Die Trailer-Premiere zu Doom: The Dark Ages ist einfach nur Heavy Metal pur.
Als das Video beim Xbox-Showcase lief, nickte ich unwillkürlich mit dem Kopf im Takt der E-Gitarre, während der Doom Slayer auf dem Bildschirm Dämonen mit seinem neuen Kreissägen-Schild pulverisierte.
Falls ihr es verpasst habt, holt diese brachialen zwei Minuten unbedingt hier nach:
1:55
Doom: The Dark Ages: Der erste Trailer zur mittelalterlichen Shooter-Fortsetzung ist Metal pur
Aber das neue Doom-Prequel sieht nicht nur wahnsinnig cool aus, sondern sendet auch ein Signal. Ein Signal, das in der Welt der AAA-Ego-Shooter lange überfällig war: Singleplayer ist nicht tot!
Die Jagd nach dem CoD-Killer
Seit Jahren geht der Trend vor allem im Shooter-Bereich ganz klar hin zum Service-Konzept. Klassische Solo-Kampagnen verschwinden zunehmend von der Bildfläche, während sich alles nur noch um neue Seasons, Battle Passes, Events, Updates und Co. zu drehen scheint.
Große Publisher versuchen mit aller Gewalt, die Formel für das nächste Escape from Tarkov, ein neues Counter-Strike oder den großen CoD-Killer zu finden. Auf der Strecke bleiben dabei handgemachte Geschichten für Solo-Spieler.
Inzwischen hat die Indie-Szene das Genre der Singleplayer-Shooter gefühlt fast ganz übernommen, was man an Perlen wie Selaco oder Prodeus sehen kann:
Im AAA-Bereich herrscht in diesem Bereich dagegen ohrenbetäubendes Grillenzirpen. Und wenn doch mal jemand einen kreativen Versuch wie Immortals of Aveum wagt, endet das oft im finanziellen Desaster.
Wir sind noch hier!
Doom: The Dark Ages ist deshalb nicht nur Heavy Metal, sondern ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Es ist der Beweis, dass große Firmen wie Microsoft noch bereit sind, erfahrene (und teure!) Studios wie id Software auf reine Singleplayer-Projekte zu werfen, die nicht rein auf die Profit-Maschinerie aus Skin-Shops, DLCs und Battle Passes ausgerichtet sind.
Doom: The Dark Ages ist sozusagen Morpheus in The Matrix, der sich kämpferisch vor das versammelte Zion stellt und ruft: »Wir sind noch hier!«
Es ist wunderbar, dass es auch solche Ego-Shooter heute noch geben kann und darf. Shooter, die ich in meiner eigenen Geschwindigkeit spielen kann – ohne ständige FOMO-Mechaniken, weil in vier Stunden schon die nächste Daily Challenge aufschlägt oder die Auswahl im Item Shop rotiert.
Ich weiß noch nicht viel über Doom: The Dark Ages, außer dass es ein Prequel über die Vorgeschichte des Doom Slayer ist.
Aber fest für mich steht: Hier muss ich mir keine Gedanken machen über SBMM, über die Tickrate des Servers oder über nervige Cheater, die mir meine Runde vermiesen.
Hier gibt es nur mich, einen Haufen Dämonen und einen ratternden Kreissägen-Schild. Und manchmal ist das einfach genug.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.