkunden belohnt und dafür bei der Immersion geizt
Zur vollständigen Wertung
Passt zu euch, wenn ...
  • … ihr immer erst alle Nebenaufgaben macht, bevor ihr die Hauptstory weiterspielt.
  • … euch die Suche nach versteckten Schätzen langfristig motiviert.
  • … ihr gerne in Echtzeit aus der Ego-Perspektive kämpft und viele Waffen ausprobiert.
Passt nicht zu euch, wenn ...
  • … ihr eine glaubwürdige Weltensimulation wie bei Kingdom Come: Deliverance 2 erwartet.
  • … ihr nie den Hauptpfad verlasst und Abzweigungen stets ignoriert.
  • … filmreife Inszenierung für euch ein Muss ist.

Ein Jahr der Reparaturen und Ergänzungen

Bereits kurz nach dem Start im März 2025 wurde deutlich, dass Obsidian die Kritik ernst nimmt. Während zum Release vor allem Quest-Abbrüche und fehlerhafte Skripte in den späteren Gebieten für Frust sorgten, räumte Patch 1.2.4 diese Hürden konsequent aus dem Weg.

Die anfangs notwendigen Abwertungen aufgrund technischer Mängel sind längst Geschichte. Doch das war nur der Anfang. Die Entwickler haben das Feedback zur mangelnden Herausforderung und den teils im Kampf viel zu schnell umfallenden Begleitern direkt umgesetzt.

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