Die besten Gaming-Stühle für PC-Spieler - Kaufberatung

Um auch bei langen Zock-Sessions immer bequem zu Sitzen, greifen Spielerinnen und Spieler gerne zu Gaming-Stühlen. Wir empfehlen die besten Gaming-Stühle für jeden Geschmack.

von Michael Beck,
27.09.2021 18:00 Uhr

Langes Spielen ist anstrengend für den Körper, besonders für den Rücken. Der richtige Stuhl stabilisiert euren Körper. Langes Spielen ist anstrengend für den Körper, besonders für den Rücken. Der richtige Stuhl stabilisiert euren Körper.

Die besten Gaming-Stühle für Spieler: Wer gerne spielt sollte auch bequem sitzen – sofern man nicht im Stehen spielen möchte. Langes Sitzen ist ungesund und man muss dem Körper in regelmäßigen Abständen eine Pause vom Sitzen geben. Daher ist es wichtig, wenn man sitzt, richtig sitzen zu können.

Auf die Maße achten: Unerlässlich für den Kauf eines Gaming-Stuhls ist es, die eigenen Körpermaße zu berücksichtigen. Lange Oberschenkel benötigen einen etwas längere Sitzfläche, schwere Menschen eine härtere Polsterung. Wer sich beim Sitzen schnell eingeengt fühlt, sollte auf "Racing-Designs" mit Sitzwangen an den Seiten verzichten. Und das sind nur ein paar Punkte, die es zu beachten gilt. Um den Gaming-Stuhl nicht kompliziert zurückschicken zu müssen, sollte definitiv die Lieblingssitzposition abmessen und mit den Datenblättern der Anbieter vergleichen. Einen ersten Überblick liefern wir mit unserer Kaufberatung.

Was gibt's Neues? Wir haben die Verfügbarkeit der vorgestellten Gaming-Stühle überprüft und die Preise aktualisiert. Der Iskur von Razer, der Omen Citadel von HP, der T2 Road Warrior von Corsair sowie der Recaro Exo FX sind aktuell preisreduziert zu bekommen.

Inhaltsverzeichnis

Hinweis: Die im folgenden dargestellten Empfehlungen sind mit so genannten Affiliate-Links versehen. Mit einem Kauf über einen dieser Links erhalten wir vom jeweiligen Anbieter eine kleine Provision. Auf den Preis oder unsere Wahl der Empfehlungen hat das keine Auswirkung.

Günstige Budget-Empfehlungen bis 200 Euro

Auf Gaming-Stühle unter 200 Euro kann man prinzipiell gut sitzen, allerdings müssen Spielerinnen und Spieler hier einige ergonomische Abzüge in Kauf nehmen.

Bequem gepolsterte Armlehnen: Snakebyte EVO

Snakebyte EVO Weniger Ergonomie, dafür mehr Bequemlichkeit für die Arme: Den Snakebyte EVO gibt es für 170 Euro bei Amazon.*

Wenig flexibel aber solide: Die Armlehnen des Snakebyte EVO findet man bei verschiedenen Gaming-Stühlen im unteren Preissegment. Sie lassen sich ausschließlich gemeinsam mit der Rückenlehne verstellen, fahren dadurch etwas nach hinten und senken sich leicht ab. Als Ausgleich sind sie wenigstens gut gepolstert. Wer also keine 3D-Armlehnen braucht, sondern eher auf der Suche nach einem Sessel-Erlebnis statt einem Bürostuhl ist, wird seine Freude haben. Mit einer Sitzhöhe von 46 - 54 cm ist er allerdings für Menschen ab 180 cm weniger geeignet, bietet mit 50 x 50 cm allerdings eine recht breite Sitzfläche.

