Okay, okay: In diesem Fall das Wort CPU-Kühler
zu verwenden, ist nicht ganz passend, wenn man bedenkt, wie vergleichsweise kompakt solche Modelle normalerweise aussehen.
Aber PC-Hardware wie einen Prozessor zu kühlen ist dennoch genau der Zweck, den das riesige, schwere, stromhungrige und teure System erfüllt, das Linus Tech Tips (LTT) in einem aktuellen Video vorgestellt hat.
Gebaut und an Linus verkauft hat es Charles Fuggerworth, ein bekannter Overclocker, der Hardware ständig an ihre Limits bringt – und dafür ist nun mal sehr viel Kühlleistung nötig.
Das vollständige Video von LTT seht ihr unten. Die wichtigsten Aussagen daraus fassen wir in diesem Artikel für euch zusammen.
Link zum YouTube-Inhalt
Was ist das für ein Kühler?
Vereinfacht gesagt, handelt es sich um drei hintereinander geschaltete Kühlschränke beziehungsweise Kühldurchläufe.
- Kältemittel werden verdichtet und so erwärmt. Bei der anschließenden Abkühlung kondensiert das Kältemittel zu einer Flüssigkeit. Die darauffolgende Entspannung und Verdampfung führen zur Aufnahme von Wärme aus der Umgebung, wodurch Kälte entsteht.
- Zentrales Element ist wie bei einem Kühlschrank der Kompressor. So ein Gerät erhöht den Druck des Kältemittels und bewegt es durch das System.
- Wärmetauscher sorgen dafür, dass Wärme abgegeben und aufgenommen werden kann (Kondensator und Verdampfer).
- Hinzu kommen außerdem ein Ölabscheider, der das System vor einfrierendem Öl schützt, Sammelbehälter für das Ansaugsystem sowie zum Umgang mit dem hohen Druck, der entsteht, und ein Vorwärmer zur Optimierung des Ablaufs.
Während Kühlschränke nur einen Kompressor nutzen, kommen hier in einem Kaskadensystem drei davon zum Einsatz.
Das sorgt für die extrem niedrigen Temperaturen, die dieses System erreichen kann. Es geschieht über die hintereinandergeschalteten Kompressoren in mehreren Abstufungen von -40 Grad über -80 Grad bis hin zu unter -100 Grad.
Wofür braucht man so etwas?
Letztlich nur für einen einzigen Zweck: das extreme Übertakten von Hardware. Dabei helfen besonders niedrige Temperaturen beim Erreichen bestmöglicher Ergebnisse.
- Der große Vorteil gegenüber anderen Vorgehensweisen wie dem Einsatz von LN2 beziehungsweise flüssigem Stickstoff besteht in der Konstanz der letztlich erzielten Temperatur im Bereich von -90 Grad Celsius an der CPU.
- Statt manuell durch ständiges Ergänzen von LN2 dafür zu sorgen, dass die gewünschten Werte erreicht werden, muss dieses System lediglich einmal angelaufen sein, vereinfacht gesagt.
- Doch das geht nur auf Kosten eines extrem hohen Energiebedarfs: Laut Fuggerworth liegt der Verbrauch seines CPU-Kühlers bei über 5.000 Watt. Das entspricht ungefähr der Leistungsaufnahme von sieben High-End-PCs mit RTX 5090 und Ryzen 7 9800X3D unter Spielelast.
In zukünftigen Videos wird Linus das System selbstverständlich noch im Praxiseinsatz zeigen. Wir sind schon gespannt darauf, welche Ergebnisse er damit erzielen kann.

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