Er hat sie gewarnt! Schon seit Beginn der neuen Kampagne sprach der neue Spielleiter von Critical Role darüber, dass seine Welt nicht zwangsweise ausbalanciert ist und Charaktertode nicht so leicht rückgängig gemacht werden können.
In der aktuellen Episode 30 ist es jetzt auch wirklich passiert. Der erste Held der großen Gruppe ist im Kampf gefallen und kann damit durchaus für immer aus der Kampagne ausscheiden. Das war aber nicht das einzige spannende Ereignis der neuen Folge. Obendrein wurde mit dem Ableben des Helden auch eine interessante neue Hausregel eingeführt.
Aber hier gilt logischerweise eine SPOILERWARNUNG
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Tränen, Spannung, Freude - Der Trailer zur vierten D&D-Kampagne von Critical Role verspricht große Emotionen
Never split the party
Wer viel Pen&Paper oder DnD spielt, der kennt eine berühmte Regel: niemals die Gruppe trennen! Das hat einerseits spielerische Gründe, da getrennte Gruppen einen Spielabend enorm verlangsamen können und ein Teil stets untätig ist. Oft ist es aber auch tatsächlich gefährlich, eine Heldengruppe aufzuteilen.
Diesen bekannten Vorsatz ignorieren die Heldinnen und Helden von Critical Role in der aktuellen Episode jedoch und bekommen prompt eine astronomische Rechnung dafür. Während Thimble (Laura Bailey), Occtis (Alexander Ward), Teor (Travis Willingham), Sir Julien (Matt Mercer) sowie Teors Bruder Cyd (Brennan Lee Mulligan) das unheimliche Anwesen der nekromantenfamilie Tacchonis durchsuchen, tun sich für sie mehrere Ziele auf.
- Sie wollen die Druidin Mara befreien.
- Sie wollen einen Edelstein finden, in dem sich die Seele von Juliens Schwester befindet.
- Sie wollen drei Gnomenstatuen stehlen, die sie für die Töchter eines alten Freundes halten.
Allerdings haben sie dafür nicht viel Zeit, da ein Treffen der adeligen Familien jeden Augenblick enden könnte. Julien bricht deshalb alleine auf, um den Edelstein zu holen. Thimble und Occtis gehen die Druidin retten – Teor und sein Bruder sollen jedoch nach den Statuen suchen.
Allerdings geraten vor allem Teor und Cyd dadurch in starke Probleme. Der angeschlagene Paladin und sein Bruder verlaufen sich in dem Anwesen und stoßen auf eine groteske, untote Version von Juliens Vater. Obwohl Teor im Verlauf des Kampfes auflevelt, können die beiden die Gefahr nicht bewältigen.
Sowohl Teor als auch Cyd werden von mehreren Untoten überwältigt und erschlagen.
Wer ist schuld?
Ein dramatisches Ende für den stolzen Paladin! Und ein vermeidbares. Dass Teor und Cyd allein nach den Statuen gesucht haben, war sicherlich alles andere als clever. Besonders bitter für Teor ist, dass er sich gegen das Vorhaben konkret aussprach. Allerdings wurde er von Thimble dazu gedrängt und gab schließlich klein bei.
Damit war aber nicht nur Thimble am Ableben des Paladin mitschuld! Noch ein weiterer Held muss das Päckchen tragen. Denn Julien hatte während des Kampfes die Chance, Teor und Cyd zu helfen. Allerdings entschied sich der oftmals egoistische Kämpfer aktiv dagegen. Mit der Bitte seiner Mutter, nicht im Dunkeln zu sterben, im Kopf und der Seele seiner Schwester in Händen, wohlgemerkt.
Eine spannende Regel
Ganz schönes Drama! Und die Folge hatte noch mehr wirklich aufregende Momente zu bieten. Aber für viele besonders spannend ist weniger ein Story-Moment, sondern eine neue Hausregel, die mit Teors Tod zusammenhängt. Nachdem Teor stirbt, beschreibt Travis seine letzten Gedanken und Brennan fragt, an welchen anderen Charakter Teor als letztes denkt. Teor entscheidet sich für Wicander (Sam Riegel).
Daraufhin verschwindet Teors Löwenemblem und taucht auf magische Weise bei Wicander auf. Regeltechnisch handelt es sich hier um einen sogenannten Death Boon und Travis darf sich jetzt überlegen, welche seiner Fähigkeiten er an Wicander vererbt.
Eine solche Regel existiert in den Grundregeln von DnD nicht. Es scheint wieder eine Erfindung von Brennan zu sein, die das Sterben und den Tod in seiner Welt zu etwas Besonderem machen soll. Was die exakten Einschränkungen der Death-Boon-Regel sind, wissen wir nicht. Aber es ist eine ziemlich spannende Methode, um selbst einen toten Charakter noch in irgendeiner Form Einfluss auf die restliche Kampagne nehmen zu lassen.
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