Pro
  • Großzügige Sitzfläche
  • Angenehm gepolsterte Armlehnen ...
Contra
  • ... die allerdings nur wenig flexibel sind
  • Plastikfußkreuz

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Auf dem Boden schaukeln: X Rocker G-Force 2.1

X Rocker G-Force 2.1 Der X Rocker G-Force 2.1 lädt ein zum Reinlegen und Rumschaukeln. Bei Galaxus gibt es den Schaukelstuhl für 170 Euro.*

Für schreibtischlose Gamer: Es soll ja Menschen geben, die zocken nicht gerne am Schreibtisch und bevorzugen eine Controller-Steuerung. Wer also keinen neuen Bürostuhl sucht und den Monitor etwas tiefer stehen hat, könnte Spaß mit dem G-Force von X Rocker haben. Die mit Kunstleder bezogene Sitzfläche befindet sich lediglich knapp 20 cm über dem Boden (ähnlich einem Sitzsack) und ist gekrümmt, sodass man vor- und zurückschaukeln kann. In die Rückenlehne sind zwei Lautsprecher sowie ein Subwoofer verbaut, die über ein Kabel verbunden werden.

Pro
  • Schaukeln möglich
  • Integriertes Soundsystem
  • Bequem, aber ...
Contra
  • ... ergonomisch weniger gut
  • Soundsystem muss verkabelt werden

X Rocker G-Force 2.1 bei Galaxus kaufen*

Mit Massagefunktion: Dowinx Gaming-Stuhl

Dowinx Gaming-Stuhl Der Gaming-Stuhl von Dowinx verfügt über ein vibrierendes Lendenkissen und kostet 170 Euro bei Amazon.*

Ein bisschen Wellness: Die Basis des Dowinx Gaming-Stuhl ist von anderen Herstellern bekannt: Die Armlehnen lassen sich nur synchron mit der Rückenlehne verstellen, das Nackenkissen sitzt für größere Menschen etwas zu niedrig, das Fußkreuz und die einfachen Rollen sind nur aus Plastik und die Rückenlehne ist auf 170 Grad verstellbar. Besonders macht den Stuhl die herausziehbare Beinstütze in Kombination mit dem vibrierenden Lendekissen, das mithilfe eines USB-Anschlusses betrieben wird. Was zunächst nur wie ein billiges Gimmick klingt, erweißt sich in der Praxis als nettes Feature. Die Kunstleder-Sitzbezüge sind zudem in einem schönen Vintage-Design gehalten. Der Stuhl eignet sich am besten für Menschen, die nicht größer als 175 Zentimeter sind und maximal 90 Kilogramm wiegen.

Pro
  • Ausziehbare Beinstütze (etwas kurz für lange Beihne)
  • Vibrierendes Lendenkissen (via USB)
  • Dezente Farboptionen im Vintage-Look
Contra
  • Armlehnen nur eingeschränkt beweglich
  • Nur bis 175 Zentimeter Körpergröße empfehlbar
  • Fußkreuz und Rollen nur Mittelmaß

Dowinx Gaming-Stuhl bei Amazon kaufen*

Was ist der Unterschied zwischen einem Gaming-Stuhl und einem Bürostuhl?

Unterschiede liegen im Detail: Auch wenn die Unterschiede nicht in jedem Fall klar zu definieren sind, gibt es ein paar Punkte, die die meisten Gaming-Stühle von Bürostühlen unterscheiden. Viele Gaming-Chairs kommen mit separaten Nacken- und Lendenkissen daher. Das erlaubt, je nach Qualität, eine flexiblere Unterstützung des Rückens als eine fixe oder letzten Endes gar keine Stützfunktion. In Sachen Neigung der Rückenlehne ist bei Bürostühlen in der Regel bei etwa 130 Grad Schluss. Auch einige Gaming-Stühle haben dieses Maximum. Doch viele lassen Winkel bis zu 160 Grad oder sogar 180 Grad zu.

