Der schnellste »Gaming-Monitor« der Welt ist über 20 Jahre alt und schafft es auf 700 Hertz

Eigentlich ist Asus der Rekordhalter, was den momentan schnellsten Gaming-Monitor angeht, doch das ist nur die halbe Wahrheit.

Dieser Monitor läuft mit bis zu 700 Hertz und ist über 20 Jahre alt. (Bild: YouTube - RetroGamingBase) Dieser Monitor läuft mit bis zu 700 Hertz und ist über 20 Jahre alt. (Bild: YouTube - RetroGamingBase)

Die Welt der Hochleistungs-Monitore wurde vor kurzem von einem unerwarteten Kandidaten auf den Kopf gestellt: Ein YouTuber hat einen gefühlt steinzeitlichen CRT-Monitor auf atemberaubende 700 Hz gepusht. 

Das wichtigste vorweg: Was ist ein CRT-Screen? Ein CRT-Bildschirm (Cathode Ray Tube, auf Deutsch: Kathodenstrahlröhre) ist eine ältere Bildschirmtechnologie, die vor der Einführung von Flachbildschirmen wie LCD oder OLED weit verbreitet war. Die Technologie hat sich damals unter anderem einen Namen durch gute Farbwiedergabe und Kontraste gemacht. Sie war aber auch ein Stromfresser und war anfällig für magnetische Störungen.

Der momentan schnellste Monitor der Welt

In dieser Geschichte geht es nicht etwa um den ROG Swift Pro PG248QP oder den BenQ Zowie XL2586X, die beide aktuell als schnellster Bildschirm mit 540 Hertz bei Asus vom Band läuft.

Nein. Stattdessen geht es um einen Bildschirm, der in den frühen 2000er-Jahren erschien und damals schon als Highlight galt: der Ilyama Vision Master Pro 512 – ein 29-kg-Brocken, der einst der heimliche Star auf so einigen LAN-Partys gewesen sein muss.

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Hier ein paar Eckdaten:

  • Ursprüngliche Maximalauflösung: 2048 x 1536
  • Wiederholungsrate bei voller Auflösung: 85 Hertz
  • Bildschirmgröße: 22 Zoll
  • Retro-Bonus: Eingebauter 4-Port-USB-Hub

Der YouTube-Kanal RetroGamingBase hat den Röhrenmonitor schon in der Vergangenheit immer weiter an seine Grenzen gebracht und die ursprüngliche Wiederholungsrate von 85 auf 500 Hertz erhöht. 

Wie hat er das gemacht? Er hat den Bildschirm immer weiter übertaktet und gleichzeitig die Auflösung immer weiter heruntergeschraubt – mit der Sorge, dass der Bildschirm irgendwann anfangen könnte, zu rauchen und kaputtzugehen.

In einem früheren Experiment hat er den Monitor bereits auf beeindruckende 500 Hertz gebracht, doch damit war nicht Schluss:

  1. Erster Versuch: 500 Hertz bei 200p-Auflösung
  2. Zweiter Versuch: 600 Hertz bei 150p-Auflösung
  3. Finaler Rekord: 700 Hertz bei 120p-Auflösung

Zum Vergleich: Die geringste Auflösung, die ihr auf YouTube auswählen könnt, liegt bei 144p und ist damit immer noch höher als die Auflösung im Experiment von RetroGamingBase.

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Geht es noch schneller? Das werden wir wohl erst noch herausfinden, denn das Experiment wurde vorerst abgebrochen, um den Pro 512 nicht mutwillig zu zerstören.

Stattdessen will sich der Kanal einen anderen CRT-Monitor besorgen, der zu Not kaputtgehen darf. Das bisherige Modell soll also erhalten bleiben.

Kann man wirklich mit 700 Hertz und 120p spielen? Auch in der Hinsicht müssen wir uns wohl gedulden, bis RetroGamingBase einen Ersatz besorgt hat, denn auch hier herrscht momentan noch die Angst, den begehrten Monitor unfreiwillig zu zerstören.

Dennoch: In niedrigeren Auflösungen hat er mit dem CRT-Monitor bereits The Witcher 3 gespielt. In diesem Fall zwar nur mit 255 Hertz, doch das ist für eine Technologie, die offiziell eigentlich maximal 200 Hertz schafft, schon eine Leistung und sieht überraschend gut aus. Wie das aussah, seht ihr hier:

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Ihr habt es doch auf etwas moderneres Gaming abgesehen? Dann schaut gerne bei Linhs neuestem Test zum Asus OG Ally X vorbei:

Asus ROG Ally X im Test: Wie kleine Änderungen, einen Riesenunterschied machen

Was denkt ihr? Würdet ihr für eine so extrem hohe Bildwiederholrate auf Auflösung verzichten? Könnte das etwas für E-Sportler sein, die aus der Masse hervorstechen wollen? Oder ist das Ganze nur ein interessantes Experiment ohne praktischen Nutzen? Ab wann ist eine Bildwiederholrate erreicht, die vom menschlichen Auge nicht mehr unterschieden werden kann? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!


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