Seit einigen Wochen schlüpft die bekannteste D&D-Gruppe der Welt wieder regelmäßig in neue Rollen. Aktuell läuft immerhin die vierte große Kampagne des extrem erfolgreichen Verbundes aus verschiedenen Synchronsprechern und Schauspielern.
Mit der vierten Kampagne wurden viele große Umbrüche gewagt, unter anderem ist nun ein völlig neue Dungeon Master am Drücker – Brennen Lee Mulligan. Es hat auch nicht lange gedauert, bis dieser Fans der Sendung einen gehörigen Schreck eingejagt hat!
In der vierten Folge namens Stone-Faced, die am 24. Oktober erstmals ausgestrahlt wurde, nahm die Geschichte einen für viele Zuschauer überraschenden Verlauf. Wir wissen aber inzwischen, was wirklich passiert ist.
Achtung, Spoiler!
Wer die vierte Folge von Campaign 4 noch nicht gesehen hat, das aber noch möchte, sollte ab hier lieber stoppen.
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Tränen, Spannung, Freude - Der Trailer zur vierten D&D-Kampagne von Critical Role verspricht große Emotionen
Occtis und die große Überraschung
Die große Überraschung in der vierten Folge von Critical Role? Der erste Charakter hat bereits ins Gras gebissen und wurde dann auch noch als Untoter wieder zurückgebracht. Diese Wendung kam für viele recht überraschend, da Occtis nicht wie ein Charakter wirkte, der bereits so früh das Zeitliche segnen sollte.
Einmal, da Occtis als der jüngste Charakter von allen eingeführt wurde, mit einem scheinbar gut durchdachten Charakterkonzept, aber auch, da er von Alexander Ward gespielt wurde – einem völlig neuen Cast-Mitglied von Critical Role
Die Szene wirkte zudem, als sei hier einerseits Würfelpech im Spiel gewesen, aber als hätte Occtis sowie dessen Spieler auch kaum eine Chance aufs Überleben gehabt. Die Feinde schienen übermächtig und Occtis hatte wenig Handlungsspielraum. Eine bekanntermaßen frustrierende Situation als Spieler.
Die ganze Folge über sorgte das für einige Irritation, da unklar war, ob Occtis nun tatsächlich aus dem Spiel geflogen ist. Später gelang es der Gruppe aber, mit einer herausragenden Probe, den jungen Magier wiederzuerwecken – mit dem kleinen Nachteil, dass er jetzt regeltechnisch als Untoter gilt.
Wiederbelebungen sind in D&D nichts Ungewöhnliches, aber normalerweise kehren diese Figuren dann nichts als Untote zurück. Insgesamt sollen derartige Wiederbelebungen in der aktuellen Kampagne auch nur sehr selten stattfinden.
Das ist wirklich passiert
Auch wenn es viele Fans irritiert hat, war der frühe Tod und die Rückkehr als Untoter durchaus so geplant. Normalerweise greift die D&D-Gruppe laut eigener Aussage selten auf quasi vorgeschriebene Ereignisse zurück, sondern überlässt die Entwicklung der Geschichte dem erzählerischen Talent der Darsteller und natürlich den Würfelergebnissen.
Gelegentlich kommt es aber schon vor, dass der DM als Storyteller maßgeblich eingreift. Das kann auch zu toten Helden führen, wie bei Bertand Bell in Campaign 3. So auch jetzt! Alexander Ward wurde davon allerdings nur so halb überrascht. In einem sogenannten Cooldown-Video, mit den Reaktionen des Casts direkt nach dem Stream, erklärte Mulligan, was hier genau geschehen ist:
Bei der Charaktererstellung hat Alex mir gesagt, dass er einen Nekromanten-Hollow-One (einen Untoten, der aussieht wie zu Lebzeiten – Anm. d. Red.) spielen möchte. Er sollte von seiner Familie umgebracht worden sein und ist quasi ein geheimer Nekromant auf der Flucht. [...] Das fand ich verdammt cool. Und dann habe ich mir gedacht: Wie wär’s, wenn wir das wirklich im Spiel sehen?
Also haben Brennan Lee Mulligan und Alexander Ward beschlossen, dass Occtis seine Karriere als normaler, lebendiger Nekromant beginnt und dann im Verlauf der Geschichte von seiner Familie ermordet wird. Nur wusste Alex Ward nicht, wann und wie das passieren würde.
Laut den Schauspielern hätte es auch gut sein können, dass Occtis die erste Begegnung mit seiner Familie und ihren Guhlen überlebt. Nur führten einige der Würfelwürfe eben dazu, dass es dann doch schnell mit ihm zu Ende ging.
Im Übrigen ging auch nach dem Ableben von Occtis noch so einiges schief. Alex musste etwa einige Proben bestehen, die meisten davon gingen in die Hose. Das hat die Rückkehr von Occtis zwar nicht verhindert, aber laut Brennen zu einer der »schlechtesten Versionen« des untoten Occtis geführt. Was das genau bedeutet, muss sich noch zeigen.
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