Grenzen verschwimmen: Ergonomische Armstützen findet man im direkten Preisvergleich häufiger bei Gaming-Stühlen als bei Bürostühlen. Drei Dimensionen gibt es im Gaming-Bereich schon zwischen 200 und 300 Euro. Im Büro-Bereich meist erst ab 300 Euro. Aber Hand aufs Herz: Letzten Endes kommt es, wie in fast allen Fällen, auf den persönlichen Geschmack an. Wer gerne etwas mehr fürs Auge hat und ein möglichst individuelles Sitzmöbelstück möchte, hat bei Gaming-Stühlen eine riesige Auswahl. Die klassischen Gaming-Stuhl-Hersteller drängen bei der optischen Gestaltung zudem auch verstärkt in den Büromöbelmarkt und andersherum. Einige Arbeitgeber setzen sogar auf das etwas bessere Ergonomie-Preis-Verhältnis von Gaming-Stühlen im mittleren Preissegment. Fest steht: Gerade im höherpreisigen Bereich verschwimmen die Unterschiede in Sachen Ergonomie recht stark.

Kaufempfehlungen im mittleren Preissegment bis 400 Euro

Im Preisbereich bis 400 Euro finden Gamer bereits eine große und qualitativ gute Auswahl. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede in der Ausstattung und man sollte wissen, welche Features persönlich am wichtigsten sind.

Angenehm hohes Rückenkissen: Diablo X-Player 2.0

Diablo X-Player 2.0 Der Diablo X-Player 2.0 ist ein toll verarbeiteter Stuhl und eignet sich vor allem für etwas größere Spielerinnen und Spieler. Für rund 245 Euro bei Amazon erhältlich.*

Teuflisch bequeme Sitzmöglichkeit: Die Gaming-Stühle von Diablo zeichnen sich durch ihre hohen Lendenkissen aus. Das mag nicht jeden Geschmack treffen, aber Spielerinnen und Spieler denen die "klassischen" Lordosenstützen von Gaming-Stühlen oft zu hart und punktuell sind, werden diese sehr zu schätzen wissen. Der Stoffbezug des Diablo X-Player 2.0 verhindert einen Hitzestau, ist durch seine Wabenstruktur aber recht schmutzanfällig. Die 50 cm breite und 52 cm tiefe Sitzfläche in Kombination mit einer Sitzhöhe von 48 - 58 cm richtet sich an überdurchschnittlich große Gamer, die Beinfreiheit mögen. Die Rückenlehne lässt sich maximal bis 160 Grad neigen. Leider die Armstützen bieten eine Verstellung in lediglich drei Dimensionen. Den X-Player 2.0 von Diablo gibt es zusätzlich in einer kleineren Kinder- sowie in einer größeren XL-Version.

Pro
  • Sehr bequeme Lordosenstütze
  • Gut für etwas größere Menschen geeignet
  • In mehreren Größen erhältlich
  • Stabiles Fußkreuz aus Aluminium
  • Gut verarbeitet
Contra
  • Schmutzanfälliger Bezug
  • "Nur" 3D-Armlehnen

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Mit Mikrofaser-Kissen: Sharkoon Elbrus 3

Sharkoon Elbrus 3 Wer auf eine härtere Polsterung steht und Mikrofaser als Kissenbezug mag, greift zum Elbrus 3. Bei Amazon gibt es den Gaming-Stuhl von Sharkoon für knapp 260 Euro.*

Hart gepolstert: Wer gerne etwas härter sitzt und eine enger gefasste Sitzfläche bevorzugt, ist mit dem Sharkoon Elbrus 3 gut beraten. Der Stuhl ist mit Kunstleder bezogen und gut verarbeitet. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Mikrofaserbezug der Kissen. Zwar fühlen sie sich kuschelig an, aber gerade im Nackenbereich hinterlässt der direkte Kontakt zur Haut unter Umständen auf Dauer kein gutes Gefühl. Das mag allerdings Geschmackssache sein. Generell ist der Elbrus einigermaßen hart gepolstert und eignet sich mit einer Sitzhöhe von 48 - 58 cm für Körpergrößen bis 190 cm. Das Nackenkissen sitzt dann jedoch ein bisschen tief. Die Sitzbreite ist mit 40 cm vergleichsweise eng bemessen.

Pro
  • Stabiles Fußkreuz aus Aluminium
  • Für große, etwas schwerere Menschen geeignet
  • Gut verarbeitet
  • Funktioniert dank aufrechter Lehne auch gut als normaler Schreibtischstuhl
Contra
  • Schmutzanfällige Mikrofaserkissen
  • Vergleichsweise harte Armstützen
  • "Nur" 3D-Armlehnen

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Große Sitzfläche: HP Omen Citadel

HP Omen Citadel Viel Platz zum Sitzen und ein hohes, flaches Rückenkissen. Für 313 Euro gibt es den HP Omen Citadel bei Expert.*

Eine Festung zum Reinsetzen: Der Citadel-Stuhl von HP Omen ist ein besonders "geräumiger" Gaming-Chair. Er ist nicht nur massiv, sondern bietet mit der 53 x 58 cm großen Sitzfläche besonders viel Platz. Die für diese Preisklasse üblichen Armstützen lassen sich in vier Dimensionen einstellen. Das hohe und flache Lendenkissen ist vor allem für große Menschen mit langen Rücken besonders bequem. Gegebenenfalls kann jedoch das Nackenkissen ein bisschen zu niedrig sitzen. Leider lässt der Kunstlederbezug nur wenig Raum für eine gute Belüftung und kann sich auf Dauer oder an besonders warmen Tagen aufheizen. Die maximale Neigung der Rückenlehne liegt mit 135 Grad unter dem Durchschnitt. Der passende Stuhl, um mit der Normandy in der Mass Effect: Legendary Edition der Citadel einen Bezuch abzustatten.

Pro
  • Hohes, flaches Rückenkissen
  • Stabiles Fußkreuz aus Aluminium
  • Bequeme Polsterung
  • Große Sitzfläche
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • Nackenkissen für lange Rücken recht niedrig
  • Hohe Schwitzgefahr
  • Rückenlehne neigt sich maximal auf 135 Grad

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Perforierter Kunstlederbezug: Corsair T2 Road Warrior

Corsair T2 Road Warrior Atmungsaktiv trotz Kunstlederbezug: Der T2 Road Warrior von Corsair ist für 315 Euro bei Amazon zu haben.*

Einen kühlen Hintern bewahren: Corsairs Gaming-Stuhl T2 Road Warrior bietet eine relativ große Sitzfläche mit 50 x 56 cm die mit Kunstleder bezogen ist. Damit man nicht ins Schwitzen kommt, ist die Oberfläche perforiert, sodass Luft zirkulieren kann. Der Stuhl ist gut gepolstert und erlaubt bequemes Sitzen. Gewöhnungsbedürftig sind jedoch die schmutzanfälligen Mikrofaserkissen (vor allem im Nackenbereich) sowie die Rollerblade-Rollen. Letztere erlauben zwar ein besseres Gleiten über den Boden, das kann unter Umständen jedoch zu ungewollten Bewegungen führen.

Pro
  • Atmungsaktiver Kunstlederbezug dank Perforation
  • Stabiles Fußkreuz aus Aluminium
  • Große Sitzfläche
Contra
  • Schmutzanfällige Mikrofaserkissen
  • Gewöhnungsbedürftige "Rollerblade"-Rollen

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Die Oberklasse bis 800 Euro

Im hochpreisigen Bereich verschwimmen die Grenzen zwischen Gaming-Chair und hochwertigem Bürostuhl. Dennoch gibt es einige Preis-Leistungs-Empfehlungen unter den Gaming-Modellen und diverse Produkte, die sich mit Besonderheiten hervortun.

Großzügige Lordosenstütze: Razer Iskur

Razer Iskur Der Razer Iskur zeichnet sich durch seine großzügige, integrierte Lordosenstütze und robuste Verarbeitung aus. Für aktuell 402 Euro bekommt ihr ihn bei Alternate.*

Für Razer-Fans: Razer setzen bei ihrem Gaming-Stuhl Iskur auf eine spezielle Technik für die Lordosenstütze. Statt Kissen oder einer einstellbaren Wölbung unter dem Bezug wird die Stütze hier stufenlos "ausgeklappt". Das ermöglicht eine stabilere Unterstützung für den unteren Rücken. Leider ist die Einstellungsmechanik hierfür etwas umständlich zu erreichen. Geeignet ist er für Spielerinnen und Spieler mit einer Körpergröße zwischen 170 und 190 cm und bis 136 kg. Der Iskur Gaming-Stuhl in Razer-Optik ist gut verarbeitet, verfügt über "4D"-Armlehnen, ist bis zu 139° neigbar, mit stabilem Kunstleder bezogen und etwas härter gepolstert. Wer auf die Lordosenstütze verzichten kann und sich mit 2D-Armlehnen zufrieden gibt, erhält mit dem Iskur X* eine rund 150 Euro günstigere Variante.

Pro
  • Gut und robust verarbeitet
  • Großzügige, integrierte Lordosenstütze
  • Stabiles Fußkreuz aus Aluminium
Contra
  • Lordoseneinstellung etwas umständlich zu erreichen

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Integrierte, flexible Lordosenstütze: Noblechairs Hero

Noblechairs Hero Der Noblechairs Hero bietet eine individuell anpassbare Lendenwirbelstütze. Für 440 Euro gibt es den Gaming-Stuhl bei Amazon.*

Edler Chefsessel: Nicht jeder steht auf die separaten Kissen, die den meisten Gaming-Stühlen beiliegen. Der Noblechairs Hero kommt zwar auch mit zwei Kissen daher, aber die eigentliche Lendenstütze ist hier fest im Stuhl integriert. Diese kann individuell in der Tiefe verstellt werden. Sitzhöhe (48 - 58 cm) sowie die Sitzfläche (52 x 55 cm) bieten ausreichend Spiel für die meisten Körpergrößen. Trotz Kunstlederbezug ist der Noblechairs Hero aufgrund der perforierten Oberfläche einigermaßen atmungsaktiv. Mittlerweile gibt es den beliebten Gaming-Chair in verschiedensten Ausführungen, wie zum Beispiel in einer Doom-Version*.

Pro
  • Integrierte, anpassbare Lordosenstütze
  • Perforiertes, atmungsaktives Kunstleder
  • Stabiles Fußkreuz aus Aluminium
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • Rückenlehne neigt sich maximal auf 125 Grad.

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Mit Synchronmechanik: Backforce One

Backforce One Die Synchronmechanik des Backforce One ist leider eine Seltenheit unter Gaming-Stühlen. Für 499 Euro gibt es den Stuhl bei Amazon.*

Holz- statt Stahlrahmen: Die meisten Gaming-Stühle setzen bei der Konstruktion auf einen Stahlrahmen. Um einem "Durchsitzen" entgegenzuwirken, hat der Backforce One stattdessen einen Rahmen aus Holz. Außerdem kommt eine ergonomische Synchronmechanik zum Einsatz, bei der sich die Sitzfläche synchron zur Rückenlehneneinstellung bewegt. Das unterstützt den unteren Rückenbereich und beugt einer Fehlhaltung vor. Die Sitzfläche ist etwas härter gepolstert und mit einer Sitzfläche von 53 x 43,5 cm recht breit, aber auch ein bisschen kürzer. Für knapp 130 Euro mehr liefert der Backfore One Plus 5D- statt nur 2D-Armstützen, eine einstellbare Lordosenstütze sowie verstellbare Sitztiefe und Sitzneigung.

Pro
  • Synchronmechanik
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Stabiles Fußkreuz aus Aluminium
  • Armstützen lassen sich wegklappen ...
Contra
  • ... aber in der Basis-Version nur in zwei Dimensionen einstellen
  • Im Vergleich recht kurze Sitzfläche
  • Lediglich integrierte, nicht flexible Kopf- und Lordosenstütze in der Basis-Version
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Die Premium-Klasse: Stühle ab 900 Euro

Ab dieser Grenze gibt es auf bestimmte Zielgruppen zugeschnittene Sitzgelegenheiten, die mit Know-How aus anderen Bereichen punkten, ergonomisch zugeschnitten sind oder maximal angepasst werden können.

Autositz trifft Gaming-Stuhl: Recaro Exo FX

Recaro EXO FX Der Recaro EXO FX hat eine eher kleine Zielgruppe, kann diese aber überzeugen. Für 915 Euro gibt es den Gaming-Stuhl bei Otto.*

Luxus-E-Sport-Sessel: Mit Recaro mischt seit kurzem ein weiterer Hersteller von Automobil- und Flugzeugsitzen im Markt der Gaming-Stühle mit. Trotz seiner Optik ist der Exo FX aber kein weich gepolsterter Gaming-Sessel. Die Polsterung des mit Polyester-Stoff bezogenen Sitzes ist vergleichsweise hart, trotzdem sehr bequem und daher auch gut als Schreibtischstuhl geeignet. Die Lordosenstütze ist fest integriert, was die Flexibilität zwar einschränkt, man ergonomisch aber auch nichts "falsch" machen kann. Eine Kopfstütze fehlt dagegen komplett und kostet extra. Herausragende Besonderheiten sind die "5D"-Armlehnen sowie die leicht nach vorn kippbare Rückenlehne für konzentriertes Zocken. Zum Verstellen gibt es statt eines Hebels die bei Autos typischen Handräder an den Seiten. Mit 40 x 45 cm fällt die Sitzfläche etwas kleiner, aber noch nicht zu klein aus. Für 130 Euro weniger gibt es den Recaro Exo* (ohne Namenszusatz) mit lediglich "4D"-Armlehnen, für 100 Euro mehr bietet der Recaro Platinum* 1 cm mehr Sitzhöhe sowie Spezialrollen.

Pro
  • Hochwertig und robust verarbeitet
  • Flexible "5D"-Armlehnen
  • Lehne kann leicht vornüber geneigt werden
  • Sitzhügel verhindert Abrutschen nach vorn
  • Atmungsaktiver Stoffbezug ...
Contra
  • ... der allerdings auch Schmutz anzieht
  • Teuer
  • Passendes Nackenkissen kostet extra
  • 130 Grad maximale Neigung der Rückenlehne
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Fortschrittliche Sitz-Technologie: Herman Miller Embody

Herman Miller Embody Wer sehr viel sitzt, kann mit dem Herman Miller Embody glücklich werden. Für 1564 Euro gibt es ihn bei DesignCabinet.*

Maximale Ergonomie im Sitzen: Der Herman Miller Embody ist wohl der beste Stuhl für all die, die bereits von Schmerzen geplagt sind, keine Pause vom Sitzen machen können oder wollen und trotzdem verhindern möchten, dass sich irgendwann Rückenschmerzen einstellen. Ergonomisch setzt der Stuhl neue Maßstäbe. Statt einer starren, dick gepolsterten Rückenlehne sorgen hier viele kleine Kunststoffarme bei einer vergleichsweise dünnen Lehne für möglichst viel Flexibilität. Selbstverständlich verfügt der Embody auch über eine Synchronmechanik. Wer gerne eine Kopfstütze hat, muss beim Embody allerdings darauf verzichten, wenngleich diese für ergonomisches Sitzen nicht zwingend notwendig ist. Nicht so toll sind die flexiblen, aber recht wackeligen Armstützen, vor allem weil der Stuhl ansonsten sehr gut verarbeitet ist. Die für Gamer entwickelte Variante in Kooperation mit Logitech unterscheidet sich in Details vom hier vorgestellten Basismodell.

Pro
  • Umfangreiche Ergonomieeinstellungen
  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Für die meisten Körpergrößen geeignet (bis 136 Kilogramm)
Contra
  • Teuer
  • Wackelige Armstützen

Herman Miller Embody bei DesignCabinet kaufen*

Darauf solltet ihr beim Kauf eines Gaming-Stuhls achten

Maße: Unsere Körper sind individuell. Wie eingangs bereits erwähnt, ist es daher unerlässlich, sich vorher zu informieren, welche Sitzhöhe, -breite und -tiefe der eigene Körper erfordert. Wer schon nicht probesitzen kann, sollte sich zuhause einmal hinsetzen und sich selbst vermessen. Meist ist die Rede von etwa zwei Fingern, die zwischen der Vorderkante des Sitzes und der Kniekehle Platz finden müssen. Gleichzeitig sollte Kontakt zwischen Rücken und Lehne bestehen. Die Füße sollten immer den Boden berühren und die Schenkel einen Winkel von 90 Grad einnehmen. Schwerere Menschen greifen zu härter gepolsterten Stühlen, um nicht "durchzusitzen". Wer seinen Körper kennt, erleichtert sich die Suche nach dem richtigen Gaming-Stuhl.

Mit unseren Gaming-Stuhl-Empfehlungen verbringt ihr bequem längere Spiele-Sessions in Old World. Mit unseren Gaming-Stuhl-Empfehlungen verbringt ihr bequem längere Spiele-Sessions in Old World.

Bezug: Die am häufigsten verwendeten Bezüge für die Sitzfläche sind aus Kunstleder oder Stoff. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Kunstleder ist in der Regel einfach zu säubern, neigt aber auch dazu, Körperwärme anzustauen. Hochwertige Gaming-Stühle bieten hier zumindest etwas Abhilfe durch perforiertes Kunstleder oder Lüftungsschlitze. Je nach Hersteller und Preisklasse kann Kunstleder unter Umständen "billig" wirken. Bei Stoffbezügen fällt die Wertigkeit auf den ersten Blick meist nicht so sehr auf. Die verwendeten Stoffe sind atmungsaktiv und sorgen für eine gute Belüftung der Kontaktflächen. Nachteilig ist jedoch die Anfälligkeit für Schmutz. Je nach Beschaffenheit kann die meist rauere Oberfläche bei direktem Hautkontakt bei manchen Menschen durch Scheuern oder ähnlichem zu Hautreizungen führen.

Ergonomische Möglichkeiten: Um sich keine Haltungsschäden einzufangen, ist die Sitzergonomie sehr wichtig. Diese beginnt bei der Wahl des Gaming-Stuhls anhand der eigenen Körpermaße (siehe oben). Um eine einigermaßen gute Sitzhaltung zu ermöglichen, greifen viele Hersteller auf Kissen als Lordosenstütze zurück, damit der untere Rückenbereich ausreichend Halt erfährt. Nicht selten passen diese aber nicht zum eigenen Körper, sind zu hart, zu schmal, zu breit, etc. Integrierte Stützen, die sich individuell einstellen lassen, sind flexibler. Hier kann man andererseits auch schnell zu einer falschen Einstellung greifen. Verstellbare Armstützen sind je nach Einsatzgebiet sehr wichtig, vor allem am Schreibtisch mit Tastatur und Maus in Bezug auf die Höhe, damit die Handgelenke nicht abgeknickt werden. Je mehr "Dimensionen" (2D, 3D, etc.), desto besser. Eine Synchronmechanik, bei der sich die Sitzfläche synchron zur Rückenlehneneinstellung verändert, ist grundsätzlich besser als eine einfache Wippmechanik, bei der lediglich die Sitzfläche unabhängig von der Lehne nach vorn und hinten wippt.

Zusatzausstattung: Um sich weiter zu unterscheiden, sind verschiedene Hersteller dazu übergegangen, Gimmicks in ihre Stühle einzubauen. Hier sollte man sich nicht zu schnell um den Finger wickeln lassen. Am besten fragt man sich: "Benutze ich das überhaupt?" Integrierte Lautsprecher oder eine geräuschvolle Massagefunktion bringen nichts, wenn andere Anwesende im Raum dadurch gestört werden. Leuchtelemente auf der Rückseite der Lehne, die man selbst nur sieht, wenn man den Stuhl nicht benutzt, sind ein sehr spezieller Fall von Zierde. Integrierte Fußstützen können Spaß machen, sind bei langen Beinen aber oft zu kurz. Wenn ihr euch nicht sicher seid, lasst die Hände davon und investiert das gesparte Geld in einen Stuhl, der sich auf eure Wünsche und Anforderungen konzentriert.

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